Bachelorarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Bedeutung des Bioethanols für Brasilien
2.1 Agrarökonomische Ausgangssituation
2.2 Das „Proalcool“-Programm von 1975
2.3 Verwendung von Bioethanol im brasilianischen Automobilsektor
2.4 Bioethanol und Rohöl: eine Gegenüberstellung
3 Empirische Analyse
3.1 Darstellung der Stichprobe
3.2 Umsetzung der Stichprobe
3.2.1 Variablen und Parameter
3.2.2 Angewandte Analysemethoden und ihre Bedingungen
3.3 Relative Preise
3.3.1 Verhältniszahlen Zucker zu Rohöl
3.3.2 Verhältniszahlen Bioethanol-Preise zu Rohölpreis
3.3.3 Saisonale Einflüsse auf den Ethanol- und Rohölpreis
3.3.4 Grafischer Vergleich Zuckerpreis vs. Zuckerrohrpreis
3.4 Regressionsanalyse
3.4.1 Produktion Bioethanol – Produktion Zuckerrohr, Zuckerpreis, Rohölpreis
3.4.1.1 Produktion Bioethanol – Produktion Zuckerrohr, Zuckerpreis
3.4.1.2 Produktion Bioethanol – Zuckerpreis, Rohölpreis
3.4.2 Produktion Bioethanol – Rohölpreis
3.4.3 Absatz von Ethanol- und FFV-PKW – Ethanolpreis, Rohölpreis
3.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Fazit und Schlusswort
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob Bioethanol in Brasilien langfristig als ökonomischer Rohölersatz fungieren kann. Ziel ist es, durch eine qualitative empirische Analyse der maßgeblichen ökonomischen Faktoren festzustellen, welche Elemente für eine solche Substitution entscheidend sind und inwiefern brasilianische Daten diese Hypothese stützen.
2.2 Das „Proalcool“-Programm von 1975
Am 14. November 1975 wurde mit dem Erlass des Dekrets 76.593 das sog. „Proalcool“-Programm gestartet, welches den Grundstein für die Entwicklung des Bioethanols in Brasilien in den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten legen sollte (Lehtonen, 2007, S. 9). Grund der Verabschiedung des Programms war die erste Ölkrise 1973; es wurde nach der zweiten Ölkrise 1979 stark ausgeweitet: „Treibende Faktoren waren die Abhängigkeit von fossiler Energie und der damit verbundene hohe Deviseneinsatz für Rohöl sowie die Überproduktion an Zuckerrohr, für die ein neuer Absatzmarkt geschaffen werden sollte (Henke, 2005, S. 9).“
Darüber hinaus sollte das Programm sozioökonomischen Zwecken dienen. Die Reduzierung regionaler, sozialer, einkommensbasierter Ungleichheiten, insbesondere in ländlicheren Gebieten und die Stärkung des Agrarsektors wurden als ausdrückliche Zielsetzungen formuliert. Die hohen Rohölpreise belasteten insbesondere den Automobil- und Transportsektor, der im Mittelpunkt des Programms stand. Um diesen zu entlasten, sollte die nationale Ethanol-Produktion bis 1980 verfünffacht werden, damit dem Kraftstoff für PKWs bis zu 20 % nicht-hydriertes Ethanol beigemischt werden konnte.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik der Rohölabhängigkeit im Transportsektor dar und führt in das brasilianische Modell der Bioethanolnutzung als potenzielle langfristige Alternative ein.
2 Bedeutung des Bioethanols für Brasilien: Dieses Kapitel erläutert die agrarökonomischen Grundlagen, das historische Proalcool-Programm und die entscheidende Rolle der Flex-Fuel-Technologie bei der Etablierung von Ethanol als Kraftstoff.
3 Empirische Analyse: Hier wird mittels Preisvergleichen und Regressionsmodellen statistisch untersucht, welche Faktoren die Ethanol-Produktion und den Absatz von Fahrzeugen beeinflussen.
4 Fazit und Schlusswort: Das Fazit bestätigt die These, dass Bioethanol in Brasilien langfristig eine ökonomische Konkurrenz zu fossilen Kraftstoffen darstellt und zur Energieautarkie beitragen kann.
Bioethanol, Rohölersatz, Brasilien, Zuckerrohr, Proalcool, Flex-Fuel-Technologie, Ökonomische Analyse, Regressionsanalyse, Energieautarkie, Rohölpreis, Transportsektor, Kraftstoffmarkt, Substitution, Preisvolatilität, Agrarwirtschaft.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Faktoren, die bestimmen, ob brasilianisches Bioethanol langfristig als Ersatz für fossiles Rohöl dienen kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf die brasilianische Zuckerrohrwirtschaft, das Proalcool-Programm, die Flex-Fuel-Technologie und die Preisentwicklungen von Ethanol im Vergleich zu Rohöl.
Das Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Analyse von Wirtschaftsdaten zu bewerten, welche Einflussfaktoren für die Durchsetzung von Bioethanol im brasilianischen Kraftstoffmarkt ausschlaggebend sind.
Die Arbeit kombiniert deskriptive Statistiken (grafische Analysen), die Bildung von Verhältniskennzahlen und eine multiple lineare Regressionsanalyse.
Der Hauptteil befasst sich mit der Stichprobendarstellung, dem Vergleich relativer Preise und verschiedenen Regressionsmodellen zur Produktion von Ethanol und dem Absatz von Flex-Fuel-Fahrzeugen.
Wichtige Begriffe sind Bioethanol, Rohölsubstitution, Brasilien, Zuckerrohr, Regressionsanalyse und die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit gegenüber fossilen Kraftstoffen.
Aufgrund auftretender Autokorrelation in den Regressionsmodellen erwiesen sich die statistischen Schätzer für den Fahrzeugabsatz als ineffizient, was eine verlässliche Prognose auf Basis der historischen Daten erschwert.
Die Analyse zeigt, dass der Rohölpreis einen statistisch signifikanten Einfluss auf die Bioethanol-Produktion ausübt und somit ein wichtiger Treiber für die Expansion dieses Sektors in Brasilien ist.
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