Bachelorarbeit, 2017
53 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Liquidität
2.1.2 Management
2.1.3 Liquiditätsmanagement
2.1.4 Krankenhaus
2.2 Einordnung und Abgrenzung des Liquiditätsmanagements
2.3 Ziele des Liquiditätsmanagements
2.3.1 Das betriebswirtschaftliche Liquiditätsproblem
2.3.2 Aufgaben des Liquiditätsmanagements
3. DARSTELLUNG DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS IM KRANKENHAUS
3.1 Liquiditätsplanung im Krankenhaus
3.1.1 Grundlagen der Liquiditätsplanung im Krankenhaus
3.1.2 Durchführung der Liquiditätsplanung im Krankenhaus
3.1.3 Plan-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
3.1.4 Plan-Cashflow aus Investitionstätigkeit
3.1.5 Plan-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:
3.1.6 Plananpassungen
3.2 Liquiditätsdisposition im Krankenhaus
3.2.1 Grundlagen der Liquiditätsdisposition im Krankenhaus
3.2.2 Durchführung der Liquiditätsdisposition im Krankenhaus
3.3 Liquiditätskontrolle im Krankenhaus
3.3.1 Grundlagen der Liquiditätskontrolle im Krankenhaus
3.3.2 Bilanzanalyse
3.3.3 Cashflow-Analyse
3.3.4 Plan-Ist-Vergleich
3.4 Zahlungsstromgestaltung im Krankenhaus
4. ANALYSE DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS IM KRANKENHAUS
4.1 Liquiditätsbezogene Herausforderungen im Krankenhaus
4.1.1 Eingeschränkter Gestaltungsspielraum im Rahmen der Liquiditätsplanung
4.1.2 Fördermittelmangel bei gleichzeitigem Investitionsstau
4.1.3 Hohes Forderungsvolumen durch schlechte Zahlungsmoral der Kostenträger
4.2 Liquiditätsoptimierung durch Forderungsmanagement
4.2.1 Grundlagen des Forderungsmanagements
4.2.2 MDK-Management
4.2.3 Factoring
4.2.4 Forfaitierung
4.3 Liquiditätsoptimierung durch Verbindlichkeitenmanagement
4.4 Liquiditätsoptimierung durch Kostenreduktion
5. FAZIT UND SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Bachelor-Thesis untersucht das Liquiditätsmanagement im Krankenhaus mit dem Ziel, Methoden zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit und zur Optimierung der Liquidität unter den spezifischen regulatorischen Rahmenbedingungen des Gesundheitssektors aufzuzeigen.
3.1.2 Durchführung der Liquiditätsplanung im Krankenhaus
Ausgangspunkt der Planung ist der Anfangsbestand liquider Mittel, auch als Finanzmittelfonds bezeichnet. Dieser ist als der Liquiditätsstatus zu Beginn der Planungsperiode zu verstehen. Er ergibt sich aus der Bilanz zu Beginn der Planung und stellt die Schnittstelle von den Ist-Daten zu den Plandaten dar. Er enthält alle liquiden Mittel, die kurzfristigen Verbindlichkeiten, Darlehen, Finanzanlagen und alle liquiditätsnahen Bilanzposten zu Beginn der Planung.
Die Planung gleicht einer prospektiven Kapitalflussrechnung. Diese berücksichtigt alle anfallenden Zahlungsströme der Planungsperiode und ermittelt so den Kapitalbedarf. Die Zahlungsströme – auch Cashflows genannt – werden dabei üblicherweise in die folgenden Bereiche eingeteilt:
Laufende Geschäftstätigkeit
Investitionstätigkeit
Finanzierungstätigkeit
Die Cashflows werden, wie nachfolgendend noch dargestellt, separat aus der jeweiligen Unternehmensplanung abgeleitet und anschließend zu einer Gesamtschau saldiert. Darauf aufbauend ergibt sich folgende Grundstruktur des Liquiditätsplans:
1. EINLEITUNG: Die Einleitung betont die existenzielle Bedeutung der Liquidität für Unternehmen nach dem Motto "Cash is king" und überträgt diese Problematik auf das Krankenhauswesen, das mit spezifischen Herausforderungen wie pauschalisierenden Entgeltsystemen und Investitionsstau konfrontiert ist.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Liquidität, Management und Krankenhaus und ordnet das Liquiditätsmanagement als operativen Teilbereich des Finanzmanagements ein, wobei der Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Rentabilität im Mittelpunkt steht.
3. DARSTELLUNG DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS IM KRANKENHAUS: Hier werden die konkreten Instrumente des Liquiditätsmanagements – Planung, Disposition, Kontrolle und Zahlungsstromgestaltung – detailliert erläutert und ihre Anwendung im Krankenhausumfeld beschrieben.
4. ANALYSE DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS IM KRANKENHAUS: Dieses Kapitel analysiert spezifische Herausforderungen wie eingeschränkte Handlungsspielräume und schlechte Zahlungsmoral der Kostenträger und leitet daraus Ansätze zur Optimierung durch Forderungs-, Verbindlichkeiten- und Kostenmanagement ab.
5. FAZIT UND SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Liquiditätsmanagements, das über die Finanzebene hinaus in der gesamten Krankenhausorganisation verankert sein muss, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Liquiditätsmanagement, Krankenhaus, Zahlungsfähigkeit, Cashflow, Liquiditätsplanung, Liquiditätsdisposition, Liquiditätskontrolle, Forderungsmanagement, MDK-Management, Factoring, Forfaitierung, Verbindlichkeitenmanagement, Kostenreduktion, Krankenhausfinanzierung, Working Capital
Die Arbeit behandelt das Management der Liquidität in Krankenhäusern, welches darauf abzielt, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen und gleichzeitig einen optimalen Bestand an liquiden Mitteln zu halten.
Die zentralen Themen umfassen die Liquiditätsplanung, die tägliche Liquiditätsdisposition, die Liquiditätskontrolle sowie Methoden zur aktiven Optimierung der Liquiditätssituation durch Forderungs- und Verbindlichkeitenmanagement.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Krankenhäuser ihre Liquidität trotz der spezifischen regulatorischen Rahmenbedingungen des dualen Finanzierungssystems aktiv beeinflussen und steuern können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung der betriebswirtschaftlichen Grundlagen und einer anschließenden Analyse und Darstellung der Anwendung dieser Konzepte spezifisch auf den Krankenhausbetrieb.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der Instrumente des Liquiditätsmanagements und eine tiefergehende Analyse der krankenhausspezifischen Herausforderungen sowie der Optimierungsmöglichkeiten.
Wichtige Begriffe sind Liquiditätsmanagement, Krankenhaus, Cashflow, Forderungsmanagement, MDK-Management, Factoring, Forfaitierung und Verbindlichkeitenmanagement.
Der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) ist ein zentraler Akteur, dessen Prüfverfahren als wesentlicher Grund für Zahlungsverzögerungen der Kostenträger identifiziert werden, was ein strukturiertes MDK-Management notwendig macht.
Factoring ermöglicht eine schnelle Kapitalfreisetzung aus Forderungen gegenüber gesetzlichen Krankenkassen und kann somit akute Liquiditätsengpässe überbrücken, wobei das Ausfallrisiko bei diesen Schuldnern als sehr gering eingestuft wird.
Das duale Prinzip besagt, dass Investitionskosten durch Fördermittel der Bundesländer finanziert werden, während die Betriebskosten über die Umsatzerlöse aus der stationären Behandlung zu decken sind.
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