Bachelorarbeit, 2017
45 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen zur Außenhandelstheorie
2.1 Adam Smith
2.2 David Ricardo
2.3 Heckscher-Ohlin-Modell
3. Freihandel und Freihandelsabkommen
3.1 Grundlagen
3.2 Argumente für den Freihandel
3.3 Argumente gegen den Freihandel
3.4 WTO, GATT und deren Bedeutung
4. CETA
4.1 Einordnung
4.2 Derzeitige Handelsbeziehungen zwischen Kanada und der EU
4.3 CETA – Inhaltsübersicht
4.4 Analyse CETA
4.4.1 Investitionsschutz
4.4.2 Makroökonomische Auswirkungen
4.5 Kritik an den Studien zu CETA
4.6 Zusammenfassung
5. TTIP
5.1 Einordnung
5.2 Derzeitige Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU
5.3 TTIP – Inhaltsübersicht
5.4 Analyse TTIP
5.4.1 Umweltschutz
5.4.2 Makroökonomische Auswirkungen
5.5 Kritik an den Studien zu TTIP
5.6 Zusammenfassung
6. TiSA
6.1 Einordnung
6.2 Analyse TiSA
6.2.1 Makroökonomische Auswirkungen
6.2.2 Bedenken gegenüber TiSA
6.3 Zusammenfassung
7. Schlussbetrachtung
7.1 Fazit
7.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Relevanz heutiger Freihandelsabkommen am Beispiel von CETA, TTIP und TiSA, um zentrale Stärken und Schwächen zu identifizieren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
2.1 Adam Smith
Adam Smith war einer der bedeutendsten ökonomischen Denker seiner Zeit. In seinem Werk „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ von 1776 beschäftigte er sich mit zahlreichen ökonomische Fragestellungen wie Arbeitsteilung, Geldwirtschaft und Außenhandelstheorie. Dieses Kapitel soll kurz erörtern, was unter der Theorie der absoluten Kostenvorteile nach Smith zu verstehen ist und welche Bedeutung diese für die damalige Zeit hatte.
Vom 15. bis 18. Jhd. dominierten merkantilistische Ideen das ökonomische Denken. Zu den damaligen Vorstellungen gehörte es u.a., den Handel als Nullsummenspiel (der Gewinn des Einen ist gleichzeitig der Verlust des Anderen) zu begreifen und protektionistische Maßnahmen zum Schutz von heimischen Arbeitsplätzen und Produktionsstätten zu erlassen. Weiterhin herrschte die Überzeugung vor, dass eine aktive Handelsbilanz (Differenz von Ex- und Importen) unbedingt anzustreben sei. Als Folge wurden Exporte gemeinhin als Gewinn, der Import hingegen als Verlust für die Volkswirtschaft angesehen. Demnach war es im merkantilistischen System üblich, den Import von verarbeiteten Waren und Luxusgütern durch Zölle und Abgaben zu erschweren, bzw. zu verbieten. Davon ausgenommen waren die Importe von Rohmaterialien, die zur Herstellung von Gütern benötigt wurden. Der Export von Fertigprodukten wurde hingegen als Quelle für Wohlstand und Reichtum gesehen.
Mit diesen Auffassungen bricht Adam Smith. Die grundlegende Aussage seiner Theorie lässt sich wie folgt zusammenfassen: Handel wird nicht mehr als Nullsummenspiel aufgefasst, d.h. der Außenhandel bringt allen beteiligten Ländern Vorteile. Die Nationen sollten sich im Sinne einer Arbeitsteilung auf die Produktion der Güter fokussieren, bei denen sie einen absoluten Kostenvorteil gegenüber anderen Nationen haben. Zölle und ähnliche Handelshemmnisse sollten reduziert werden, um den Handel zwischen den Ländern zu erleichtern und heimische Monopole abzuschaffen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Kritik an Freihandelsabkommen trotz ihrer theoretischen Vorteile und definiert das Ziel der Arbeit, CETA, TTIP und TiSA zu analysieren.
2. Theoretische Grundlagen zur Außenhandelstheorie: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge des Freihandelsgedankens durch Adam Smith, David Ricardo und das Heckscher-Ohlin-Modell.
3. Freihandel und Freihandelsabkommen: Hier werden die wissenschaftlichen Argumente für und gegen den Freihandel sowie die Rolle von WTO und GATT dargelegt.
4. CETA: Kapitel 4 analysiert CETA hinsichtlich seines Inhalts, der makroökonomischen Effekte und der kontroversen Debatte um den Investitionsschutz.
5. TTIP: Kapitel 5 untersucht die geplante Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, ihre Ziele, ökologischen Auswirkungen und ökonomischen Prognosen.
6. TiSA: In Kapitel 6 wird das Dienstleistungsabkommen TiSA beleuchtet, insbesondere dessen Zielsetzung, die makroökonomischen Erwartungen und die Bedenken bezüglich Transparenz und Datenschutz.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einem Fazit zu den untersuchten Abkommen und einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen der Politik im Bereich der globalen Handelsabkommen.
Freihandelsabkommen, CETA, TTIP, TiSA, Außenhandelstheorie, Investitionsschutz, WTO, GATT, Dienstleistungshandel, Handelsliberalisierung, Makroökonomie, Umweltschutz, Arbeitsteilung, Wohlfahrt, Protektionismus.
Die Arbeit analysiert moderne Freihandelsabkommen, insbesondere CETA, TTIP und TiSA, und bewertet deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen im Kontext der Außenhandelstheorie.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Freihandels, die makroökonomischen Effekte, Investitionsschutzregelungen, ökologische Auswirkungen sowie die Kritik an den jeweiligen Verhandlungsprozessen.
Das Ziel ist die Untersuchung der Relevanz heutiger Abkommen anhand konkreter Beispiele, um Stärken und Schwächen zu identifizieren und Ansätze für zukünftige Verbesserungen aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien sowie die Auswertung von Vertragstexten, Positionspapieren der Europäischen Kommission und ökonomischen Modellen wie dem CGE-Modell.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte zu CETA, TTIP und TiSA, in denen jeweils Einordnung, Inhalte, makroökonomische Auswirkungen und spezifische kritische Aspekte analysiert werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Handelsliberalisierung, Investitionsschutz, CETA, TTIP, TiSA, WTO sowie die Debatte um Wohlfahrtsgewinne gegenüber sozialen und ökologischen Risiken.
Die Bedenken gegenüber TiSA umfassen insbesondere die fehlende Transparenz der Verhandlungen, mögliche strukturelle Probleme bei einer späteren Implementierung in das WTO-System und Ängste bezüglich der Aufweichung von Datenschutzstandards.
Der Autor hinterfragt die grundsätzliche Notwendigkeit eines außerordentlichen Investitionsschutzes für Unternehmen in hochentwickelten Rechtssystemen und kritisiert, dass dieser nicht automatisch Teil jedes Freihandelsabkommens sein sollte.
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