Masterarbeit, 2017
80 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einstieg
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Die deutsche Elektrizitätswirtschaft
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Rechtliche Rahmenbindungen
2.2.1 Energiewirtschaftsgesetz - EnWG
2.2.2 Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG
2.2.3 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz - KWKG
2.2.4 Konzessionsabgabenverordnung - KAV
2.2.5 Stromnetzentgeltverordnung - StromNEV
2.2.6 Stromsteuergesetz - StromStG
2.3 Struktur des deutschen Strommarkts
2.4 Stromerzeugung und -übertragung
2.4.1 Stromerzeugung
2.4.2 Übertragungs- und Verteilnetz
3 Grundlagen des Stromhandels
3.1 Besonderheiten Strom
3.2 Terminologie
3.3 Marktteilnehmer im Stromhandel
3.4 Bilanzierung von Handelsgeschäften
3.5 Ausgleich von Marktungleichgewichten mit Regelenergie
3.6 Strompreis
3.6.1 Preisbildung am Großhandelsmarkt
3.6.2 Volatilität des Strompreises
3.6.3 Bestandteile des Strompreises für Endverbraucher
4 Börslicher Stromhandel
4.1 Übersicht
4.2 Entwicklung der EEX
4.3 Struktur der EEX-Gruppe
4.4 Terminmarkt
4.4.1 Börsenorgane
4.4.2 Börsenteilnehmer
4.4.3 Produkte
4.4.3.1 Futures
4.4.3.2 Optionen
4.4.3.3 Spreads
4.4.3.4 Swaps
4.5 Spotmarkt
4.5.1 Börsenorgane
4.5.2 Börsenteilnehmer
4.5.3 Produkte
4.5.3.1 Day-Ahead-Markt
4.5.3.2 Intraday-Markt
4.6 Handel von Herkunftsnachweisen
4.7 European Commodity Clearing AG
5 OTC-Handel
5.1 Unterscheidung Handels- und Brokermarkt
5.2 Vertragliche Grundlagen
5.3 Handelsprodukte
6 Strategische Strombeschaffung
6.1 Grundlagen Stromeinkauf
6.1.1 Stellenwert der Strombeschaffung im Unternehmen
6.1.2 Lastgang
6.1.3 Vertragsgrundlagen
6.2 Strombeschaffungsmodelle
6.2.1 Stichtagsbeschaffung
6.2.2 Indexbeschaffung
6.2.3 Tranchenbeschaffung
6.2.4 Portfoliomanagement
6.2.5 Spotmarktbeschaffung
6.2.6 Eigenerzeugung
6.3 Grünstrombeschaffung
6.4 Risikomanagement
6.4.1 Risiken im Stromhandel
6.4.2 Risikomanagementprozess und -steuerung
6.5 Outsourcen der Strombeschaffung
6.6 Auswahl der passenden Strombeschaffungsstrategie
6.6.1 Vorüberlegungen
6.6.2 Make-or-buy Entscheidung der Strombeschaffung
6.6.3 Auswahl des Beschaffungsmodells
6.7 Ausschreibung
6.8 Energieeffizienz
7 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, Einkäufer kleiner und mittelständischer Unternehmen in die Grundlagen des Stromhandels am Großhandelsmarkt einzuführen. Sie soll als Entscheidungshilfe dienen, um eine ganzheitliche und strukturierte Strombeschaffungsstrategie zu entwickeln und erfolgreich in die Unternehmenspraxis zu integrieren.
3.1 Besonderheiten Strom
Strom und dessen Handelsmarkt besitzen aufgrund der besonderen Eigenschaften und Notwendigkeiten der Handelsware Strom einige Besonderheiten, welche zu berücksichtigen sind. Diese Eigenschaften sind die Nichtspeicherbarkeit, Homogenität, Leitungsgebundenheit, das Quasimonopol bei der Anwendung sowie die geringe Preiselastizität.
