Masterarbeit, 2016
95 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Motivation und Grundlagen
2.1 Multimediale Inhalte
2.2 Videokonsum auf mobilen Geräten
2.3 Durchsuchbarkeit von Multimedia Dateien
2.4 Grundlagen der iOS Entwicklung
2.4.1 Model-View-Controller Konzept
2.4.2 Protokolle und Delegates
2.4.3 Observerpattern
2.4.4 AVFoundation
2.4.5 Gesturerecognizer und UIResponder
3 Videobrowsing
3.1 Navigationsunterstützung
3.1.1 Klassische Navigation
3.1.2 Automatische Inhaltsanalyse
3.1.3 Alternative Inhaltsvisualisierung und Navigation
3.2 Videobrowser Evaluierung
3.2.1 Video Browser Showdown
3.2.2 TREC Video Retrieval Evaluation
4 Videonavigation auf Tablets und Smartphones
4.1 Interface Design Guidelines
4.2 Multi-Touch Bildschirme und Gesten
4.3 Standardvideoplayer
4.4 Videobrowsing auf mobilen Geräten
5 Wischgestenbasierender Videoplayer
5.1 Spezifikationen
5.1.1 Anforderungsanalyse
5.1.2 Navigationskonzept
5.1.3 Grafische Benutzeroberfläche
5.2 Details zur Implementierung und Probleme
5.2.1 Hardware und Software
5.2.2 Probleme
5.2.3 Storyboard und Klassen
5.2.4 Umsetzung des Interaktionskonzepts
5.2.5 Logging
6 Benutzerstudie und Evaluierung
6.1 Aufbau der Studie
6.2 Durchführung
6.3 Evaluierung
6.3.1 Zielsuche
6.3.2 Zählaufgaben
6.3.3 Benutzerbewertung im NASA TLX
6.3.4 Bevorzugter Videoplayer
7 Resümee und Ausblick
Die Masterarbeit analysiert die Defizite konventioneller Videoplayer bei der Navigation in langen Videos auf mobilen Geräten und entwickelt einen Prototypen, der durch eine intuitive, horizontale Wischgesteninteraktion (Flick-Geste) die Navigation optimieren und die Nutzerakzeptanz gegenüber Standardlösungen steigern soll.
5.1.2 Navigationskonzept
Beim Navigationskonzept werden horizontale Wischgesten benutzt, um sich innerhalb eines Videos zu bewegen. Dabei werden jedoch keine sprunghaften Bewegungen auf der Zeitleiste gemacht, sondern die Wiedergabegeschwindigkeit des Videos dynamisch verändert. Standardmäßig werden Videos mit einer Geschwindigkeit von 100% abgespielt. Da auf eine Navigationsleiste bewusst verzichtet werden sollte, kann der Nutzer die Wiedergabegeschwindigkeit auf bis zu 32-fach bringen, also 3200%, um sich schnell im Video bewegen zu können. Der große Vorteil hierbei ist, dass man so von trotzdem beschleunigter Navigation dennoch einen Eindruck vom Inhalt des Videos bekommt. Das eigentliche Konzept hat starke Parallelen zur Navigation innerhalb von Listen auf Smartphones.
Anstatt von Seiten, zwischen denen umgeblättert wird, kann der Inhalt festgehalten werden und schwungartig nach oben oder unten bewegt werden. Diese Navigationsart wird auch Scrolling genannt. Die dafür nötige Fingerbewegung ist eine sogenannte Flick-Geste. Die unten gezeigte Abbildung 5.1 veranschaulicht dieses Scrolling innerhalb eines Dokuments. Die einzelnen Seiten werden übergangslos aneinandergehängt, sodass der Nutzer mit einer Wischbewegung schnell über mehrere Seiten navigieren kann [22]. Bei dem Prototyp des Flickplayers wird daher die Wiedergabegeschwindigkeit des Videos angepasst.
