Bachelorarbeit, 2016
47 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Notwendigkeit eines Rechnungslegungs-Enforcements
2.2 Darstellung und Funktionsweise des deutschen Enforcement-Verfahrens
2.3 Fehlerveröffentlichungsverfahren
3. Aktueller Forschungsstand
3.1 Empirische Befunde zum deutschen Enforcement-Verfahren
3.2 Sonstige empirische Befunde und Hypothesenformulierung
4. Methodik und Ergebnisse
4.1 Datenbeschreibung
4.2 Differenzierung und Erweiterung des Samples
4.3 Deskriptive Analyse
4.4 Untersuchung des Wechsels der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
4.4.1 Ergänzende Datenerhebung
4.4.2 Durchführung
4.4.3 Ergebnisse
4.5 Honorarvergleich des Fehlerjahres und des Wechseljahres
4.5.1 Ergänzende Datenerhebung
4.5.2 Durchführung
4.5.3 Ergebnisse
5. Fazit
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Limitationen
6. Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern eine festgestellte fehlerhafte Rechnungslegung durch die DPR oder BaFin Unternehmen zu einem Wechsel der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft veranlasst und welche Auswirkungen dieser Wechsel auf die gezahlten Prüfungshonorare hat.
4.4.2 Durchführung
Zunächst wurde sich damit befasst, wie der genaue Ablauf der Untersuchung gestaltet werden soll. Die ergänzend erhobenen Daten wurden direkt in das auf 160 Einheiten angepasste Sample, im Folgenden Ursprungssample genannt, eingefügt, für jede Information wurde das Sample um eine Spalte erweitert.
Zunächst wurde eine Spalte ergänzt, in welcher die Information eingetragen werden sollte, ob überhaupt ein Wechsel der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stattgefunden hatte oder nicht. Wenn dies nicht der Fall war, so war die Untersuchung für das jeweilige Unternehmen beendet, anderenfalls wurde weiter differenziert.
Bei stattgefundenem Wechsel wurde im nächsten Schritt eingetragen, wie hoch die Anzahl von Jahren war, nach dem bei fehlerhaften Jahresabschluss der Wechsel stattgefunden hat, ebenso wurde in der nächsten Spalte eingetragen, um welches Kalenderjahr es sich handelte. Hierbei ist nochmals zu betonen, dass nur die vier Abschlussjahre nach dem Abschlussstichtag des Fehlerjahres auf einen Wechsel untersucht wurden.
Darauffolgend wurden zwei Spalten gebildet, in welchen sich die Information befand, von bzw. zu welcher Wirtschaftsprüfungsgesellschaft das jeweilige Unternehmen gewechselt ist. Ergänzend dazu wurde in den darauffolgenden beiden Spalten angegeben, ob es sich bei der neuen bzw. alten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft um ein Big-Four-Unternehmen handelt oder nicht.
1. Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Fehlerfeststellungen durch die DPR bzw. BaFin und deren Einfluss auf den Wechsel der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie auf die Honorarhöhe.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Notwendigkeit des Rechnungslegungs-Enforcements, der Struktur des deutschen Verfahrens und des Ablaufs der Fehlerveröffentlichung.
3. Aktueller Forschungsstand: Überblick über vorhandene empirische Studien zur Effektivität des Enforcement-Verfahrens und Hypothesenbildung für die eigene Untersuchung.
4. Methodik und Ergebnisse: Beschreibung der Datenerhebung, der Sample-Filterung und Darstellung der empirischen Ergebnisse zur Wechselhäufigkeit und Honorarveränderung.
5. Fazit: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse, kritische Würdigung der Forschungsfrage und Aufzeigen von Limitationen der Studie.
6. Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der zentralen Erkenntnisse und Ergebnisse der gesamten Arbeit in Thesenform.
Rechnungslegungs-Enforcement, DPR, BaFin, Fehlerfeststellung, Wirtschaftsprüferwechsel, Big-Four, Prüfungshonorar, Jahresabschluss, Bilanzskandal, Kapitalmarkt, Abschlussqualität, Empirische Analyse, Honorarvergleich, Stichprobenprüfung, Sanktionsmechanismus.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Veröffentlichung fehlerhafter Rechnungslegungsdaten durch die DPR/BaFin und dem nachfolgenden Wechsel der verantwortlichen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Entwicklung der Prüfungshonorare.
Die Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Enforcement-System, der Wechselbereitschaft von Unternehmen nach fehlerhaften Abschlüssen und der ökonomischen Analyse von Prüfungshonoraren.
Das Ziel ist es, Auffälligkeiten bei Unternehmensentscheidungen bezüglich des Wirtschaftsprüfers nach einer Fehlerfeststellung zu identifizieren und zu prüfen, ob ein Wechsel mit einer signifikanten Änderung der Honorarzahlung einhergeht.
Es wird eine deskriptive Auswertung der qualitativen Daten vorgenommen sowie Tests für gepaarte Stichproben (t-Tests und Wilcoxon-Paardifferenztests) zur Honoraranalyse verwendet.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, der Zusammenfassung des Forschungsstandes sowie der detaillierten Beschreibung des Datensatzes, der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung und der Auswertung der Ergebnisse.
Zu den Kernbegriffen gehören Rechnungslegungs-Enforcement, Fehlerfeststellung, Wirtschaftsprüferwechsel, Big-Four-Unternehmen und Prüfungshonorare.
Unternehmen, die bereits im ersten Jahr nach der Fehlerfeststellung wechselten, wurden ausgeschlossen, um sicherzustellen, dass der beobachtete Wechsel tatsächlich im direkten Zusammenhang mit der Fehlerfeststellung steht und nicht auf reguläre Ausschreibungszyklen oder andere Faktoren zurückzuführen ist.
Es zeigte sich, dass Unternehmen nach einem Wechsel tendenziell höhere Honorare zahlen, diese Differenz jedoch statistisch nicht signifikant ist, weshalb die ursprüngliche Hypothese nicht bestätigt werden konnte.
Zu den Limitationen gehören mögliche Verzögerungen bei der Fehlerveröffentlichung, die Vernachlässigung des Zinseffekts bei den Honoraren sowie potenzielle Fehler bei der händischen Datenerhebung und Problematiken bei der Identifikation von Unternehmen durch Fusionen.
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