Masterarbeit, 2016
100 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Fragestellung der Arbeit
1.2 Methodische Vorüberlegungen
1.3 Inhaltlicher Aufbau
2 Sachanalyse
3 Schulbuchanalyse
3.1 Die Darstellung des Nahostkonflikts in BRD-Schulbüchern
3.2 Die Darstellung des Nahostkonflikts in DDR-Schulbüchern
3.3 Qualitative Analyse ausgewählter Schulbücher
4 Unterrichtsvorhaben
4.1 Planung der Unterrichtsreihe
4.2 Planung des Unterrichtsentwurfes zum Thema „Die Palästinenser“
4.3 Planung des Unterrichtsentwurfes zum Thema „Der Nahostkonflikt in deutschen Schulbüchern“
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Narration des Nahostkonflikts in deutschen Schulgeschichtsbüchern zwischen 1949 und 1990. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese Narration über den Untersuchungszeitraum entwickelt hat und welche signifikanten Unterschiede in der Darstellung zwischen der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) existieren.
Die Darstellung des Nahostkonflikts in BRD-Schulbüchern
Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende des Nationalsozialismus, welcher durch den Holocaust als große Zäsur für das Judentum gilt, kamen Ende der 1940er Jahre erste Forderungen auf, dass die jüdische Geschichte im Geschichtsunterricht der BRD mehr Aufmerksamkeit erhält. Diese war bis zum Jahr 1955 jedoch aufgrund der zeitlichen Nähe größtenteils auf die europäische Geschichte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs beschränkt. Erst nach einer Synagogenschändung von 1959 und vermehrt auftretenden Hakenkreuzschmierereien und der im Anschluss in der Öffentlichkeit stattgefundenen breiten Diskussion über das Thema Vergangenheitsbewältigung kam es dazu, dass die jüdische Geschichte und damit auch die Geschichte Israels Einzug in die deutschen Schulgeschichtsbücher erhielt.
Auf der daraufhin einberufenen Kultusministerkonferenz von 1960 wurde von dieser Diskussion ausgehend das Ziel vereinbart, das politische Bewusstsein der Schüler und Schülerinnen durch einen stärkeren Einbezug der Zeitgeschichte zu fördern. Man erhoffte sich dadurch, dass derartige gegen Juden gerichtete Vorfälle wieder reduziert werden könnten. In diesem Zusammenhang wurde auch damit begonnen, den Nahostkonflikt in den Schulunterricht aufzunehmen. Dieser wurde fortan im Kontext der Staatsgründung Israels und ausgehend von der Geschichte des Judentums thematisiert. Eine eigenständige Betrachtung der arabischen Geschichte in Palästina fand dabei im Geschichtsunterricht nicht statt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Themas, stellt die zentrale Forschungsfrage vor und gibt einen Überblick über die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Sachanalyse: In diesem Teil werden die fachwissenschaftlichen Hintergründe des Nahostkonflikts chronologisch und thematisch aufbereitet, um die Grundlage für die spätere Analyse der Schulbücher zu schaffen.
3 Schulbuchanalyse: Dieser Hauptteil vergleicht die Darstellung des Konflikts in Schulbüchern von BRD und DDR und unterzieht ausgewählte Lehrwerke einer qualitativen Analyse.
4 Unterrichtsvorhaben: Hier wird ein konkretes Konzept für den Geschichtsunterricht entwickelt, das die theoretischen Erkenntnisse der Arbeit didaktisch umsetzt.
5 Fazit: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und beantwortet abschließend die eingangs formulierte Forschungsfrage.
Nahostkonflikt, Schulbuchforschung, Geschichtsdidaktik, BRD, DDR, Israel, Palästinenser, historische Narration, Kalter Krieg, Zionismus, Kolonialismus, politische Bildung, Staatsgründung, Nahostkriege, Geschichtsbewusstsein.
Die Arbeit analysiert, wie der Nahostkonflikt in Geschichtsbüchern der ehemaligen BRD und DDR zwischen 1949 und 1990 dargestellt wurde und welche ideologischen Einflüsse diese Darstellung prägten.
Neben der historischen Ereignisgeschichte des Nahostkonflikts stehen die deutsche Vergangenheitsbewältigung, die Einbettung des Themas in den Ost-West-Konflikt sowie die Funktion von Schulbüchern als Bildungsinstrument im Fokus.
Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Darstellung des Konflikts in den beiden deutschen Staaten aufzuzeigen und zu untersuchen, inwiefern die Schulbücher das jeweilige gesellschaftspolitische Selbstverständnis widerspiegeln.
Die Autorin nutzt eine historische Schulbuchanalyse, bestehend aus quantitativen und qualitativen Inhaltsanalysen, um die Narrative in den Lehrwerken systematisch zu erfassen und zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachliche Sachanalyse des Konfliktverlaufs sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Schulbuchinhalte, ergänzt durch Entwürfe für die Unterrichtspraxis.
Die Arbeit verbindet politikwissenschaftliche und didaktische Perspektiven und leistet einen Beitrag zur Schulbuchforschung, indem sie den direkten Bezug zwischen historischer Narration und gesellschaftlicher Identitätsbildung herstellt.
Die BRD-Schulbücher waren tendenziell um eine ausgewogene Darstellung bemüht, während in DDR-Lehrwerken eine durchgehende pro-arabische und anti-imperialistische Sichtweise vorherrschte, die Israel oft als aggressives Instrument westlicher Mächte darstellte.
Es dient dazu, die theoretischen Erkenntnisse der Analyse praktisch anwendbar zu machen, indem den Schülern durch reflektierte Quellenarbeit die Fähigkeit vermittelt wird, historische Darstellungen kritisch zu hinterfragen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

