Examensarbeit, 2016
141 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Aufbau dieser Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsklärung
2.2 Rechtliche Grundlagen der Umsetzung von Inklusion
2.3 Aktuelle Situation schulischer Inklusion
2.4 Vorstellung einer bayerischen Grundschule mit Schulprofil Inklusion
2.4 Notwendige Verhaltensweisen von Regelschullehrkräfte als Herausforderung
2.4.1 Gerecht werden der Heterogenität
2.4.2 Notwendigkeit von Kooperation
2.4.3 Weiterentwicklung der eigenen Professionalität
2.5 Einstellungen von Lehrkräften als Einflussfaktor
2.6 Einstellungsforschung
2.6.1 Wirkung von Einstellungen auf das Verhalten
2.6.2 Funktionen von Einstellungen
2.6.3 Das Wesen von Einstellungen
2.6.3.1 Affektive Einstellungskomponente
2.6.3.2 Kognitive Einstellungskomponente
2.6.3.3 Verhaltensbezogene Einstellungskomponente
2.6.4 Messung von Einstellungen
2.7 Forschungsstand von Einstellungen zu Inklusion von Lehrkräften
2.7.1 Forschungsstand aus quantitativen Studien
2.7.2 Forschungsstand aus qualitativen Studien
2.8 Forschungslücke und Forschungsinteresse
2.8.1 Qualitative Untersuchungsmethode als Möglichkeit für Unbeschränktheit
2.8.2 Transparenz der Einstellung durch selbstberichtete Argumente
2.8.3 Beachtung aller Einstellungskomponenten
3 Empirischer Teil
3.1 Forschungsfragen
3.2 Methodik
3.2.1. Datenerhebung in Form eines offenen Fragebogens
3.2.2 Konstruktion des Fragebogens
3.2.3 Stichprobe
3.2.4 Durchführung
3.3 Auswertung anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
3.3.1 Grundkonzepte und Arbeitsschritte der qualitativen Inhaltsanalyse
3.3.2 Bestimmung des Ausgangsmaterials
3.3.3 Richtung der Analyse und Fragestellung
3.3.4 Ablaufmodell der Analyse
3.3.4.1 Festlegung der Analysetechnik
3.3.4.2 Bestimmung der Analyseneinheiten
3.3.5 Analyseschritte der Zusammenfassung mittels des Kategoriensystems
3.4 Darstellung der Ergebnisse
4 Diskussion
4.1 Interpretation der Ergebnisse
4.2. Fazit und Ausblick
4.3. Limitation und Kritik der Arbeit
Die Arbeit untersucht die Einstellungen von Lehrkräften zur schulischen Inklusion in Bayern unter Anwendung eines qualitativen Ansatzes. Ziel ist es, die kognitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Komponenten dieser Einstellungen durch eine offene Befragung zu erfassen, um ein tieferes Verständnis für die Beweggründe und Argumente zu entwickeln, die das Handeln der Lehrkräfte in inklusiven Settings leiten.
Geschichtlicher Abriss von der Exklusion zur Inklusion
Aufgrund dessen, dass im 18 Jahrhundert Menschen mit Behinderungen und auch weitere Personengruppen, die der damaligen homogenisierenden Vorstellung von „Normalität“ nicht entsprachen, aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden, spricht man bei dieser Zeit von der Phase der Exklusion. Es war den ausgeschlossenen Menschen aufgrund ihrer durch ein Merkmal (unter anderem Aussehen, mentale oder physische Fähigkeiten) ausgelöste Kategorisierung „anders“ auch trotz Einführung der allgemeinen Schulpflicht Ende des 18. Jahrhunderts keinerlei Zugang zu Bildungseinrichtungen gewährt (vgl. Robeck, 2012, S.3f; Bleckmann, von Saldern & Wolfangel, 2012, S.7), weshalb sie nur durch eine eventuelle häusliche Unterrichtung der Eltern Bildung erfuhren (vgl. Heimlich, 2012b, S.14f). Auf pädagogischer Ebene definiert Sander (2004) Exklusion folgendermaßen: „Behinderte Kinder waren bzw. sind von jeglichem Schulbesuch ausgeschlossen.“ (ebd., 2004, S.234). Auch die leistungsschwächeren Kinder wurden dann durch die Einführung von Jahrgangsklassen aussortiert und in Hilfsklassen gesondert unterrichtet. Mit den Jahren wurden diese Hilfsklassen durch ein System von Hilfsschulen erweitert und lässt somit die im Folgenden beschriebene Phase der Segregation beginnen (vgl. Bleckmann, von Saldern & Wolfangel, 2012, S.8).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung der Inklusion nach der UN-BRK und definiert die Motivation der Arbeit sowie deren Aufbau zur Erforschung der Einstellungen von Lehrkräften als Gelingensfaktor.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die historischen Entwicklungsphasen (Exklusion, Segregation, Integration, Inklusion), die rechtlichen Rahmenbedingungen und das theoretische Konzept der Einstellungsforschung.
3 Empirischer Teil: Der empirische Teil beschreibt die forschungsmethodische Vorgehensweise, inklusive der Konstruktion eines offenen Fragebogens und der Auswertung durch qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
4 Diskussion: Das Kapitel diskutiert die gewonnenen Ergebnisse im Kontext der Forschungsfragen und der theoretischen Grundlagen und zieht ein Fazit zu den Herausforderungen der Inklusionsumsetzung.
Inklusion, Einstellung, dreidimensionales Einstellungskonzept, Argumente, qualitative Forschung, schulische Inklusion, Regelschullehrkräfte, Heterogenität, Kooperation, Schulentwicklung, soziale Teilhabe, Lehrkräftefortbildung, qualitative Inhaltsanalyse, Mayring, Pädagogische Grundhaltung.
Die Hausarbeit untersucht die Einstellungen von bayerischen Grundschullehrkräften zum Thema Inklusion und deren Bedeutung als Gelingensfaktor für die schulische Praxis.
Die Arbeit verknüpft sozialpsychologische Einstellungsmodelle mit aktuellen bildungspolitischen und pädagogischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Inklusion in der Schule.
Ziel ist es, die spezifischen Argumente und Gründe zu identifizieren, die Lehrkräfte für ihre kognitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Einstellungen zur Inklusion anführen.
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der die Daten durch offene Fragebögen erhoben und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die ausführliche Darstellung und Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Inklusion, Einstellung, qualitative Forschung und das dreidimensionale Einstellungskonzept charakterisieren.
Die Arbeit analysiert anhand des Beispiels der Grundschule Münsing, wie sich eine Schule mit diesem Profil durch multiprofessionelle Kooperation und spezielle Förderstunden inklusiv aufstellt.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Inklusionsumsetzung primär an äußeren Rahmenbedingungen und fehlenden Ressourcen scheitert, weniger an einer ablehnenden pädagogischen Grundhaltung der Lehrkräfte.
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