Bachelorarbeit, 2017
28 Seiten, Note: 1.3
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Thematik der Co-Abhängigkeit und dem Helfersyndrom und untersucht die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Phänomenen besteht.
Die Einleitung führt in die Thematik der Co-Abhängigkeit ein und erläutert die Bedeutung des Themas. Sie beleuchtet die historische Entwicklung des Begriffs und die verbreitete Marginalisierung der Co-Abhängigkeit als eigenständige Problematik. Die Arbeit basiert auf den Werken von Pia Mellody, Anne Wilson Schaef und Wolfgang Schmidbauer, die Co-Abhängigkeit als eigenständige Sucht betrachten.
Dieses Kapitel definiert den Begriff der Co-Abhängigkeit und beschreibt ihre Merkmale. Es beleuchtet die Rolle der Co-Abhängigkeit in Familien, insbesondere in funktionalen und dysfunktionalen Familienstrukturen. Darüber hinaus wird die Bedeutung der Co-Abhängigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen und im Kontext professioneller Hilfe aufgezeigt.
Dieses Kapitel definiert den Begriff des Helfens und untersucht die Motivationen, die Menschen zum Helfen bewegen. Es beschreibt die Merkmale des Helfersyndroms und analysiert seine Ursachen, die unter anderem in der frühen Kindheit des Betroffenen liegen können. Das Kapitel beleuchtet verschiedene Ursachen des Helfersyndroms, wie das abgelehnte Kind, die Identifizierung mit dem Über-Ich, die narzisstische Unersättlichkeit, die Vermeidung von Gegenseitigkeit und die indirekte Aggression.
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Co-Abhängigkeit, Helfersyndrom, Sucht, Familienstrukturen, zwischenmenschliche Beziehungen, professionelle Hilfe, Ursachen, Motivationen, Abhängigkeiten, Dysfunktionalität, und Selbstreflexion.
Co-Abhängigkeit bezieht sich meist auf Angehörige von Suchtkranken, während das Helfersyndrom ein allgemeineres Persönlichkeitsmerkmal ist, bei dem das eigene Selbstwertgefühl ausschließlich durch das Helfen definiert wird.
Sie entwickelt sich oft in dysfunktionalen Familien, in denen Kinder feste Rollen übernehmen müssen, um das Familiensystem trotz einer Suchterkrankung aufrechtzuerhalten.
Typisch sind die Idealisierung der eigenen Hilfsbereitschaft, die Vermeidung von Gegenseitigkeit und eine narzisstische Unersättlichkeit nach Anerkennung durch die Helferrolle.
Ja, oft überschneiden sie sich, da beide auf einer Sucht nach Gebrauchtwerden und einer Flucht vor den eigenen Problemen basieren können.
Weil die berufliche Rolle des Helfers dazu dienen kann, eigene Defizite zu kompensieren, was ohne Selbstreflexion zu Burnout oder Co-Abhängigkeit führen kann.
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