Bachelorarbeit, 2017
28 Seiten, Note: 1.3
1. Co-Abhängigkeit
1.1 Definition Co-Abhängigkeit
1.2 Merkmale der Co-Abhängigkeit
1.3 Co-Abhängigkeit in der Familie
1.3.1 Funktionale Familien
1.3.2 Dysfunktionale Familien
1.3.3 Rollenverteilung in dysfunktionalen Familien
1.4 Co-Abhängigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen
1.5 Co-Abhängigkeit und professionelle Helfer
2. Das Helfersyndrom
2.1 Definition Helfen
2.2 Helfen als Motivation
2.3 Merkmale des Helfersyndroms
2.4 Ursachen des Helfersyndroms
2.4.1 Das abgelehnte Kind
2.4.2 Die Identifizierung mit dem Über-Ich
2.4.3 Die narzisstische Unersättlichkeit
2.4.4 Die Vermeidung von Gegenseitigkeit
2.4.5 Die indirekte Aggression
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Co-Abhängigkeit und dem Helfersyndrom, um zu klären, ob es sich um verwandte Phänomene mit ähnlichen Ursprüngen handelt oder um identische Störungsbilder. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Bedeutung für soziale und therapeutische Berufe, um unbewusste eigene Motivationsmuster der Helfenden zu reflektieren.
1.3.2 Dysfunktionale Familien
Tritt nun in dieses Systems eine Störung wie Sucht oder Erkrankung eines Familienmitglieds ein, wird ein neues, auf die Störung angepasstes Gleichgewicht, versucht hergestellt zu werden.13
Durch Suchtmittelmissbrauch, psychische Störung oder Erkrankung der Eltern, kann das Kind durch Selbstbezogenheit, Egozentrik, Depression und Beziehungsunfähigkeit der Bezugsperson keine Bindungssicherheit erfahren und findet sich in einer abgelehnten oder sorgenden Rolle wieder. Gerade in Suchtfamilien, in denen ein Elternteil der Süchtige ist, der andere der Co-Abhängige, entstehen traumatisierende Bedingungen und Traumafolgen für die Kinder. Die Regulierung von Nähe und Distanz, von Anpassung und Konflikt, Eltern- und Kindzentrierung, Offenheit und Geschlossenheit, ist in dysfunktionalen Familien gestört.14
Die Kinder werden womöglich in ihren Bedürfnissen ignoriert, angegriffen, misshandelt und ausgenutzt. Als Folge entwickeln sie ein ausgeprägtes Gespür für die Bedürfnisse der Eltern, passen sich denen an und verlieren den Kontakt zu sich selbst und ihren Gefühlen. Die Rollen vertauschen sich somit, denn die Kinder sind für die Bedürfnisbefriedigung der Eltern zuständig, da jene diese nicht mehr selbst regulieren können.
1. Co-Abhängigkeit: Dieses Kapitel definiert Co-Abhängigkeit als eigenständige Erkrankung mit speziellen Verhaltensmustern und untersucht deren Auftreten in Familien sowie sozialen Beziehungen.
2. Das Helfersyndrom: Hier wird die Motivation des Helfens kritisch beleuchtet und das Helfersyndrom als Abwehrmechanismus für eigene unbewusste Probleme und Traumata analysiert.
Co-Abhängigkeit, Helfersyndrom, Sucht, Dysfunktionale Familie, Selbstwert, Über-Ich, Beziehungsabhängigkeit, narzisstische Störung, soziale Arbeit, Kindheit, Verstrickung, Abwehrmechanismus, Rollenverteilung, Grenzsysteme, Psychosoziales Feld.
Die Arbeit untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Phänomen der Co-Abhängigkeit und dem Helfersyndrom gibt, und ob diese Konzepte gemeinsame Ursprünge haben.
Die Arbeit behandelt die Definitionen und Symptome beider Phänomene, deren psychologische Ursachen in der Kindheit sowie ihre Auswirkungen auf soziale Beziehungen und professionelle helfende Tätigkeiten.
Das primäre Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten der Verhaltensmuster zu identifizieren und zu hinterfragen, ob Co-Abhängigkeit und Helfersyndrom unterschiedliche Bezeichnungen für dasselbe psychologische Phänomen sein könnten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und dem Vergleich etablierter psychologischer Theorien bekannter Autoren wie Pia Mellody, Anne Wilson Schaef und Wolfgang Schmidbauer basiert.
Der Hauptteil analysiert die Entstehungsbedingungen in dysfunktionalen Familien, die Identifizierung mit dem Über-Ich, narzisstische Unersättlichkeit sowie die Rolle von professionellen Helfern in der therapeutischen Beziehung.
Wesentliche Begriffe sind Außenorientierung, mangelnde Abgrenzung, narzisstische Versorgung, Über-Ich-Identifizierung und die Kompensation frühkindlicher Vernachlässigung durch Helfen.
Laut der Arbeit entwickeln Kinder in dysfunktionalen Systemen oft ein Helfersyndrom, um unbewusst die in der Kindheit nicht erhaltene Zuwendung und narzisstische Anerkennung durch das Helfen Anderer im Erwachsenenalter zu kompensieren.
Die Abgrenzung ist schwierig, da Helfer dazu neigen, ihre eigenen unbewussten Probleme und Defizite in der Beziehung zum Klienten zu verstricken, wodurch der Klient unbewusst dazu dient, die eigenen Bedürfnisse des Helfers zu befriedigen.
Die Autorin schlussfolgert, dass eine intensive Selbstreflexion der eigenen Motivation unabdingbar ist, um zu verhindern, dass Helfer durch ihre unbewusste Co-Abhängigkeit den Klienten in seiner Entwicklung eher behindern als fördern.
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