Bachelorarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen des Controllings
2.1 Controlling = Kontrolle?
2.2 Entwicklung des Controllings
2.3 Leitbild des IGC
2.4 Theoretische Konzeption des Controllings
2.5 Aufgaben des Controllings
2.5.1 Planung und Kontrolle
2.5.2 Informationsversorgung
2.6 Das Prozessmodell
2.7 Budgetierung
2.7.1 Definition und Funktionen
2.7.2 Budgetierungsprozess
3 Verhaltensorientiertes Controlling
3.1 Entwicklung
3.2 Rationalität als Grundlage
3.3 Das Akteursmodell
3.4 Homo oeconomicus
3.5 Prinzipal-Agent-Theorie
3.6 Heuristiken
3.6.1 Entwicklung
3.6.2 Grundlegende Beispiele
3.6.3 Ankereffekt
3.6.4 Verfügbarkeitsfehler
3.6.5 Repräsentativitätsheuristik
4 Verhalten in der Budgetierung
4.1 Problemstellung
4.2 Wollens- und Könnensdefizite im Budgetierungsprozess
4.2.1 Budgetplanung
4.2.2 Budgetkontrolle
5 Fazit
Die Arbeit untersucht das verhaltensorientierte Controlling und dessen Anwendung im Budgetierungsprozess, um aufzuzeigen, wie psychologische Faktoren und kognitive Verzerrungen die Effektivität der Steuerung beeinflussen können.
3.6.3 Ankereffekt
Ein „Ankereffekt“ ereignet sich wenn Menschen mit einem bestimmten Wert eine unbekannte Größe assoziieren, bevor eine reale Abschätzung stattgefunden hat. Schätzwerte sind ähnlich den Zahlen, die ihnen im Vorfeld Dargeboten wurden.118
Zur Veranschaulichung dieses Phänomens soll folgendes Beispiel dienen, das der bekannte Verhaltensökonom Dan Ariely in seinem Werk „Denken Hilft Zwar, Nützt Aber Nichts“ schildert.
An der Sloan School of Management in Boston führte Professor Drazen Prelec einen Versuch durch, um herauszufinden wie sich ein Anker auf die Zahlungsbereitschaft von 55 Studenten auswirkt. Zunächst wurde eine hochwertige Flasche Wein gezeigt. Im Folgenden sollten die letzten beiden Zahlen der Sozialversicherungsnummer notiert werden. Abschließend wurden sie aufgefordert auf einem Blatt für verschiedene Produkte Gebote abzugeben. Darunter waren andere Weine, Pralinen, Elektronikprodukte sowie Bücher. Voraussetzung für den Ausgangspreis waren immer die letzten beiden Ziffern ihrer Sozialversicherungsnummer in Dollar. Die Studenten sollten sich zu jedem Produkt entscheiden ob sie den Betrag zahlen oder sich gegen den Kauf entscheiden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Controllings hin zum „Business Partner“ und stellt die Relevanz psychologischer Aspekte sowie die Kritik an der klassischen Budgetierung dar.
2 Grundlagen des Controllings: Dieses Kapitel definiert das Controlling, erörtert dessen Entwicklung und stellt verschiedene theoretische Konzepte sowie das Prozessmodell der IGC und die Aufgaben Planung, Kontrolle und Informationsversorgung vor.
3 Verhaltensorientiertes Controlling: Hier werden psychologische und soziologische Ansätze diskutiert, insbesondere das Akteursmodell, die Prinzipal-Agent-Theorie und verschiedene Heuristiken wie der Ankereffekt oder die Verfügbarkeitsheuristik.
4 Verhalten in der Budgetierung: Dieses Kapitel analysiert spezifische Wollens- und Könnensdefizite innerhalb der Teilprozesse der Budgetplanung und Budgetkontrolle und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Controller ab.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, das verhaltensorientierte Controlling verstärkt in der Unternehmenspraxis zu implementieren, um Fehlsteuerungen zu minimieren.
Verhaltensorientiertes Controlling, Budgetierungsprozess, Wollensdefizite, Könnensdefizite, Heuristiken, Ankereffekt, Verfügbarkeitsfehler, Repräsentativitätsheuristik, Prinzipal-Agent-Theorie, Homo oeconomicus, Budgetplanung, Budgetkontrolle, Rationalitätssicherung, Informationsasymmetrie, Verhaltenswissenschaften.
Die Bachelorarbeit behandelt das verhaltensorientierte Controlling und untersucht, wie psychologische Faktoren und begrenzte Rationalität den Budgetierungsprozess in Unternehmen beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Controllings, psychologischen Theorien zum menschlichen Verhalten (Akteursmodell, Heuristiken) und der Übertragung dieser Erkenntnisse auf Planung und Kontrolle.
Ziel ist es, Probleme im Budgetierungsprozess zu identifizieren, die auf kognitive Verzerrungen zurückzuführen sind, und Lösungsvorschläge für Controller zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Controlling-Konzepte und verhaltenswissenschaftlicher Modelle, die in einen praktischen Kontext für das Controlling übersetzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des verhaltensorientierten Controllings und die praktische Analyse von Wollens- und Könnensdefiziten in Budgetplanung und Budgetkontrolle.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Verhaltensorientiertes Controlling, Heuristiken, Budgetary Slacks, Prinzipal-Agent-Theorie und Rationalitätsengpässe.
Während klassische Ansätze oft von einem rational handelnden Akteur ausgehen, integriert diese Arbeit psychologische Aspekte und Schwächen menschlicher Entscheidungsfindung in das Controlling-Instrumentarium.
Sie wird genutzt, um Interessenkonflikte und Informationsasymmetrien zwischen Management und Controllern zu erklären, die zu manipulativen Verhaltensweisen wie Budgetary Slacks führen können.
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