Bachelorarbeit, 2017
49 Seiten, Note: 2,9
1. Einleitung
2. Geldpolitik der FED
2.1. Geldpolitische Ziele und Ansätze
2.2. Geldpolitische Instrumente
2.3. Geldbasis und Geldmenge
3. Das LSAP-Programm der FED
3.1. Notwendigkeit der QE-Programme
3.2. Phasen einzelner QE-Programme
3.3. QE 1
3.4. QE 2
3.5. Operation Twist
3.6. QE 3
4. Transmission monetärer Impulse
4.1. Sterilisationswirkung
4.2. Klassischer Transmissionsansatz
4.3. Keynesianischer Transmissionsansatz
4.4. Monetaristischer Transmissionsansatz
4.5. Portfolio-Balance-Ansatz
4.6. Risikokanal monetärer Impulse
4.7. Signalisierungs- und Koordinationskanal
4.8. Transmissionsmechanismus des LSAP-Programms
4.9. Wirkungsverzögerungen monetärer Impulse
5. Auswirkungen des LSAP auf den US-amerikanischen Aktienmarkt
5.1. Börse als volkswirtschaftlicher Indikator
5.2. Entwicklung der Aktienindizes
5.3. Ausblick für den US-amerikanischen Aktienmarkt
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der unkonventionellen geldpolitischen Anleihekaufprogramme (Quantitative Easing) der US-amerikanischen Zentralbank FED auf den Aktienmarkt. Ziel ist es, die Wirkungsweise dieser monetären Impulse durch verschiedene Transmissionskanäle zu analysieren und deren Einfluss auf die Aktienindizes zu bewerten.
3.2. Phasen einzelner QE-Programme
Die Quantitative-Easing-Programme sind eine unkonventionelle Form der Geldpolitik. Sie zeichnen sich durch eine Ausweitung der Geldbasis im Rahmen expansiver Geldpolitik aus. Hierbei kauf die Zentralbank zumeist staatliche oder private Schuldverschreibungen. Im Gegensatz zu Offenmarktgeschäften sind QE-Programme nicht sterilisiert und stellen eine Maßnahme der quantitativen Lockerung bei einem bereits niedrigen Zinsniveau dar.
Die einzelnen QE-Programme lassen sich in verschiedene Phasen differenzieren. Die jeweiligen Phasen haben im Hinblick auf die Bewertung von Aktienkursen unterschiedliche Wirkungen:
• Erwartung: In dieser Phase erwarten die Marktteilnehmer, dass die Zentralbank ihre expansive Geldpolitik fortführt und ein Anleihekaufprogramm zur Unterstützung einsetzt. Diese Erwartungen werden durch die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Indikatoren geschaffen. Die Indikatoren, die eine Zentralbank dabei einsetzt, werden vom Kapitalmarkt genau beobachtet, um die zukünftige Geldpolitik abzuleiten.
• Ankündigung: Im Rahmen der regelmäßigen geldpolitischen Sitzungen der Zentralbank entscheidet das Exekutivkomitee über die Ausrichtung der Geldpolitik, das Ziel für das kurzfristige Zinsniveau und über weitere Maßnahmen, wie bspw. QE-Programme. Mit der Ankündigung der Durchführung eines QE-Programms reagieren die Aktienmärkte, Devisenkurse und Bondmärkte. Je nach Erwartung der Marktteilnehmer, fallen die Reaktionen stärker oder schwächer aus.
• Durchführung: Die Zentralbank kauft in dieser Phase Anleihen am Bankenmarkt im angekündigten Volumen. Die zusätzliche Liquidität wird von den Banken unterschiedlich genutzt. Da die Zentralbank als Nachfrager der Anleihen auftritt, senkt sie die Renditen am Kapitalmarkt und impliziert Kapitalströme in andere Assetklassen. Durch diese Maßnahme profitiert der Aktienmarkt, da die relative Attraktivität gegenüber festverzinslichen Wertpapieren zunimmt.
• Tapering: In dieser Phase kündigt die Zentralbank an, mit einem QE-Programm nicht fortzufahren und das Volumen der Transaktionen langsam und in einem bestimmten Rhythmus zu reduzieren. Diese schrittweise Reduzierung der Maßnahme dient dazu, die Anpassungen am Kapitalmarkt langsam zu vollziehen und größere Schocks zu vermeiden. Das Tapering hat die Wirkung einer zunehmenden relativen Attraktivität von Anleihen gegenüber Aktien.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Finanzkrise 2008 und die Rolle der FED bei der Einführung unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen ein.
2. Geldpolitik der FED: Hier werden die Ziele, Ansätze und Instrumente der US-Notenbank sowie das Konzept der Geldbasis und Geldmenge erläutert.
3. Das LSAP-Programm der FED: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die verschiedenen Anleihekaufprogramme (QE 1, QE 2, Operation Twist und QE 3) sowie deren spezifische Phasen.
4. Transmission monetärer Impulse: Die verschiedenen theoretischen Modelle und Übertragungswege (Zins-, Kredit-, Signal- und Portfoliokanäle), über die Geldpolitik auf die Realwirtschaft und den Aktienmarkt wirkt, werden hier analysiert.
5. Auswirkungen des LSAP auf den US-amerikanischen Aktienmarkt: Dieser Hauptteil analysiert die empirischen Effekte der QE-Programme auf die Aktienindizes und die Bedeutung volkswirtschaftlicher Indikatoren.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Stabilisierungseffekte der FED-Maßnahmen zusammen und bewertet kritisch die Risiken einer künstlichen Liquiditätsschwemme.
Quantitative Easing, Federal Reserve Bank, US-Aktienmarkt, Geldpolitik, LSAP-Programm, Zinspolitik, Transmission, Konjunkturindikatoren, S&P 500, Geldbasis, Finanzkrise, Tapering, Assetpreise, Geldmenge, Investitionen.
Die Arbeit befasst sich mit den unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen der amerikanischen Notenbank (FED) und deren Einfluss auf den Aktienmarkt in den USA seit der Finanzkrise 2008.
Zentrale Themen sind die Geldpolitik der FED, der Aufbau und die Durchführung der Large Scale Asset Purchase Programme (QE) sowie die Übertragungsmechanismen, wie diese Geldspritzen in die Finanzmärkte fließen.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich die verschiedenen Phasen der QE-Programme auf die Entwicklung der Aktienindizes ausgewirkt haben und wie diese Impulse ökonomisch zu erklären sind.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse unter Einbeziehung ökonomischer Transmissionsmodelle sowie eine empirische Betrachtung historischer Börsendaten und Zentralbankbilanzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der geldpolitischen Übertragungskanäle und die anschließende Analyse der Börsenentwicklung unter dem Einfluss spezifischer QE-Phasen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Quantitative Easing, Transmission, FED, Geldpolitik, Asset-Preise und Aktienmarktindizes definieren.
Tapering bezeichnet die schrittweise Reduzierung der Anleihekäufe durch die Zentralbank, um den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik ohne Schockeffekte am Kapitalmarkt zu vollziehen.
Informationsasymmetrie bedeutet, dass die FED über andere Daten oder Interpretationen der Wirtschaftslage verfügt als der Markt, was durch offizielle Ankündigungen zu Reaktionen an den Börsen führt.
Obwohl sie zur Stabilisierung des Bankensystems beitrugen, bergen sie das Risiko, durch massive Liquidität Vermögenspreisblasen an den Aktienmärkten zu erzeugen.
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