Bachelorarbeit, 2017
63 Seiten, Note: 1,3
1 Motivation
2 Abgrenzung
3 Methodisches Vorgehen
4 Literaturanalyse und Diskussion
4.1 Didaktische Ziele des Lerntagebuchs
4.2 Tatsächliche Wirkungen des Lerntagebuchs
4.3 Handlungsempfehlungen für die Arbeit mit Lerntagebüchern
5 Analyse: Wirkungen des Lerntagebuchs im Seminar „Schlüsselqualifikationen 1“
6 Schlussfolgerungen und Ausblick
7 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht das Lerntagebuch als didaktisches Mittel zur Förderung von Reflexionsfähigkeit und selbstgesteuertem Lernen bei Akademikern und angehenden Führungskräften. Ziel ist es, durch eine State-of-the-Art-Literaturstudie didaktische Ziele, tatsächliche Wirkungen und Handlungsempfehlungen zu systematisieren und durch eine qualitative Analyse von Lerntagebucheinträgen eines Seminars zu ergänzen.
1 Motivation
„Die Beschäftigung mit uns selbst ist Fluch und Segen zugleich: Quell der Freude einerseits, wie schon Narziss wusste, großes Leid andererseits, wenn wir schmerzlich eigene Irrwege erkennen müssen“ (Gasche 2016).
Mit dieser Aussage möchte der Executive-Coach und Managementberater Ralf Gasche auf ein aktuelles Problem aufmerksam machen, welches bei Führungskräften in Unternehmen häufig zu finden ist – mangelnde Selbstreflexion! Dabei folgt laut Gasche (2016) gerade aus mutiger und konsequenter Selbstreflexion schließlich die persönliche Weiterentwicklung, ein Charakterzug, den das Führungspersonal egal welcher Managementebene unbedingt entdecken muss, um im Berufsalltag bestehen zu können.
Darüber hinaus nimmt insbesondere in unserer heutigen Informationsgesellschaft das selbstgesteuerte bzw. selbstorganisierte Lernen einen hohen Stellenwert ein (Sembill et al. 2001, S. 257). Dabei sollte schon bei der Ausbildung zukünftiger Führungskräfte angesetzt werden. Nicht mehr nur die reine Wissensvermittlung steht im Fokus der Ausbildung, sondern auch die Förderung von Kreativität, Flexibilität und Problemlösefähigkeiten sowie dem Mut zur Übernahme von Selbstverantwortung (Sembill et al. 2001, S. 257). Je komplexer berufliche Problemstellungen und die Eigenverantwortlichkeit der Beteiligten werden, desto wichtiger wird die persönliche Auseinandersetzung mit der Problemstellung, um letztendlich die Probleme zu bewältigen und mit eigenständigem Engagement zu lernen (Sembill et al. 2001, S. 258).
1 Motivation: Dieses Kapitel thematisiert die Bedeutung der Selbstreflexion für angehende Führungskräfte und führt das Lerntagebuch als Instrument zur Förderung selbstgesteuerten Lernens ein.
2 Abgrenzung: Hier werden grundlegende Begriffe wie Reflexion, reflexive Praxis und Selbstreflexion definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen bei der Literaturrecherche und der anschließenden qualitativen Analyse der Lerntagebucheinträge.
4 Literaturanalyse und Diskussion: Hier werden die Ergebnisse der Literaturrecherche zu Zielen, Wirkungen und Handlungsempfehlungen für Lerntagebücher systematisch kategorisiert und diskutiert.
5 Analyse: Wirkungen des Lerntagebuchs im Seminar „Schlüsselqualifikationen 1“: Dieses Kapitel präsentiert die qualitative Auswertung der im Seminar entstandenen Lerntagebucheinträge und vergleicht diese mit den Ergebnissen der Literaturanalyse.
6 Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Lerntagebuchs in der Unternehmenspraxis.
7 Literaturverzeichnis: Auflistung aller in der Bachelorarbeit verwendeten Quellen.
Lerntagebuch, Selbstreflexion, selbstgesteuertes Lernen, Führungskräfteentwicklung, Hochschuldidaktik, Reflexionsfähigkeit, Lerntransfer, Kompetenzentwicklung, Feedback, Metakognition, Weiterbildung, Handlungsempfehlungen, Schlüsselqualifikationen, Lernprozess, Lehrevaluation.
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Lerntagebüchern als didaktisches Werkzeug, um die Reflexionsfähigkeit und das selbstgesteuerte Lernen von Akademikern und Führungskräften gezielt zu fördern.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Zielsetzungen beim Einsatz von Lerntagebüchern, die empirisch belegten Wirkungen auf Lernende und konkrete Empfehlungen zur praktischen Gestaltung.
Das Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis darüber zu gewinnen, wie Lerntagebücher in der universitären Ausbildung und der Unternehmenspraxis eingesetzt werden können, um die Selbstreflexion nachhaltig zu steigern.
Der Autor führt zunächst eine systematische State-of-the-Art-Literaturstudie durch und ergänzt diese durch eine qualitative Analyse von Lerntagebucheinträgen aus dem Seminar „Schlüsselqualifikationen 1“.
Der Hauptteil analysiert didaktische Ziele, identifizierte Wirkungen (positive wie negative) und erarbeitet Handlungsempfehlungen, wobei insbesondere auf die Diskrepanz zwischen bloßer Dokumentation und tiefer Reflexion eingegangen wird.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Lerntagebuch, Selbstreflexion, selbstgesteuertes Lernen, Reflexionstiefe und Handlungsempfehlungen beschreiben.
Angesichts komplexer beruflicher Anforderungen wird das Lerntagebuch als Mittel gesehen, um bei Führungskräften eine strukturierte Reflexion und eigenverantwortliches Lernen zu erzwingen, was deren berufliche Entwicklung fördert.
Prompts oder Leitfragen dienen dazu, die Reflexionstiefe der Lernenden zu erhöhen und den Schreibprozess von reiner Inhaltswiedergabe hin zu metakognitiven Erkenntnissen zu lenken.
Eine große Herausforderung ist die Skepsis der Lernenden gegenüber der Methode, da diese oft als ungewohnt, zeitaufwendig oder als „Beschäftigungstherapie“ empfunden wird, sofern keine klare Anleitung und Sinnstiftung erfolgt.
Das Lerntagebuch wurde hier sehr positiv aufgenommen und führte zu einer deutlichen Steigerung des subjektiven Lernerfolgs, der Selbstreflexion und der Motivation, was die Wirksamkeit bei richtiger didaktischer Begleitung bestätigt.
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