Bachelorarbeit, 2015
42 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Perspektiven der Forschung – ein Literaturüberblick
3. Theoretischer Rahmen zu erfolgreichem Entrepreneurship
3.1 Entrepreneurship
3.2 Die Unternehmensgründung
3.3 Erfolg
3.4 Auswahl der relevanten Eigenschaften
4. Eigenschaften von erfolgreichen Entrepreneuren
4.1 Risikoneigung
4.1.1 Einfluss der Risikoneigung auf die Unternehmensgründung
4.1.2 Relevanz der Risikoneigung für unternehmerischen Erfolg
4.2 Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeit
4.2.1 Einfluss der Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeit auf die Unternehmensgründung
4.2.2 Relevanz der Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeit für unternehmerischen Erfolg
4.3 Leistungsmotivation
4.3.1 Einfluss der Leistungsmotivation auf die Unternehmensgründung
4.3.2 Relevanz des Leistungsmotives für unternehmerischen Erfolg
4.4 Humankapital
4.4.1 Einfluss von allgemeinem und spezifischem Humankapital auf die Unternehmensgründung
4.4.2 Relevanz von allgemeinem und spezifischem Humankapital für unternehmerischen Erfolg
4.5 Sozialkompetenz
4.5.1 Einfluss der Sozialkompetenz auf die Unternehmensgründung
4.5.2 Relevanz von Sozialkompetenz für unternehmerischen Erfolg
4.6 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse in tabellarischer Form
5. Schluss
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die spezifischen Eigenschaften zu identifizieren, die erfolgreiche Entrepreneure auszeichnen. Es wird untersucht, ob bestimmte persönliche Merkmale sowohl den Prozess der Unternehmensgründung positiv beeinflussen als auch zur Steigerung des unternehmerischen Erfolgs beitragen, um eine Lücke in der bisherigen Forschung zu schließen.
4.1.1 Einfluss der Risikoneigung auf die Unternehmensgründung
Für Entrepreneure ist Risiko unvermeidlich, aber sie konzentrieren sich auf maßgebende Ergebnisse und sind bereit dafür viel mehr Verantwortung auf sich zu nehmen, während andere sich mehr auf das Risiko konzentrieren und solche Situationen meiden (Markman und Baron, 2003). Entrepreneure empfinden Risiko anders und reagieren auch anders auf Risiko als Nicht-Entrepreneure (Busenitz, 1999). Dennoch gibt es wenig empirische Literatur die diese Aussage stützt (Busenitz, 1999). Ein Teil der Autoren sind daher zu dem Schluss gekommen, dass es hinsichtlich der Risikoneigung keinen Unterschied zwischen Entrepreneuren und Nicht-Entrepreneuren gebe. Brockhaus (1980) fand keinen statistischen Unterschied, der beweist, dass Entrepreneure ein anderes Risikopräferenzschema aufweisen als Manager, was zu dem Paradoxon führt, dass Entrepreneure trotz keines auffallenden, empirisch belegten Unterschiedes bezüglich der Risikoneigung, dennoch dazu tendieren durch die Unternehmensgründung mehr Risiko auf sich zu nehmen (Busenitz, 1999).
Für dieses Paradoxon gehen verschiedene Erklärungen aus der Literatur hervor. Entrepreneure müssen nicht zwangsläufig zu riskanteren Situationen neigen. Dies resultiert oft von einem sogenannten „Rose Garden View“, der sie dazu verleitet die Situationen positiver einzuschätzen, indem sie sich auf eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen positiven Ausgang konzentrieren und diesen Empfindungen entsprechend handeln (Palich und Ray Bagby, 1995). Entrepreneure haben die Veranlagung Situationen kognitiv eher positiv zu kategorisieren. Diese Sichtweise zeigt, warum manche Entrepreneure bereit sind ein übermäßiges Risiko einzugehen. Wenn man diesen Mechanismus genauer betrachtet, kann man feststellen, dass manche Entrepreneure in ihrem Entscheidungsfindungsprozess dazu tendieren, sich mehr von Neigungen und Heuristiken leiten zu lassen und so das Risiko teilweise nicht völlig beachtet wird. In diesem Kontext werden unter Neigungen und Heurisiken Entscheidungsregeln verstanden, das heißt kognitive Mechanismen und subjektive Meinungen, die den Betroffenen im Entscheidungsfindungsprozess, besonders in unsicheren, komplexen Situationen, unterstützen. Der übermäßige Gebrauch von diesem Entscheidungsschema nach Neigungen und Heuristiken hilft sehr gut die riskanten Entscheidungen der Entrepreneure zu verstehen. Ihr Wille aus gemachten Erfahrungen zu generalisieren und ihr Selbstbewusstsein führen zu ihrem Entschluss, dass sie die anvisierte Hürde überwinden können. Entrepreneure können also dazu neigen, mehr Risiko auf sich zu nehmen, weil sie durch ihre kognitive Veranlagung während des Entscheidungsprozesses weniger Risiko empfinden. Der Unterschied ist demnach nicht die Risikoneigung, die Entrepreneure von anderen Menschen unterscheidet, sondern die Art und Weise wie sie Risiko empfinden und darüber denken. (Busenitz, 1999; Palich und Ray Bagby, 1995)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung von Entrepreneuren für die Wirtschaft und stellt die Forschungsfrage nach den Eigenschaften erfolgreicher Gründer.
