Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: 1,78
1 Einleitung
2 Vom Lernen, Lernertypen und Lernblockaden
2.1. Lernertypen – Mythos oder Realität?
2.1.1. Lernertypen Einteilung
2.1.2. Lerntypen Kritik – Lernen ist mehr
2.2. Was bedeutet Lernen?
2.2.1. Sinnarmes Wissen, Verständniswissen und negatives Wissen
2.2.2. Lernen mithilfe kognitiver Strukturen
2.2.3. Gliederung des Lernprozesses
2.3. Lernblockaden – Ursachen, Diagnose
2.3.1. Eingrenzung des Themas
2.3.2. Ursachen von Lernblockade
2.3.3. Erkennung und Auswirkung von Lernblockaden
2.3.4. Lernblockaden entgegenwirken oder bewältigen
3 Bedeutung für Lehren und Lernen im Unterricht
3.1. Sinn vermitteln
3.2. Lernen, Informationen zu verarbeiten und zu filtern
3.3. Kognitive Strukturen aufbauen
3.4. Motivieren, Lernfreude entwickeln und Einstellungen vermitteln
3.5. Individuelle Förderung
3.6. Lernkompetenzentwicklung in der Schule
3.6.1. Schulübergreifendes Lernkompetenztraining
3.6.2. Lernkompetenztraining und Methoden in der Grundschule
3.6.3. Lernkompetenztraining und Methoden in Sek. I
3.6.4. Lernkompetenztraining und Methoden in Sek. II
4 Kooperation zwischen Lehrkräften und Eltern/Schülern
4.1. Streitschlichtung
4.2. Schülerpatenschaften
4.2.1. Intern für Schulanfänger
4.2.2. Extern für Grundschüler und Schulabgänger
4.3. Schulinterne Hilfekarteikarten-Pools
4.3.1. Schülerorganisierte Nachhilfe
4.3.2. Familienpatenschaften
4.4. Elternabende oder -workshops
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein ganzheitliches Verständnis für Lernprozesse zu entwickeln, die Ursachen für Lernblockaden zu identifizieren und evidenzbasierte Strategien zur Förderung von Lernkompetenzen bei Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen.
3.1. Sinn vermitteln
Damit Menschen etwas lernen, muss der Inhalt für sie Sinn ergeben. Fußballfans lernen die Regeln des Fußballs, um den Ablauf von Spielen zu verstehen und sich mit anderen Fans unterhalten zu können. Kinder lernen über 500 willkürliche Namen und Fähigkeiten von Pokémons auswendig, um sich im Spiel zu verbessern und mit Klassenkameraden auszutauschen. Der Sinn dieser Tätigkeiten mag sich nicht jedem erschließen und doch bringen Spaß und Freude an dem „Fachgebiet“ die nötige Motivation auf, sich weiter mit den Inhalten zu beschäftigten und ergeben für die Lernenden einen Sinn. Im Hinblick auf Schule sehen Kinder häufig, dass Inhalte vermittelt werden, weil sie im Curriculum stehen und weil „man als S eben lernen muss“; der Sinn der Inhalte erschließt sich ihnen nicht immer – oder erst Jahre später. Dabei muss Lernen für S einen Sinn ergeben, damit sie die neuen Informationen mit ihrem Wissen verknüpfen können und ihnen Bedeutung beimessen (GARNER, 2009).
„Um einer Sache Sinn abzugewinnen, braucht man nicht nur das Gehirn; dazu gehören auch Herz, Seele und Geist. Ob die Schüler uns Lehrern vertrauen, glauben und unsere Lernangebote annehmen, hängt davon ab, wie wir mit ihnen umgehen, welche Beziehung wir zu ihnen und sie zu uns haben“ (ebd.,12). Aus diesem Grund ist es wichtig, dass L ihren Unterricht transparent machen, um den Kindern einen Ausblick auf das große Gesamtziel zu ermöglichen. So können die S den einzelnen, teilweise voneinander unabhängigen Inhalten einen Sinn zusprechen. Sinn wird auch dadurch gebildet, dass Inhalte mit lebensnahen Situationen verknüpft werden und die Kinder eine Bedeutung für ihr eigenes Leben erfahren oder Inhalte wiedererkennen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik von Lerndefiziten im Schulalltag und begründet die Notwendigkeit ganzheitlicher Lernmethoden jenseits des "One fits all"-Ansatzes.
2 Vom Lernen, Lernertypen und Lernblockaden: Dieses Kapitel analysiert die wissenschaftliche Kritik an Lerntypentheorien, definiert den Lernbegriff und untersucht die Entstehung sowie Diagnose von Lernblockaden.
3 Bedeutung für Lehren und Lernen im Unterricht: Der Hauptteil beschreibt praktische Ansätze zur Vermittlung von Lernmethoden, kognitive Strukturförderung und die Wichtigkeit von Sinnstiftung im Unterricht.
4 Kooperation zwischen Lehrkräften und Eltern/Schülern: Hier werden kooperative Projekte wie Streitschlichtung, Patenschaften und Eltern-Workshops vorgestellt, um den schulischen Erfolg durch ein unterstützendes soziales Umfeld zu sichern.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass individuelle Lernwege durch ein vielfältiges Methodenrepertoire und positive Einstellungen gestärkt werden sollten.
Lernblockaden, Lernkompetenz, kognitive Strukturen, Lernstrategien, Schulerfolg, Motivation, Lerntypen, Selbstregulation, individuelle Förderung, Lernfreude, Methodenrepertoire, Schulkooperation, Metakognition, ganzheitliches Lernen, Leistungsangst.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Prozessen des schulischen Lernens, der Identifikation von Lernproblemen und der Entwicklung ganzheitlicher Strategien zur Förderung von Lernkompetenz.
Die Schwerpunkte liegen auf der Dekonstruktion der Lerntypentheorie, der Bedeutung kognitiver Strukturen, der Vermeidung von Lernblockaden und der Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.
Das Ziel ist es, Lehrkräften und Eltern Methoden an die Hand zu geben, mit denen Kinder frühzeitig lernen, selbstgesteuert und motiviert zu lernen, um Misserfolge und Frustration zu vermeiden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogischer und psychologischer Theorien zu Lernprozessen, Motivationspsychologie und Lerntherapie.
Der Hauptteil widmet sich konkreten Unterrichtskonzepten, der Entwicklung von Lernkompetenz in verschiedenen Schulstufen und der praktischen Anwendung von Lernmethoden zur Stärkung der Eigenverantwortung.
Wichtige Begriffe sind Lernblockaden, Lernkompetenz, kognitive Strukturen, Motivation, individuelle Förderung und die Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule.
Die Arbeit legt dar, dass die Einteilung in visuelle, auditive oder haptische Typen wissenschaftlich nicht belegbar ist und Lernende eher durch eine Vielzahl an Kanälen und Methoden gefördert werden sollten, anstatt sie in starre Kategorien einzuordnen.
Die Autorin hebt hervor, dass Fehler und das daraus resultierende "negative Wissen" (Wissen darüber, wie etwas nicht funktioniert) essenzielle Lernschritte sind, um Problemlösungsstrategien zu entwickeln und künftige Fehler zu vermeiden.
Eltern können durch eine positive Einstellung, das Schaffen einer stressfreien Arbeitsumgebung und gegebenenfalls durch Teilnahme an schulischen Workshops oder Familienpatenschaften einen wesentlichen Beitrag zur Lernmotivation leisten.
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