Masterarbeit, 2017
123 Seiten
1. Einleitung
2. Unterrichtsstörungen
2.1 Definition
2.2 Ursachen
2.3 Erscheinungsformen
3. Bedingungen des Fachunterrichts
3.1 Fachunterricht Deutsch
3.2 Fachunterricht Latein
3.3 Vergleich der fachspezifischen Bedingungen
4. Komparative Beobachtung im Fachunterricht Latein und Deutsch
4.1 Fragestellung und Hypothesen
4.2 Forschungsdesign
4.2.1 Erhebungsinstrument
4.2.2 Beobachtungsitems
4.2.2.1 Schüler*innen
4.2.2.2 Lehrpersonen
4.2.3 Pretest
4.3 Ergebnisse der Untersuchung
4.3.1 Unterrichtsstörungen im Fachunterricht Deutsch
4.3.1.1 Schüler*innen
4.3.1.2 Lehrpersonen
4.3.2 Unterrichtsstörungen im Fachunterricht Latein
4.3.2.1 Schüler*innen
4.3.2.2 Lehrpersonen
4.4 Analyse der Ergebnisse
4.4.1 Schüler*innen
4.4.2 Lehrpersonen
4.5 Interpretation der Ergebnisse
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht kritisch die Störphänomene im Unterricht, mit dem primären Ziel, fachspezifische Unterschiede zwischen den Schulfächern Deutsch und Latein mittels einer komparativen Beobachtung zu identifizieren und zu interpretieren.
2.1 Definition
Der Terminus Unterrichtsstörung ist an individuelle Empfindungen der Beteiligten gebunden und somit subjektiv (vgl. Pfitzner & Schoppek, 2000, S.351). Für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Bereich der Schulforschung ist es daher notwendig eine adäquate Definition zu treffen. Während sich die eine Lehrkraft nicht weiter an kurzen Gesprächen zwischen ihren Schüler*innen stört, sieht eine andere an dieser Stelle den Lehr-Lern-Prozess als negativ beeinflusst an. Genauso verhält sich dies bei den Heranwachsenden. Die einen fühlen sich gestört, wenn sich ihre Sitznachbar*innen unterhalten und die anderen nicht. Eine divergierende Beurteilung von Unterrichtssituationen trotz einer Definition hängt demnach von der individuellen Geduld sowie der Frustrationstoleranz der Involvierten ab. Daher wurde in der Forschung erstrebt, eine differenzierte Definition für dieses Phänomen, welches keineswegs „eine Erscheinung besonderer Institutionen“ (Hillenbrand, 2011^3, S.21) ist, zu erarbeiten.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert das Forschungsinteresse an fachspezifischen Störphänomenen und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Unterrichtsstörungen: Hier wird der theoretische Rahmen gesteckt, indem Definitionen, Ursachen und Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet werden.
3. Bedingungen des Fachunterrichts: Dieses Kapitel analysiert die fachspezifischen Rahmenbedingungen der Fächer Deutsch und Latein, um eine Basis für den Vergleich der Beobachtungsergebnisse zu schaffen.
4. Komparative Beobachtung im Fachunterricht Latein und Deutsch: Der Hauptteil beschreibt das Forschungsdesign, die Erhebungsmethoden, die Durchführung sowie die detaillierte Analyse und Interpretation der Untersuchungsergebnisse.
5. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert Limitationen und gibt Impulse für zukünftige Forschungsansätze.
Unterrichtsstörungen, Schulforschung, Fachunterricht Deutsch, Fachunterricht Latein, komparative Beobachtung, Störfaktorizität, Lehr-Lern-Prozess, fachspezifische Bedingungen, Unterrichtsqualität, Schülerverhalten, Lehrerverhalten, empirische Untersuchung, Welch-Test, Störphänomene.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Bestandsaufnahme von Unterrichtsstörungen und untersucht, inwieweit diese durch fachspezifische Bedingungen der Unterrichtsfächer Deutsch und Latein beeinflusst werden.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Einordnung von Störphänomenen, die Analyse der fachspezifischen Rahmenbedingungen von Deutsch und Latein sowie die empirische Erfassung von Störverhalten seitens der Schüler*innen und Lehrpersonen.
Das Hauptziel besteht darin, mögliche fachspezifische Störphänomene zu identifizieren, um Lehrkräften Erkenntnisse für eine potenzielle Antizipation und Minderung solcher Störungen in der Unterrichtsplanung zu liefern.
Es wird eine komparative, quantifizierende Beobachtungsstudie durchgeführt, wobei die gewonnenen Daten zur Signifikanzprüfung der fachspezifischen Differenzen mittels Welch-Test analysiert werden.
Der Hauptteil widmet sich dem Forschungsdesign, der Operationalisierung der Beobachtungsitems, der deskriptiven Ergebnispräsentation sowie der statistischen Analyse und fachlichen Interpretation der beobachteten Unterrichtsstörungen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Unterrichtsstörungen, Schulforschung, komparative Beobachtung, Fachunterricht Deutsch und Latein sowie Störfaktorizität charakterisieren.
Obwohl beides sprachliche Fächer sind, unterscheiden sie sich in ihren Inhalten, Arbeitsweisen und institutionellen Bedingungen, was nach Vermutung der Autorin Auswirkungen auf die Quantität und Qualität der auftretenden Unterrichtsstörungen hat.
Die Analyse zeigt, dass fachspezifische Störungen von Lehrkräften existieren, die sich sowohl auf der Beziehungs- und Kommunikationsebene als auch auf der Unterrichtsebene manifestieren, wobei sich die Ursachen je nach Fach in der Ausgestaltung des Lehr-Lern-Prozesses unterscheiden.
Der Pretest diente der Überprüfung des Forschungsdesigns und der Optimierung des Erhebungsinstruments, um die Validität der in der Hauptuntersuchung gesammelten Daten zu sichern.
Es handelte sich um eine direkte, nicht-teilnehmende Beobachtung unter Verwendung eines strukturierten Kategorienschemas, welches Störungen seitens der Schüler*innen und Lehrkräfte getrennt erfasste.
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