2. Perspektiven der Forschung – ein Literaturüberblick: Dieses Kapitel gibt einen generellen Überblick über den Forschungsstand und beleuchtet die Diskussion, ob sich Entrepreneure in ihren Eigenschaften von anderen Menschen unterscheiden.
3. Theoretischer Rahmen zu erfolgreichem Entrepreneurship: Hier werden zentrale Begriffe wie Entrepreneurship, Unternehmensgründung und unternehmerischer Erfolg definiert, um ein Fundament für die anschließende Analyse zu legen.
4. Eigenschaften von erfolgreichen Entrepreneuren: Im Hauptteil der Arbeit werden sechs spezifische Eigenschaften hinsichtlich ihres Einflusses auf die Gründung und ihren Beitrag zum unternehmerischen Erfolg detailliert analysiert.
5. Schluss: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, würdigt diese kritisch und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungspotentiale.
Entrepreneurship, Unternehmensgründung, Unternehmertum, Risikoneigung, Selbstwirksamkeit, Kontrollüberzeugung, Leistungsmotivation, Humankapital, Sozialkompetenz, unternehmerischer Erfolg, Sozialkapital, Entscheidungsverhalten, Management, Persönlichkeitsmerkmale, Wirtschaftspsychologie
Die Arbeit untersucht, welche spezifischen Eigenschaften erfolgreiche Gründer von anderen Menschen unterscheiden und welchen Einfluss diese Merkmale auf den Erfolg eines Unternehmens haben.
Die zentralen Felder sind die Identifizierung und Nutzung von Marktchancen, das unternehmerische Risikoverhalten sowie psychologische Faktoren und Kompetenzen des Gründers.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Frage, welche besonderen Eigenschaften erfolgreiche Entrepreneure auszeichnen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender empirischer Studien basiert.
Im Hauptteil werden sechs spezifische Eigenschaften – Risikoneigung, Kontrollüberzeugung, Selbstwirksamkeit, Leistungsmotivation, Humankapital und Sozialkompetenz – auf ihre Bedeutung für die Gründung und den unternehmerischen Erfolg geprüft.
Die wichtigsten Schlagworte sind Entrepreneurship, unternehmerischer Erfolg, Gründungseigenschaften, Humankapital, Sozialkompetenz und Leistungsmotivation.
Nein, laut der Analyse kann Risikoneigung nicht als ausschließliche Eigenschaft erfolgreicher Entrepreneure gelten, da sich kein direkter positiver Zusammenhang zwischen Risikoeinstellung und langfristigem Erfolg nachweisen lässt.
Insbesondere spezifisches Humankapital, wie gründungs- und managementbezogene Erfahrungen, zeigt einen starken positiven Einfluss auf das Wachstum und die Performance von Startups.
Sozialkompetenz umfasst Fähigkeiten wie Überzeugungskraft und soziale Wahrnehmung, die entscheidend sind, um Sozialkapital aufzubauen und so den Zugang zu notwendigen Ressourcen und Kooperationen zu sichern.
Selbstwirksamkeit ist ein signifikanter Erfolgsfaktor, da sie den Glauben des Entrepreneurs stärkt, auch schwierige Herausforderungen und unsichere Situationen erfolgreich meistern zu können.
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