Bachelorarbeit, 2015
61 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Italo Svevos Ansichten bezüglich der Psychoanalyse
3. Figur und Funktion des Doktor S. in La Coscienza di Zeno von Italo Svevo
3.1 Die Figur und Funktion des Doktor S. auf der Ebene der histoire
3.1.1 Der Name des Doktor S. und die Person(en) dahinter
3.1.2 Die Charakterstruktur des Doktor S.
3.1.2.1 Die Prefazione
3.1.2.2 Der Patient und Mensch Zeno Cosini
3.1.2.3 Die Psico-analisi
3.2 Die Figur und Funktion des Doktor S. auf der Ebene des discours
3.2.1 Doktor S. und Aspekte der Erzähltheorie
4. Zusammenfassung
Diese wissenschaftliche Arbeit hat das Ziel, die komplexe Figur und Funktion des Analytikers Doktor S. in Italo Svevos Roman "La coscienza di Zeno" tiefgehend zu analysieren und dabei die Ambivalenz des Autors gegenüber der Psychoanalyse freizulegen.
3.1.1 Der Name „Doktor S.“ und die Person(en) dahinter
Zum Namensgeber seiner Figur Doktor S. hat Svevo keine bekannten Angaben gemacht. Man kann also nur mutmaßen und Überlegungen anstellen. Trotzdem kann davon ausgegangen werden, dass der Name, der bei dem Leser Fragen aufwirft, da er nur aus einem Majuskel besteht und eine Abkürzung darstellt, eine große Rolle für die Figur und eventuell auch dessen Persönlichkeit spielt. Es bietet sich also an, die bestehenden Möglichkeiten zu erwähnen und den Wahrscheinlichkeitsgehalt dieser zu prüfen.
Betrachtet man nur den Namen, so fällt auf, dass der Titel „Doktor“ klar im Gegensatz zum „S.“ steht. Man könnte davon ausgehen, dass hier die objektive Rolle des Doktors betont werden soll und der Name selber nicht wichtig sei. Die große Rolle spielt er als Doktor, er ist jemand, der Menschen hilft. Gleich beim Lesen der ersten Zeilen der Prefazione aber, erweist sich die Vermutung als falsch, da er „il dottore di cui […] si parla talvolta con parole poco lusinghiere“ ist und er die „memorie [des Patienten] per vendetta“ veröffentlicht, wie er dem Leser selber mitteilt.
1. Einleitung: Vorstellung des Romans und der Zielsetzung der Arbeit, die Figur des Doktor S. in Italo Svevos Werk umfassend zu untersuchen.
2. Italo Svevos Ansichten bezüglich der Psychoanalyse: Analyse der persönlichen Einstellung Svevos zur Psychoanalyse, geprägt von Skeptizismus und ambivalenter Auseinandersetzung.
3. Figur und Funktion des Doktor S. in La Coscienza di Zeno von Italo Svevo: Hauptteil, der sich mit der Konstruktion und Bedeutung des Analytikers auf der erzählten Ebene und der Erzähltheorie befasst.
4. Zusammenfassung: Resümee der Ergebnisse, das die Bedeutung von Wilhelm Stekel für die Figurenentwicklung hervorhebt und die Ironisierung der Psychoanalyse im Roman bestätigt.
Italo Svevo, La coscienza di Zeno, Doktor S., Psychoanalyse, Sigmund Freud, Wilhelm Stekel, Zeno Cosini, Übertragung, Gegenübertragung, Literaturanalyse, Erzähltheorie, Ambiguität, Ironie, Neurose, Moderne Literatur.
Die Arbeit analysiert die Figur des Doktor S. im Roman "La coscienza di Zeno" von Italo Svevo und seine Funktion innerhalb der Romanstruktur.
Im Zentrum stehen die Auseinandersetzung Svevos mit der Psychoanalyse, die Rolle des Analytikers, die Charakteranalyse von Zeno Cosini und die Anwendung psychoanalytischer Konzepte.
Ziel ist es, die Figur des Doktor S. umfassend zu dekonstruieren und aufzuzeigen, wie Svevo psychoanalytische Theorien ironisch für literarische Zwecke nutzt.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primäre Texte Svevos sowie einschlägige Forschungsliteratur zur Psychoanalyse und Erzähltheorie heranzieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung auf der Ebene der histoire (Geschichte) und des discours (Erzählweise), inklusive der Charakterstruktur des Doktors.
Begriffe wie "Übertragung", "Gegenübertragung", "Ironie", "Ambiguität" und "Autosuggestion" sind zentral für das Verständnis der Argumentation.
Die Arbeit stellt die These auf, dass Wilhelm Stekel einen maßgeblichen, bisher oft unterschätzten Einfluss auf die Konzeption von Doktor S. und Zeno hatte.
Weil der Roman die Psychoanalyse sowohl thematisiert als auch parodiert und durch die Struktur der erzählerischen Rahmung selbst einen psychoanalytischen Diskurs erzeugt.
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