Examensarbeit, 2012
119 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1. Entstehungsgeschichte
1.1 Der Bukolische Roman von Longus: Daphnis und Chloé
1.2 Entstehung und Hintergrund des Werkes
1.3 Bedeutung und Einfluss Diaghilews und der Ballets russes
1.4 Daphnis et Chloé im Kontext des musikalischen Schaffen von Ravel
2. Analyse
2.1 Besonderheiten der Instrumentierung
2.2 Kompositorischer Aufbau ausgewählter Passagen
2.3 Naturdarstellungen
2.4 Exotik
2.5 Masken und Tanz
3. Vergleichende Ballettkomposition: le Sacre du printemps
3.1 Vorgeschichte/ Entstehung des Werkes
3.2 Ablauf
3.3 Vergleich und Bedeutung der Rhythmik in beiden Werken
3.4 Exotische Elemente in beiden Werken
3.5 Naturdarstellungen in beiden Werken
3.6 Orchesterbehandlung und Instrumentation im Vergleich
3.7 Zur Choreographie
3.8 Fazit
4. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Ballett Daphnis et Chloé von Maurice Ravel im Kontext der Kunstszene des frühen 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, die spezifischen Einflüsse auf Ravel während der Entstehungsphase zu analysieren, seine kompositorische Herangehensweise in Bezug auf Instrumentierung und Naturdarstellung herauszuarbeiten und das Werk in einen vergleichenden Kontext zu Igor Strawinskys Le Sacre du printemps zu setzen, um die unterschiedlichen ästhetischen Ansätze der beiden Komponisten zu verdeutlichen.
Einleitung
Listening to it, one simply stunned by this dazzling blinding sense of colour mointing and then breaking, like some huge wave.1
Mit diesen Worten beschreibt Simon Rattle Maurice Ravels Daphnis et Chloé. Dieser erste spontane Eindruck des Dirigenten macht bereits deutlich, dass es sich um ein beachtenswertes Werk handelt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Musikgeschichte von einem stetigen Wandel geprägt. Während die Musik in vielen Bereichen wie der Melodik, der Harmonik oder der Rhythmik entscheidende Veränderungen erfuhr, kam der Aspekt der Klangfarbe entscheidend um die Wende zum 20. Jahrhundert zur Geltung. Letzterer konnte sich als eigenständiges Kompositionselement in der Musik etablieren. Ihm wird nicht mehr die Aufgabe des bloßen Kolorierens zu Teil, sondern wird zu einem maßgeblichen Träger des Ausdrucks. Zu dieser neuen Denkweise gesellte sich eine neue Eigenart des Orchesterklanges. Das traditionell klassisch-romantische Sinfonieorchesterinstrumentarium wird in all seinen Facetten durch neue Spielarten ausgeschöpft, was sich z.B. durch die neuartige Verwendung der Perkussionsinstrumente zeigt.
Einleitung: Einführung in das Thema und Erläuterung der Relevanz von Ravels Daphnis et Chloé für die Musik des frühen 20. Jahrhunderts.
1. Entstehungsgeschichte: Beleuchtung der literarischen Vorlage durch Longus sowie die bedeutende Rolle von Diaghilew und den Ballets russes bei der Entstehung des Balletts.
2. Analyse: Detaillierte Untersuchung von Instrumentierung, Kompositionstechnik, Naturdarstellungen, Exotik sowie der Bedeutung von Tanz und Maskerade im Werk.
3. Vergleichende Ballettkomposition: le Sacre du printemps: Ein systematischer Vergleich von Ravels Werk mit Strawinskys Le Sacre du printemps hinsichtlich Rhythmik, Instrumentation und choreographischer Ästhetik.
4. Schlusswort: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung des Werkes innerhalb von Ravels Gesamtoeuvre und seine Einordnung in die Musikgeschichte.
Maurice Ravel, Daphnis et Chloé, Ballets russes, Sergei Diaghilew, Michel Fokine, Musik des frühen 20. Jahrhunderts, Impressionismus, Instrumentierung, Naturdarstellung, Exotik, Igor Strawinsky, Le Sacre du printemps, Rhythmik, Orchesterklang.
Die Hausarbeit widmet sich dem Ballett Daphnis et Chloé von Maurice Ravel und analysiert dessen Entstehung, musikalische Charakteristika sowie seinen Stellenwert innerhalb der Musikgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.
Die Arbeit behandelt die Einflüsse der Ballets russes, die spezifische Orchester- und Instrumentierungstechnik Ravels, die Darstellung von Natur und Exotik sowie einen Vergleich mit Strawinskys Le Sacre du printemps.
Ziel ist es, das Werk Daphnis et Chloé in den zeitgeschichtlichen Kontext einzuordnen und die kompositorischen Mittel Ravels zu analysieren, mit denen er neue ästhetische Maßstäbe setzte.
Die Arbeit nutzt eine musikwissenschaftliche Analyse, die sowohl historische Hintergründe und Libretto-Grundlagen als auch eine detaillierte Auswertung von Partiturbereichen und motivischen Strukturen umfasst.
Der Hauptteil analysiert spezifische kompositorische Aspekte wie Instrumentierung, Naturdarstellung und Exotik sowie einen direkten Vergleich zu Strawinskys Sacre du printemps.
Die wichtigsten Begriffe sind Maurice Ravel, Daphnis et Chloé, Ballets russes, Instrumentierung, Naturdarstellung, Exotik und Rhythmik.
Ravel war mit der Inszenierung durch Fokine und den Bühnenbildern von Leon Bakst meist unzufrieden, da er das Gefühl hatte, die visuelle Umsetzung würde seiner musikalischen Vision nicht gerecht.
Obwohl beide Werke kurz hintereinander entstanden, zeigen sie sehr unterschiedliche Ansätze zur Erneuerung der Balletmusik – Ravel bleibt stärker impressionistisch verwurzelt, während Strawinsky radikal mit traditionellen rhythmischen Strukturen bricht.
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