Masterarbeit, 2016
189 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Thematische Einführung
1.2 Vorgehensweise der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Bedeutung und Dimensionen von Diversity
2.1.1 Dimensionen von Diversity
2.1.2 Kerndimensionen von Diversity
2.2 Diversity-Management
2.3 Kulturelle Vielfalt im Arbeitskontext
2.3.1 Der Kulturbegriff
2.3.2 Kulturelle Vielfalt im Unternehmen
2.4 Treiber von kultureller Vielfalt
2.4.1 Demographischer Wandel in Deutschland
2.4.2 Globalisierung
2.5 Cultural-Diversity-Management
2.5.1 Perspektiven auf kulturelle Vielfalt
2.5.2 Instrumente zum Umgang mit kultureller Vielfalt in Unternehmen
2.6 Stand der Forschung von Cultural-Diversity-Management in Deutschland
3 Forschungsmethodisches Vorgehen
3.1 Auswahl der Erhebungsmethode - leitfadengestütztes Experteninterview
3.2 Auswahl der Stichprobe
3.3 Datenauswertung
3.4 Gütekriterien der qualitativen Forschung
4 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
4.1 Gegenwärtige Verbreitung des (Cultural-)Diversity-Managements
4.2 Implementierung und Umsetzung
4.2.1 Ebene der Gesamtorganisation
4.2.2 Gruppen-/Teamebene
4.2.3 Individualebene
4.3 Zukünftige Entwicklung
4.4 Herausforderungen von Cultural-Diversity
5 Schlussbetrachtung
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Implikationen für die Praxis
5.3 Limitationen und künftige Forschung
Die Forschungsarbeit untersucht den aktuellen Stand der Implementierung von Cultural-Diversity-Management in deutschen Unternehmen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der Flüchtlingskrise, um Lösungsansätze für einen effektiven Umgang mit kultureller Vielfalt zu identifizieren.
1.1 Thematische Einführung
„Und am Ende gewinnen immer die Deutschen!“, so hieß es nach dem Sieg der Fußball-Welt meisterschaft der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien im Jahr 2014 (Die Welt, 2014). Die deutsche Nationalmannschaft spiegelt mit Özil, Khedira, Podolski, Boateng und Co. einer seits die Veränderung hin zu einer multikulturellen Gesellschaft und anderseits auch die kultu relle Vielfalt in Deutschland wider. Menschen aus verschiedenen Kulturen leben nicht nur ne beneinander, sondern es findet ein Austausch zwischen ihnen statt. So gehören Kopftücher und Minarette, mitunter auch der Turban der Sikhs, Geschäfte mit Halal-Fleisch und koscherem Wein in urbanen Regionen in Deutschland zum gewöhnlichen Leben (Bielefeldt, 2015: 57).
Wird hierzu die kulturelle Vielfalt anhand der Zunahme von Personen mit Migrationshinter grund in den Blick genommen, so lebten im Jahr 2015 laut statistischem Bundesamt rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland (Statistisches Bundesamt, 2015d). Anknüpfend daran ist davon auszugehen, dass sich aufgrund demographischer Ent wicklungen und der aktuellen Flüchtlingskrise der Anteil von Menschen mit Migrationshinter grund an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich erhöhen wird (Statistisches Bundesamt, 2015b). Im Hinblick auf die Flüchtlingssituation in Europa erläutert Marcel Fratschner, Präsi dent des Deutschen Instituts der Wirtschaftsforschung: „Viele der Geflüchteten werden die Renten der Babyboomer zahlen“ (Die Welt, 2016). Die Zusammensetzung der Bevölkerung wird demnach in Zukunft noch stärker als bisher von kultureller Vielfalt geprägt sein (Busch & Clasen, 2014: 93). Infolgedessen werden Unternehmen mit heterogen Qualifikationen, Lebens formen, Bedürfnissen, Werten und Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert. Daraus re sultierend sollten sich Unternehmen darauf einstellen, dass Bewerber und künftige Mitarbeiter vielfältiger werden und über verschiedenste kulturelle Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten verfügen.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Problemstellung und Motivation der Arbeit sowie das Ziel, Cultural-Diversity-Management in deutschen Unternehmen zu explorieren.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Diversity und Diversity-Management und beleuchtet Treiber wie demographischen Wandel sowie Globalisierung.
3 Forschungsmethodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die qualitative Forschungsmethode, insbesondere die Durchführung von leitfadengestützten Experteninterviews und die Datenauswertung nach Mayring.
4 Darstellung der Untersuchungsergebnisse: Hier werden die Erkenntnisse aus den Experteninterviews zur Verbreitung, Implementierung und den Herausforderungen von Cultural-Diversity-Management zusammengefasst.
5 Schlussbetrachtung: Das Kapitel reflektiert die Forschungsergebnisse kritisch, leitet Implikationen für die Praxis ab und benennt Limitationen sowie Ansätze für zukünftige Forschung.
Cultural-Diversity-Management, Diversity-Management, Kulturelle Vielfalt, Integration, Migrationshintergrund, Unternehmenskultur, Experteninterview, Personalwirtschaft, Demographischer Wandel, Globalisierung, Sensibilisierung, Innovationskraft, Personalführung, Qualitative Inhaltsanalyse
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen mit der wachsenden kulturellen Vielfalt umgehen und inwieweit das Management-Konzept des Cultural-Diversity-Managements bereits in der Praxis institutionalisiert ist.
Die zentralen Felder sind die aktuelle Verbreitung des Managements von kultureller Vielfalt, die Implementierung in verschiedenen Unternehmensebenen sowie die Identifikation spezifischer Herausforderungen.
Das Ziel ist es, auf Basis von Experteninterviews zu eruieren, wie gegenwärtig Cultural-Diversity-Management in Deutschland ist und welche Hürden die Umsetzung in die Unternehmenspraxis erschweren.
Der Autor verwendet einen qualitativen Forschungsansatz mittels fünf leitfadengestützter Experteninterviews, die im Anschluss durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert, ob Unternehmen kulturelle Vielfalt lediglich als Herausforderung oder als Chance begreifen und wie Instrumente (z.B. Trainings, Patenmodelle) konkret eingesetzt werden.
Wesentliche Begriffe sind kulturelle Vielfalt, Diversity-Management, Integrationsmanagement, Unternehmenserfolg, Fachkräftemangel und Unternehmenskultur.
Produzierende Unternehmen im Sample neigen zu einer pragmatischeren, oft auf technisches Wissen fokussierten Sichtweise, während nicht-produzierende Unternehmen eher Themen wie Gender-Diversity und allgemeine Personalentwicklung in den Mittelpunkt stellen.
Die Arbeit zeigt, dass viele Unternehmen Diversity eher mit Gleichstellung (Gender) verknüpfen und bei kultureller Vielfalt oft Kapazitätsengpässe sowie Unsicherheiten im Umgang mit „fremden“ Kulturen bestehen.
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