Masterarbeit, 2017
122 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodik
2 Grundlagen zum Doping
2.1 Der Doping Begriff
2.2 Die Entwicklung der Dopingdefinition
2.3 Die aktuelle Definition des Dopings
2.4 Die Kritik an der aktuellen Definition des Dopings
2.4.1 Rechtssicherheitsproblematik
2.4.2 Analyse- und Nachweisproblematik
2.4.3 Grenzwertproblematik
2.4.4 Sportsgeistproblematik
2.4.5 Erweiterung des Dopingbegriffes
2.4.6 Schlussfolgerung
3 Die Frage nach dem „Warum?“
3.1 Die motivationalen Aspekte des Dopings
3.1.1 Doping als (logische) Konsequenz des Sports
3.1.2 Doping als Reaktion auf den Dopingeinsatz von Mitbewerbern
3.1.3 Die geringe Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden
3.1.4 Das Netzwerk rund um die Athleten
3.1.5 Der Einstieg über Nahrungsergänzungsmittel und das Wissen über Doping
3.1.6 Kontextfaktoren – Der Einfluss der Sportkultur
3.1.7 Multivariate Modelle des Dopings
3.1.7.1 Das Life-Cycle-Model
3.1.7.2 Das Sports Drug Control Model
3.2 Die methodische Problematik der Wissenschaft
3.2.1 Die Entwicklung der psychosozialen Dopingforschung
3.2.2 Aktuelle Forschungsschwerpunkte und vorgeschlagene Richtungsänderungen
3.2.3 Prospektive Analysen und der Einbezug von anderen Untersuchungsfeldern in das Dopinggeschehen
3.2.4 Das Prävalenzphänomen
3.3 Der Ausblick in die Zukunft der Dopingprävention
3.3.1 Die Dopingbefürworter und die lukrative Dopingmaschinerie
3.3.2 Fehlender Glaube der Gesellschaft an die Anti-Doping-Programme
3.3.3 Gescheiterte Abschreckungsmanöver
3.3.4 Die empirische Basis für die Dopingprävention
3.3.5 Zielsetzungen
4 Zusammenfassung und Schlusswort
Diese Arbeit befasst sich mit der zentralen Frage, warum trotz umfangreicher Anti-Doping-Bemühungen das Dopingphänomen im Sport stetig wächst. Das Ziel ist es, die multidimensionalen Ursachen – von psychosozialen Faktoren bis hin zu ökonomischem Druck – zu identifizieren und den aktuellen Forschungsstand zu hinterfragen, um eine effektivere Präventionspolitik zu ermöglichen.
3.1.1 Doping als (logische) Konsequenz des Sports
Wird die Entwicklung des Dopings aus allgemeiner Sicht ohne wissenschaftliche Hintergründe betrachtet, so kann es daraufhin deuten, Doping sei allein durch die ständige Willenskraft entstanden, Rekorde zu brechen und die Leistungssteigerung auf Biegen und Brechen weiterhin nach oben zu treiben. Dass dies nicht allein die Motivlage, illegale Substanzen einzunehmen, beschreiben kann, wird in den anreihenden Abschnitten weiter erläutert. Dennoch kann der Leistungsdruck im Zusammenhang mit der Kommerzialisierung des Sports eine große Auswirkung auf die Einnahme von Dopingsubstanzen haben, wie folgende Studien zum Ausdruck bringen.
Ehrnborg und Rosen charakterisieren Elite-Athleten mit dem Hintergedanken eines enormen Wunsches, um jeden Preis zu gewinnen und unterstreichen die Aussage durch 1995 entwickelte Umfrage von Bob Goldman, dem Erfinder des „Goldman Dilemmas“. Goldman befragte dafür 198 Athleten aus dem Sprint-, Schwimm- und Kraftsportbereich über die Einnahme von verbotenen Substanzen in zwei verschiedenen Szenarien:
1. Du wirst nicht erwischt werden und du wirst gewinnen, wobei 98% der Athleten mit Ja antworteten.
2. Du wirst jeden Wettkampf gewinnen, den du für die nächsten fünf Jahre geplant hast, aber dann von den Nebenwirkungen sterben, wobei 50% der befragten Teilnehmer zustimmten.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung des Dopingphänomens, die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise bei der Literaturanalyse.
2 Grundlagen zum Doping: Erläutert die Begriffsgeschichte, die Entwicklung und Kritik der WADA-Definitionen sowie die Problematik des Sportsgeistes.
3 Die Frage nach dem „Warum?“: Untersucht tiefgehend die motivationalen Aspekte, psychologische Modelle, den Einfluss des sozialen Umfelds sowie methodische Schwächen der Forschung.
4 Zusammenfassung und Schlusswort: Reflektiert die Ergebnisse und unterstreicht die Notwendigkeit einer evidenzbasierten, individuellen Präventionsstrategie.
Doping im Sport, Doping-Prävention, Doping-Motive, Leistungsgesellschaft, Anti-Doping-Politik, psychosoziale Aspekte, psychologische Modelle, Athletenentwicklung, Leistungsdruck, Dopingdefinition, Dopingforschung, Motivationsfaktoren, Spieltheorie, Nahrungsergänzungsmittel.
Die Arbeit untersucht die Hintergründe der Dopingproblematik im modernen Sport und analysiert, warum trotz zunehmender Regulierung und Kontrolle das Phänomen Doping weiterhin besteht.
Die Arbeit fokussiert sich auf die psychologischen und sozialen Motive hinter dem Dopingkonsum sowie auf die wissenschaftlichen Methoden, die zur Erforschung dieser Motive eingesetzt werden.
Das Hauptziel ist es, die Beweggründe von Athleten zu verstehen, die zu illegalen Substanzen greifen, und auf Basis aktueller Studien Präventionsstrategien kritisch zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse und die Auswertung wissenschaftlicher Studien aus den Bereichen Sportpsychologie, Soziologie und Dopingforschung.
Im Hauptteil werden verschiedene Doping-Modelle, der Einfluss von Trainern und Eltern, sowie die psychologischen Auswirkungen und die methodische Kritik an bestehenden Forschungsdesigns detailliert diskutiert.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Doping-Prävention, Doping-Motive, Leistungsdruck, Sportpsychologie und psychosoziale Einflussfaktoren definieren.
Die Befragungen zeigen, dass klassische Abschreckungsmaßnahmen wie Sportverbote zwar wahrgenommen werden, aber oft weniger effektiv sind als soziale oder selbstauferlegte Sanktionen (wie Schuldgefühle oder soziale Ächtung).
Trainer fungieren als Schlüsselpersonen, die sowohl als Gegner von Doping wirken können als auch – durch Druck aufzubauen oder falsche Vorbilder zu liefern – den Einstieg in den Dopingkonsum unbeabsichtigt fördern können.
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