Bachelorarbeit, 2015
65 Seiten, Note: 2,5
Kapitel 1 - Einleitung
Kapitel 2 - Phonetik im Sprachkontakt
2.1. First Language
2.2. Zweitsprache trifft auf Erstsprache
2.3. Lautliche Interferenz
Kapitel 3 - Die Bedeutung der Phonetik
3.1. Die artikulatorische Phonetik
3.2. Die auditive Phonetik
3.3. Die akustische Phonetik
Kapitel 4 - Die Klassifizierung der Vokale
4.1. Die akustischen Besonderheiten der Vokale
Kapitel 5 - Vokalsysteme
5.1. Die Vokale der deutschen Standardsprache
5.2. Die Vokale der russischen Standardsprache
5.3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten
5.3.1. Vokalrepertoire
5.3.2. Artikulation
5.3.3. Quantität
5.3.4. Qualität
5.3.5. Klangfarbe
Kapitel 6 - Empirische Studie
6.1. Zielsetzung
6.2. Methode
6.3. Testpersonen
6.4. Verfahrensweise
6.5. Auswertung und Analyse
6.5.1. Vergleich der Formanten
6.5.2. Vergleich der Vokallänge
6.6. Fazit der Studie
Kapitel 7 - Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die Artikulation kurzer und langer Vokale des Deutschen durch Muttersprachler des Russischen beeinflusst wird. Da das Russische über keine distinktive Lang-Kurz-Opposition im Vokalismus verfügt, wird analysiert, wie diese strukturellen Unterschiede zu Interferenzerscheinungen bei der Produktion der deutschen Zielsprache führen.
2.3. Lautliche Interferenz
Aus dem Grunde, dass es sich hier um eine Arbeit auf phonetischer Ebene handelt, werden nicht alle Bereiche der Interferenzfehler betrachtet. Im Mittelpunkt steht daher die lautliche Interferenz. Hierfür orientiert sich Böttger (2005) an den gängigen Fehler-klassifizierungen. Im Folgenden werde einige Fehlertypen vorgestellt, die im weiteren Verlauf und besonders in der späteren empirischen Studie relevant sein könnten.
(a) Unterdifferenzierung: Eine Unterdifferenzierung kommt dann zustande, wenn Laute der Zweitsprache, die dort aufgrund distinktiver Merkmale klar unterschieden werden, von einem Lerner dieser Sprache nicht auf diese Weise unterschieden werden.
(b) Überdifferenzierung: Eine Überdifferenzierung passiert, wenn Distinktionen der Erstsprache auf die Zweitsprache übertragen werden, obwohl diese dort nicht vorhanden sind.
(c) Uminterpretation: Man spricht von einer Uminterpretation, wenn Lernende entscheidende Distinktionen ihrer Muttersprache zu wichtigen Merkmalen der Laute der Zweitsprache machen, obwohl diese hier nur nebensächlich sind.
(d) Lautersetzung: Eine Lautersetzung findet man dann, wenn beispielsweise Phoneme zweier Sprachsysteme gleich definiert, allerdings unterschiedlich realisiert werden. Lernende gehen dann fälschlicherweise davon aus, dass dieser Laut gleich wie in ihrer Muttersprache realisiert werden muss.
(e) Hyperkorrektur: Eine Hyperkorrektur tritt auf, wenn ein Sprecher bei dem Versuch, ein besonderes Merkmal der Zweitsprache (das für ihn vielleicht sogar fremd ist) richtig zu realisieren, eine übertriebene sprachliche Anpassung macht.
Kapitel 1 - Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Sprachkontakts ein und legt den Fokus auf die Problematik des Erwerbs deutscher Lang- und Kurzvokale durch russische Muttersprachler.
Kapitel 2 - Phonetik im Sprachkontakt: Dieses Kapitel definiert Grundlagen des Erstspracherwerbs sowie das Phänomen der lautlichen Interferenz bei erwachsenen Fremdsprachenlernern.
Kapitel 3 - Die Bedeutung der Phonetik: Es erfolgt eine theoretische Einführung in die Teildisziplinen der allgemeinen Phonetik, speziell der artikulatorischen, auditiven und akustischen Phonetik.
Kapitel 4 - Die Klassifizierung der Vokale: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien zur Vokalklassifizierung und differenziert zwischen Vokalen und Konsonanten.
Kapitel 5 - Vokalsysteme: Hier werden die Vokalsysteme des Deutschen und Russischen gegenübergestellt und hinsichtlich Gemeinsamkeiten sowie Unterschieden analysiert.
Kapitel 6 - Empirische Studie: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Testpersonen sowie die Auswertung der Formantwerte und Vokaldauern.
Kapitel 7 - Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die fehlende Lang-Kurz-Opposition im Russischen zu signifikanten Schwierigkeiten bei der korrekten Artikulation im Deutschen führt.
Phonetik, Sprachkontakt, Interferenz, Vokalsystem, Formanten, Vokallänge, Langvokale, Kurzvokale, Zweitspracherwerb, Artikulation, Klangfarbe, Sprachwissenschaft, praat, Lautbildung, Sprachanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der phonetischen Kontrastanalyse zwischen dem Deutschen und dem Russischen, speziell mit der Artikulation kurzer und langer Vokale durch russischsprachige Lerner.
Die zentralen Themen sind Sprachkontakt, allgemeine Phonetik, Vokalklassifizierung, sowie die empirische Untersuchung von Formantmustern und Vokaldauern.
Ziel ist es zu erforschen, ob und wie der Mangel einer distinktiven Lang-Kurz-Opposition im russischen Vokalsystem die Produktion dieser Merkmale im Deutschen bei erwachsenen Lernern beeinflusst.
Es wird eine empirische Studie durchgeführt, bei der mit der Software "praat" auditive Daten grafisch in Oszillogrammen und Spektrogrammen ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung der Phonetik, eine detaillierte Gegenüberstellung der Vokalsysteme beider Sprachen sowie die Präsentation der eigenen Messwerte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Phonetik, Vokallänge, Interferenz, Formanten und Zweitspracherwerb charakterisiert.
Es wird der Einfluss der sogenannten "kritischen Periode" untersucht, weshalb Personen gewählt wurden, die erst nach der Pubertät mit der deutschen Sprache in Kontakt kamen.
Die Ergebnisse zeigen, dass russischsprachige Testpersonen große Schwierigkeiten haben, die für das Deutsche distinktive Lang-Kurz-Opposition konsistent zu realisieren.
Hyperkorrektur tritt auf, wenn ein Lerner versucht, ein fremdes Merkmal so stark zu betonen, dass er die natürliche Artikulationsnorm übersteigt und "über das Ziel hinausschießt".
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