Examensarbeit, 2005
58 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Verklanglichung
2.1 Verklanglichung an der Schule für Praktisch Bildbare
2.2 Übersicht über die Methoden der Verklanglichung
3 Der Topf der Riesin
3.1 Der Inhalt
3.2 Begründete Auswahl des Märchens
4 Kreativität
5 Beschreibung der Lerngruppe
5.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
5.2 Übersicht über die spezielle Lernausgangslage
6 Lernziele
6.1 Groblernziel
6.2 Musikalische Feinlernziele
6.3 Fächerübergreifende Lernziele
6.4 Individuelle Lernziele
7 Didaktische und methodische Entscheidungen
7.1 Auswahl der Instrumente
7.2 Herangehensweise an den TeXt
8 Übersicht über den Verlauf der Unterrichtseinheit
9 Exemplarische Darstellung einer Unterrichtsstunde
9.1 Lernziele der Unterrichtsstunde
9.2 Didaktisch-methodischer Kommentar
9.3 Verlaufsplanung
9.4 Reflexion der Unterrichtsstunde
Didaktische und methodische Entscheidungen
Kreativer Umgang mit dem Material
10 Reflexion der Unterrichtseinheit
10.1 Rahmenbedingungen
10.2 Didaktisch-Methodische Entscheidungen
Zur Wahl des TeXtest
Wahl der Medien
Durchführung
10.3 Lenkung des Unterrichtsgeschehens
11 Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Schüler mit geistiger Behinderung in einer Mittelstufe einer Schule für praktisch Bildbare durch die textbezogene Verklanglichung eines Märchens zu kreativer Musikproduktion angeregt werden können, wobei die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Hilfestellungen und Impulse hierfür notwendig sind.
2 Verklanglichung
„Verklanglichungen beinhalten instrumentale, aber auch vokale Nachahmungen und Darstellungen inhaltsbezogener Vorstellungen, denen z.B. Bilder, Texte, Verse, Begriffe, Situationen oder Handlungen zugrunde liegen. Wesentliches Ziel ist es, visuelle, sprachliche, (szenisch-) bewegungsorientierte und musikalische Aussagen mit einfachen musikalischen Mitteln klanglich umzusetzen, zu veranschaulichen, zu akzentuieren und nachzuempfinden.“ (TISCHLER, 35)
Die Verklanglichung ist dem Teilbereich Musikerfinden zugeordnet. „Das Erfinden von Musik hat seinen Beginn bereits im experimentellen Umgang mit dem Klangmaterial“ (SCHMITT, 204). Im experimentellen Umgang erkunden die Schüler, welche unterschiedlichen Klänge ein einziges Instrument zulässt und wie bereits bekannte Spielweisen auf neue Instrumente transferiert werden können (z.B. Timo: Klopfen an eine Tür übertragen auf Klopfen an eine Wand und Tischplatte). Liegt ein Programm vor, so fordern „Einzelheiten des Textes zu differenziertem, ausdrucksbezogenem, experimentierendem Umgang mit Klangwerkzeugen heraus“ (BRÄUER, 63). Das bild- oder textgeleitete Experimentieren bringt eine musikalische Idee in einem kreativen Prozess (vgl. SCHMITT, 187) zum Ausdruck und bildet so die Grundlage einer Verklanglichung.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit kreativitätsfördernden Musikunterrichts bei Schülern mit geistiger Behinderung und stellt die Leitfrage nach den notwendigen Impulsen für eine textbezogene Verklanglichung.
2 Verklanglichung: Dieses Kapitel definiert Verklanglichung als Teilbereich des Musikerfindens und erläutert theoretische Konzepte sowie methodische Ansätze für die sonderpädagogische Praxis.
3 Der Topf der Riesin: Hier werden das ausgewählte Märchen vorgestellt, dessen inhaltliche Struktur analysiert und die Eignung des Textes für den Verklanglichungsprozess begründet.
4 Kreativität: Das Kapitel setzt sich mit den Begriffen Idee, Fantasie und Kreativität auseinander und erläutert deren Bedeutung für die sonderpädagogische Förderung im Musikunterricht.
5 Beschreibung der Lerngruppe: Die Lerngruppe der Mittelstufe wird hinsichtlich ihrer Lernvoraussetzungen, Interessen und individuellen Kompetenzen in den Bereichen Musik, Kreativität und Kommunikation beschrieben.
6 Lernziele: Dieses Kapitel definiert das Groblernziel sowie die musikalischen, fächerübergreifenden und individuellen Feinlernziele für die geplante Unterrichtseinheit.
7 Didaktische und methodische Entscheidungen: Hier werden die methodischen Prinzipien sowie die Entscheidungen zur Instrumentenauswahl und zum Umgang mit dem Text detailliert dargelegt.
8 Übersicht über den Verlauf der Unterrichtseinheit: Das Kapitel bietet einen strukturierten Zeitplan für die Unterrichtseinheit, der den schrittweisen Aufbau des Musikerfindens verdeutlicht.
9 Exemplarische Darstellung einer Unterrichtsstunde: Eine konkrete Unterrichtsstunde wird inklusive Lernzielen, Kommentar und Verlaufsplanung detailliert dargestellt und reflektiert.
10 Reflexion der Unterrichtseinheit: Die gesamte Einheit wird hinsichtlich Rahmenbedingungen, methodischer Entscheidungen und Lenkungsprozessen kritisch reflektiert.
11 Ausblick: Der abschließende Ausblick skizziert Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Verklanglichungsarbeit in kommenden Schuljahren.
Verklanglichung, Musikerfinden, Geistige Behinderung, Alltagsgegenstände, Instrumentale Illustration, Kreativität, Unterrichtseinheit, Musikpädagogik, Sonderpädagogik, Szenisches Spiel, Textbezug, Klangexperimente, Märchen, Lerngruppe, Förderung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verklanglichung des Märchens „Der Topf der Riesin“ im Musikunterricht einer Mittelstufe einer Förderschule für praktisch Bildbare.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Verklanglichung, die methodische Gestaltung von kreativem Musikunterricht für Schüler mit geistiger Behinderung und die Dokumentation einer praktischen Unterrichtseinheit.
Das Ziel ist es, herauszufinden, welche Hilfestellungen und pädagogischen Impulse notwendig sind, um Schüler mit geistiger Behinderung zu einer eigenständigen, textbezogenen Verklanglichung zu befähigen.
Es wird ein lehrgangsartiges, kleinschrittiges Vorgehen gewählt, das experimentelle Methoden mit szenischem Spiel verbindet und die Schüler schrittweise an die kreative Musikproduktion heranführt.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen, die Analyse der Lerngruppe, die didaktische Planung, der Verlauf der Unterrichtseinheit sowie die detaillierte Reflexion und Dokumentation des gesamten Prozesses behandelt.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Verklanglichung, Musikerfinden, sonderpädagogische Förderung, instrumentale Illustration und kreative Kompetenz charakterisiert.
Die Schüler experimentieren mit Alltagsgegenständen und Körperinstrumenten, um Klänge zu erzeugen, die zu den Handlungsabläufen des Märchens passen, wobei sie von vorgegebenen Mustern zu eigenen Variationen übergehen.
Das Lied dient als ritualisierter Stundenbeginn und hat eine Signalwirkung, die den Übergang in die konzentrierte Arbeitsphase markiert.
Das Märchen bietet eine klare, einsträngige Handlungsstruktur und ein fantasievolles Grundgerüst, das den Schülern genügend Anhaltspunkte für ihre eigene gestalterische Fantasie bietet.
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