Elektrizität ist im großen Maßstab noch nicht wirtschaftlich speicherbar. Das bedeutet, dass die Energieproduktion zu jedem Zeitpunkt der Nachfrage entsprechen muss.32 Eine Lagerhaltung ist nicht möglich, weshalb sich die Kapazität der Erzeugungsanlagen an der höchsten zu erwartenden Belastung plus einer notwendigen Reserve für ungeplante Kapazitätsausfälle orientieren muss.33 Da Strom weitestgehend als unverzichtbares Grundgut angesehen wird und ohne die verlässliche Versorgung mit Strom unternehmerisches Handeln nicht vorstellbar ist, wird der Versorgungssicherheit ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt.34
Strom ist eine homogene Ware, jede kWh ist gleich und es findet keine Unterscheidung nach Erzeugungsort oder Erzeugungsart statt.35 Die Kaufentscheidung wird demnach allein vom Preis bestimmt. In der Elektrizitätswirtschaft ist es allerdings möglich, Grünstromzertifikate, sogenannte Herkunftsnachweise (HKN), zu kaufen, welche aber getrennt von der eigentlichen Stromlieferung sind.36
Die elektrische Energie kann als „lokale“ Energie bezeichnet werden. Da beim Transport Leitungsverluste auftreten, hat ein Handel über große Entfernungen, wie beispielsweise bei Öl oder Gas, technische und wirtschaftliche Grenzen.33
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz einer strukturierten Strombeschaffung für Unternehmen und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie deren Aufbau.
2 Die deutsche Elektrizitätswirtschaft: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung, rechtliche Rahmenbedingungen (wie EnWG, EEG, KWKG) sowie die Marktstruktur und -teilnehmer.
3 Grundlagen des Stromhandels: Hier werden die besonderen Eigenschaften von Strom als Handelsware sowie die grundlegende Terminologie, Marktteilnehmer und Preisbildungsmechanismen dargelegt.
4 Börslicher Stromhandel: Dieses Kapitel behandelt detailliert die Strukturen der EEX-Gruppe, die Termin- und Spotmärkte sowie die dort gehandelten Produkte.
5 OTC-Handel: Es wird die Abgrenzung zum börslichen Handel, die Bedeutung von Rahmenverträgen (EFET) und die gehandelten außerbörslichen Produkte erläutert.
6 Strategische Strombeschaffung: Der Hauptteil analysiert Strombeschaffungsmodelle, Risikomanagement-Prozesse, Outsourcing-Möglichkeiten und Schritte zur Ausschreibung und Energieeffizienz.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der Materie zusammen und betont die Notwendigkeit unternehmensinternen Know-how-Aufbaus für eine erfolgreiche Beschaffungsstrategie.
Strombeschaffung, Stromhandel, EEX, EPEX SPOT, Energiewirtschaft, Beschaffungsstrategie, Terminmarkt, Spotmarkt, Risikomanagement, Energieeffizienz, Strompreis, Strommix, Herkunftsnachweise, Lastgang, Ausschreibung.
Die Masterarbeit befasst sich mit dem Stromhandel in Deutschland und analysiert, wie Unternehmen diese Erkenntnisse für eine strategische und strukturierte Strombeschaffung nutzen können.
Zentrale Themen sind die deutsche Elektrizitätswirtschaft, die Funktionsweise der Strombörsen (EEX/EPEX SPOT), der OTC-Handel sowie Methoden und Modelle für den strategischen Stromeinkauf.
Das Ziel ist es, dem Leser Hintergrundwissen zum Stromhandel am Großhandelsmarkt zu vermitteln, um darauf aufbauend Beschaffungsmodelle zu verstehen und in einer ganzheitlichen Strombeschaffungsstrategie anzuwenden.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse, der Auswertung von Studien und der Darstellung von Marktmechanismen zur Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen für Unternehmenseinkäufer.
Im Hauptteil werden der börsliche und außerbörsliche Stromhandel im Detail beleuchtet sowie verschiedene Modelle (Stichtags-, Index-, Tranchenbeschaffung, Portfoliomanagement) und Aspekte wie Risikomanagement und Ausschreibungsprozesse bewertet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Strombeschaffung, Stromhandel, EEX, Energiewirtschaft und Beschaffungsstrategie charakterisiert.
Der Lastgang ist das preisbestimmende Merkmal, da er den individuellen Energiebedarf eines Unternehmens abbildet; eine Optimierung durch Datenanalyse kann erhebliche Einsparungen bei Netzentgelten und Umlagen erzielen.
Da Strompreise volatil sind und durch vielfältige Faktoren (Wetter, Politik, Kosten der Erzeugung) schwanken, schützt ein systematisches Risikomanagement das Unternehmen vor negativen Preisabweichungen und Budgetüberschreitungen.
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