Um den Übergang von der 1-fachen Geschwindigkeit, bis hin zum Maximum, also 32-fachen Geschwindigkeit nicht ruckartig zu machen, gib es mehrere Zwischenstufen als Übergänge. Diese sind 2-fach, 4-fach, 8-fach und 16-fach. Wie bei dem Scrolling eines Dokuments hat ein stärkerer Wisch einen größeren Effekt, als ein leichter, bzw. langsamerer Wisch. Die Übergänge zwischen den Abspielgeschwindigkeiten sollten somit für den Nutzer als flüssig wahrgenommen werden. Die gleichen Intervalle wurden ebenso für das Rückwärtsabspielen übernommen, sodass ein einheitliches Konzept entsteht. Ein Wisch von links nach rechts hat somit zur Folge, dass sich das Video rückwärts abspielt, bis hin zu einer Geschwindigkeit von minus 32-fach.
1 Einleitung: Motivation für die Entwicklung neuer Videonavigationskonzepte aufgrund der Verbreitung mobiler Geräte und Zielsetzung der Arbeit.
2 Motivation und Grundlagen: Darstellung des wirtschaftlichen und technologischen Kontexts sowie Grundlagen der iOS-Entwicklung inklusive MVC-Pattern und AVFoundation.
3 Videobrowsing: Analyse bestehender Methoden zur Videonavigation und Inhaltsvisualisierung sowie Übersicht relevanter Evaluierungswettbewerbe.
4 Videonavigation auf Tablets und Smartphones: Erläuterung mobilspezifischer Designrichtlinien und Interaktionskonzepte durch Touch-Gesten.
5 Wischgestenbasierender Videoplayer: Detaillierte Spezifikation, Konzeption und Implementierung des Flickplayer-Prototyps inklusive Problembehandlung bei Videokodierung und Synchronisierung.
6 Benutzerstudie und Evaluierung: Aufbau und Durchführung der vergleichenden Benutzerstudie sowie Analyse der quantitativen Leistung und qualitativen Nutzerbewertungen.
7 Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Eignung der Wischgesteninteraktion für zukünftige Entwicklungen.
Videobrowsing, iOS Entwicklung, Flick-Geste, Wischgesteninteraktion, AVFoundation, Benutzerstudie, Video Navigation, Mobile Geräte, Human-Computer Interaction, Interaktionskonzept, Inhaltsanalyse, Prototyping, Usability, NASA-TLX, Suchdauer.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Videonavigation auf mobilen Endgeräten wie Tablets und Smartphones durch den Einsatz alternativer, gestenbasierter Interaktionsmethoden.
Die Arbeit deckt Themen wie mobiles Videobrowsing, Human-Computer Interaction (HCI), iOS-Programmierung, automatisierte Inhaltsanalyse von Videos und die Durchführung von Benutzerstudien ab.
Das Ziel ist es, die Probleme klassischer Suchleisten auf mobilen Geräten zu analysieren und einen Prototypen zu entwickeln, der mittels intuitiver Flick-Gesten eine effizientere und benutzerfreundlichere Videonavigation ermöglicht.
Es wird ein explorativer Ansatz verfolgt, der in der Entwicklung eines Software-Prototyps (Flickplayer) und dessen anschließender empirischer Evaluierung in einer kontrollierten Benutzerstudie besteht.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Videobrowsings, die spezifischen Anforderungen an mobile Oberflächen, die technische Spezifikation und Implementierung des Flickplayers sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Nutzerdaten.
Zu den Kernbegriffen zählen Videobrowsing, Wischgesteninteraktion, Mobile User Interface, AVFoundation, Benutzerstudie und Video-Retrieval.
Der Player nutzt vorkodierte Videos in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen (1x, 4x, 16x), die übereinandergelegt sind. Durch kontinuierliche Synchronisation und schnelles Umschalten zwischen diesen Video-Streams bleibt die Wiedergabeposition konsistent.
Obwohl Probanden den Flickplayer intuitiver bewerteten, waren die Suchzeiten bei Zielaufgaben oft länger als beim Standardplayer, da Nutzer mit klassischen Systemen besser vertraut sind und der neue Ansatz eine längere Lernkurve oder andere Suchstrategien erfordert.
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