Studienarbeit, 2016
52 Seiten, Note: 11
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
A. Einleitung
B. Ausgangsfall
C. Güterrechts- und Erbstatut nach nationalem Kollisionsrecht
I. Deutsches Kollisionsrecht
II. Griechisches Kollisionsrecht
III. Zwischenergebnis
D. Das erbrechtliche Viertel des § 1371 I im deutschen Güterrecht
I. Voraussetzungen und Rechtsfolge
II. Die Regelung des pauschalen Zugewinnausgleichs
E. Die Anwendung des § 1371 I bei Fällen mit Auslandsbezug
I. Die Qualifikation des § 1371 I
1. Darstellung des Streitstandes
a) Güterrechtliche Qualifikation
b) Güter- und erbrechtliche Qualifikation
c) Äquivalenzorientierte Lösungsansätze
2. Die Entscheidung des BGH
3. Stellungnahme
II. Die EU-Erbrechtsverordnung
III. Die EU-Güterrechtsverordnung
IV. Substitution
V. Anpassung
1. Die kollisionsrechtliche Lösung
2. Materiellechtliche Lösung
3. Zwischenergebnis
VI. Zwischenergebnis
F. Ansätze zur Problemlösung
I. Europäische Sachrechtsvereinheitlichung
II. Änderung der EU-Verordnungen
III. Deutsche Rechtsänderung
IV. Rechtswahl
G. Fazit
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Anwendung des erbrechtlichen Viertels nach § 1371 I BGB im Kontext von Erbfällen mit internationalem Bezug, insbesondere im Hinblick auf die Qualifikationsproblematik bei kollidierenden Rechtsordnungen und den Einfluss europäischer Verordnungen.
D. Das erbrechtliche Viertel des § 1371 I im deutschen Güterrecht
§ 1371 I gehört im deutschen Recht dem Güterrecht (§§ 1363-1563) an und bestimmt die Regelungen der Vermögensbeziehungen der Ehegatten untereinander. Durch die Art des Güterstandes der Ehe einerseits und die Ordnung erbender Verwandter des Erblassers andererseits wird die Höhe des Erbteils des längstlebenden Ehegatten bestimmt.
Bei der Beendigung des gesetzlichen Güterstandes der Zugewinngemeinschaft ist der erzielte Zugewinn auszugleichen. Der Sinn dieses Ausgleichs liegt in dem Bestreben, die Ehepartner für Hälfte an dem zu beteiligen, was sie während der Ehe erworben haben. In dieser Umgebung normiert § 1371 die Folgen der Auflösung des gesamten Güterstandes beim Tod eines Ehegatten. Der hier relevante 1. Absatz regelt den Ausgleich des Zugewinns durch die Erhöhung des gesetzlichen Erbteils des überlebenden Ehegatten um ein Viertel.
A. Einleitung: Einführung in die Problematik erbrechtlicher Sachverhalte mit Auslandsbezug und die Relevanz von § 1371 I BGB.
B. Ausgangsfall: Darstellung eines konkreten Falls mit griechischem Erbrecht, der die Anwendung der Norm auf die Probe stellt.
C. Güterrechts- und Erbstatut nach nationalem Kollisionsrecht: Analyse der Anknüpfungspunkte im deutschen und griechischen Kollisionsrecht vor dem Hintergrund der EU-Regelungen.
D. Das erbrechtliche Viertel des § 1371 I im deutschen Güterrecht: Untersuchung der Voraussetzungen und des Zwecks der pauschalen erbrechtlichen Lösung des Zugewinnausgleichs.
E. Die Anwendung des § 1371 I bei Fällen mit Auslandsbezug: Zentrale Auseinandersetzung mit der Qualifikation, der BGH-Rechtsprechung und den Auswirkungen der EU-Verordnungen.
F. Ansätze zur Problemlösung: Diskussion potenzieller Reformen durch Sachrechtsvereinheitlichung, Rechtswahl oder nationale Rechtsänderungen.
G. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Qualifikationsproblematik und Ausblick auf die Notwendigkeit einer unionsweiten Harmonisierung.
§ 1371 BGB, Erbrecht, Internationales Privatrecht, Güterstand, Zugewinngemeinschaft, Qualifikation, EU-Erbrechtsverordnung, Kollisionsrecht, Rechtswahl, erbrechtliches Viertel, Auslandsbezug, Erbstatut, Güterstatut, Substitution, Anpassung
Die Arbeit analysiert die rechtlichen Schwierigkeiten, die entstehen, wenn das deutsche gesetzliche Erbrecht bei internationalen Erbfällen mit einem ausländischen Erbrecht kollidiert, insbesondere im Kontext von § 1371 I BGB.
Die zentralen Themen sind das deutsche Güter- und Erbrecht, das Internationale Privatrecht (IPR), die Qualifikation von Rechtsnormen sowie die Auswirkungen europäischer Verordnungen auf nationale Erbfälle.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das erbrechtliche Viertel nach § 1371 I BGB bei Auslandsbezug korrekt qualifiziert und angewendet werden kann, um eine sachgerechte Erbverteilung zu gewährleisten.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse von Gesetzestexten, aktueller Rechtsprechung (insb. BGH) und einschlägiger Literatur basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der Qualifikation des § 1371 I, der Darstellung des BGH-Streitstandes, der Rolle der EU-Erbrechtsverordnung sowie Ansätzen zur Substitution und Anpassung bei kollidierenden Rechtsordnungen.
Neben § 1371 BGB sind Begriffe wie "Kollisionsrecht", "Qualifikation", "Zugewinnausgleich" und "EU-Erbrechtsverordnung" maßgeblich für das Verständnis der Arbeit.
Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Norm Elemente sowohl des Güterrechts als auch des Erbrechts enthält, was bei internationalem Bezug dazu führen kann, dass verschiedene nationale Rechtsordnungen nicht harmonisch ineinandergreifen.
Der Autor stuft die Entscheidung des BGH als grundsätzlich richtig ein, da sie für Rechtssicherheit sorgt, weist jedoch darauf hin, dass sie die grundlegende Problematik der Kollision zwischen verschiedenen Rechtsordnungen nicht vollständig löst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

