Bachelorarbeit, 2016
34 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Aktueller und zukünftiger Wohnungsmarkt
2.1 Aktueller Wohnungsmarkt in Deutschland
3. Ursachen und Hintergründe der Mietpreisentwicklung
3.1 Immobilienpreisbildung
3.2 Gesellschaftliche Veränderungen
3.4 Wohlstandsprobleme verbunden mit erhöhter Mietbelastung
3.6 Mieterquote in Deutschland
3.7 Bauvolumen und Grundstücksmangel
3.8 Rückgang von Wohnungsreserven
4. Politische Regulierung des Wohnungsmarkts
4.1 Gesetzliche Vorgaben
5. Kritik Mietspiegel
5.1 Differenzierung einfacher und qualifizierter Mietspiegel
5.2 Basismiete als Grundlage
6. Mögliche Auswirkungen einer Mietpreisbremse
6.1 Einführung einer Mietpreisbremse
6.2 Entwicklungen der Neubaumieten
7. Fazit der Mietpreisbremse zum aktuellen Stand
7.1 Untersuchung der Mietpreisbremse
7.3 Schlussfolgerung
8. Ausblick der Mietpreisbremse
8.1 Kritik an der Mietpreisbremse
8.1.1 Bekämpfung der Ursache
8.1.2 Treffsicherheit
8.1.3 Verstöße
8.2 Fazit aus der Studie
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der im Juni 2015 in Deutschland eingeführten Mietpreisbremse auf den Wohnungsmarkt, insbesondere in angespannten Großstadtregionen, und untersucht, inwieweit dieses Instrument zur Dämpfung der Mietpreisentwicklung beitragen konnte oder ob es lediglich zu Marktverzerrungen führt.
3.1 Immobilienpreisbildung
Bevor ich beginne die Gründe der Mietpreisentwicklung zu thematisieren, möchte ich Ihnen zunächst die grundlegenden Zusammenhänge einer Preisbildung erläutern. Es stellt sich die Frage, was ist ein Preis? Die Definition von Preis lautet: „Grundsätzlich dient der Preis eines Gutes (hier: Wohnraum) als Knappheitsindikator. Ist die Nachfrage sehr hoch und das Angebot kann nur zeitlich versetzt reagieren, steigt folglich der Preis – et vice versa. Dieser Indikator funktioniert natürlich nur dann, wenn er keiner staatlichen Regulierung unterliegt.“ (vgl. Lehmann 2016: S.101) Ein Gleichgewichtspreis ergibt sich aus dem Schnittpunkt einer Nachfragefunktion mit der Angebotsfunktion. Bezogen auf dem Wohnungsmarkt definiert sich diese Nachfrage aus der Bevölkerungsgröße, das Einkommen der Haushalte und die Quantitäts- und Qualitätsansprüche der Bewohner einer Gemeinde. Das dazugehörige Angebot entsteht aus der Verfügbarkeit von Baugrund, den Finanzierungsmöglichkeiten und den Erstellungskosten. (Geymüller/Christl (2014)) Das Zusammenspiel der Faktoren Einkommen, Bevölkerung, Annehmlichkeiten und der daraus resultierenden Immobilienpreise, beschreiben Dr. Norbert Hiller und Sören Gröbel in ihrem Artikel „Regionale Divergenz – die Mietpreisbremse und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas Wohnungsmarktregulierung in Deutschland und Erläuterung der Motivation für die Einführung der Mietpreisbremse aufgrund steigender Mieten.
2. Aktueller und zukünftiger Wohnungsmarkt: Analyse der Mietpreisentwicklungen in deutschen Top-Standorten und Darstellung der Notwendigkeit staatlicher Eingriffe.
3. Ursachen und Hintergründe der Mietpreisentwicklung: Untersuchung ökonomischer Faktoren wie Immobilienpreisbildung, demografischer Veränderungen, Wohlstandsaspekte und Bautätigkeiten.
4. Politische Regulierung des Wohnungsmarkts: Darstellung der gesetzlichen Grundlagen der Mietpreisbremse, insbesondere bezüglich Anwendungsbereich und Ausnahmen.
5. Kritik Mietspiegel: Erläuterung der Problematik bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete durch einfache und qualifizierte Mietspiegel.
6. Mögliche Auswirkungen einer Mietpreisbremse: Ökonomische Modellierung der Folgen der Mietpreisbremse auf Angebot, Nachfrage und Investitionsverhalten.
7. Fazit der Mietpreisbremse zum aktuellen Stand: Empirische Untersuchung der Wirksamkeit des Instruments anhand einer "Difference-in-Differences"-Studie.
8. Ausblick der Mietpreisbremse: Kritische Reflexion der Treffsicherheit, möglicher Verstöße und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Regulierung.
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Die Arbeit befasst sich mit der Mietpreisbremse in Deutschland, einer wohnungspolitischen Maßnahme zur Deckelung von Mieten bei Neuverträgen in angespannten Wohnmärkten.
Die Arbeit deckt Ursachen für steigende Mieten, die rechtlichen Grundlagen der Regulierung, die Methodik zur Überprüfung der Wirksamkeit sowie die Kritik an bestehenden Instrumenten ab.
Das Ziel ist es, objektiv zu untersuchen, ob die Mietpreisbremse ihr politisches Ziel, die Mietpreise zu dämpfen, tatsächlich erreicht hat oder ob sie durch Umgehungsmöglichkeiten wirkungslos bleibt.
Die Arbeit nutzt die "Difference-in-Differences"-Methode, um die Mietpreisentwicklungen in regulierten Regionen mit unregulierten Kontrollgruppen zu vergleichen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Preisbildung, demografische Einflüsse, die detaillierten rechtlichen Vorgaben (z.B. BGB-Paragraphen) und die empirischen Ergebnisse der Mietpreisstudien.
Zentrale Begriffe sind Mietpreisbremse, Angebotslücke, ortsübliche Vergleichsmiete, Wohnraummangel und wohnungspolitische Regulierung.
Die Arbeit kritisiert, dass Mietspiegel oft auf veralteten oder ungenauen Daten beruhen und somit als Grundlage für eine "ortsübliche Vergleichsmiete" in Rechtsstreitigkeiten problematisch sind.
Der Remanenzeffekt beschreibt die Hortung von Wohnraum durch Nutzer, die in zu großen Wohnungen verbleiben, was die Wohnungsknappheit weiter verschärft.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Mietpreisbremse ihre intendierten Wirkungen bisher verfehlt hat, da es zu viele Umgehungsmöglichkeiten gibt und sie zudem Neubautätigkeiten behindern könnte.
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