Bachelorarbeit, 2016
61 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Annäherung an das Thema sexualisierte Gewalt
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Wer sind die TäterInnen?
2.3 TäterInnenstrategien
2.4 Sexualisierte Gewalt als Kindeswohlgefährdung
3 Auswirkungen von sexualisierter Gewalt auf Kinder
3.1 Das Trauma
3.2 Geschichte der Bindungstheorie
3.3 Bindungs- und Beziehungsfähigkeit
3.4 Bindungsschwierigkeiten als Folge sexualisierter Gewalt
4 Professionelle Hilfe und Beziehungsgestaltung
4.1 Anforderungen an Fachkräfte (SozialarbeiterInnen) als Bezugspersonen
4.1.1 Fachkompetenz
4.1.2 Methodenkompetenz
4.1.3 Sozial- und Selbstkompetenzen
6 Die Inobhutnahme als Ausweg
6.1 Rechtsgrundlagen
6.2 Möglichkeiten und Ziele
7 Fazit der Arbeit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen sexualisierter Gewalt innerhalb der Familie auf das Bindungsverhalten von Kindern und analysiert, welche spezifischen Kompetenzanforderungen sich daraus für Fachkräfte der Sozialen Arbeit im Umgang mit betroffenen Kindern ergeben.
3.1 Das Trauma
Wie bereits im vorherigen Unterkapitel kurz erläutert, ist eine der am häufigsten auftretenden Folgen sexualisierter Gewalt die Traumatisierung. Dieses Unterkapitel bietet eine kompakte Übersicht über das Entstehen eines Traumas sowie den hierfür typischen Symptomen.
„Unter Trauma (griechisch: Wunde) versteht man eine Verletzung, eine Wunde, die sowohl körperlich als auch psychisch bedingt sein kann. Bei einer psychischen Traumatisierung handelt es sich um eine psychische Erschütterung, die durch äußere Gewalteinflüsse, eine bedrohliche Situation verursacht wird, aus der eine Person weder fliehen noch gegen sie ankämpfen kann und die sich negativ auf die weitere Entwicklung auswirkt.“
Ein Trauma entsteht demnach im Falle einer Überforderung der körpereigenen Schutzmechanismen und die daraus resultierende Folge ein sogenannter „Freeze“ Status ist. Dieser ist charakterisiert durch die Überforderung des Bewältigungssystem und die betroffene Person fühlt sich hilflos, überwältigt, ohnmächtig und wie eingefroren.
1 Einleitung: Einführung in das Thema der sexualisierten Gewalt in der Familie und Darlegung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 Annäherung an das Thema sexualisierte Gewalt: Definition der Begrifflichkeiten, Analyse der TäterInnenstrategien und Einordnung als Kindeswohlgefährdung.
3 Auswirkungen von sexualisierter Gewalt auf Kinder: Untersuchung der Traumafolgen sowie der theoretischen Grundlagen und Störungen der Bindungsentwicklung.
4 Professionelle Hilfe und Beziehungsgestaltung: Darstellung der notwendigen Kompetenzen für SozialarbeiterInnen, um als sichere Bezugspersonen für betroffene Kinder zu fungieren.
6 Die Inobhutnahme als Ausweg: Erörterung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der praktischen Ziele bei notwendigen Schutzmaßnahmen außerhalb des Elternhauses.
7 Fazit der Arbeit: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse und Ableitung notwendiger Konsequenzen für die pädagogische Praxis.
Sexualisierte Gewalt, Familie, Kindeswohlgefährdung, Trauma, Bindungstheorie, Bindungsstörung, Sozialarbeit, Fachkompetenz, Inobhutnahme, Kinderschutz, Traumapädagogik, Methodenkompetenz, Bewältigungsstrategien, Bezugspersonen, Prävention.
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik sexualisierter Gewalt innerhalb der Familie und deren schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Kinder, insbesondere hinsichtlich deren Bindungsfähigkeit.
Zentrale Themen sind die Traumatisierung durch familiäre Gewalt, die Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth sowie die professionellen Anforderungen an Fachkräfte in der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sexualisierte Gewalt die kindliche Bindung negativ beeinflusst und welche Handlungskompetenzen Fachkräfte benötigen, um betroffene Kinder adäquat zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Forschungsergebnisse zu Traumatisierung und Bindungsforschung sowie einschlägiger gesetzlicher Bestimmungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Annäherung an das Thema, die Analyse der Auswirkungen auf die kindliche Psyche und Bindung sowie die Definition professioneller Hilfemaßnahmen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie sexualisierte Gewalt, Kindeswohlgefährdung, Bindungsstörung, Traumapädagogik und Handlungskompetenz der Sozialen Arbeit charakterisieren.
Da sexualisierte Gewalt das kindliche Sicherheitsgefühl erschüttert, hilft die Bindungstheorie zu verstehen, warum Kinder trotz erlittener Gewalt oft weiterhin Bindungen zu ihren Peinigern aufrechterhalten.
Die Inobhutnahme stellt das letzte Mittel dar, um das Kind vor weiteren Übergriffen zu schützen, wenn das familiäre Umfeld keine Sicherheit mehr gewährleisten kann.
Fachkräfte sollen dieses Verhalten nicht als persönlichen Angriff werten, sondern als Ausdruck einer erlernten Überlebensstrategie erkennen und professionell auf einer Meta-Ebene analysieren.
Aufgrund der hohen emotionalen Belastung durch die Arbeit mit sexuellem Missbrauch ist Selbstreflexion und kollegiale Fallbesprechung essenziell, um die Handlungsfähigkeit der Fachkraft zu erhalten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

