Bachelorarbeit, 2017
98 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Entwicklung kindheitspädagogischer Bachelorstudiengänge
2.1 Reformdynamik im deutschen Früherziehungssystem im Rückblick
2.2 Gestiegene Erwartungen an Kindertageseinrichtungen
2.3 Einführung der kindheitspädagogischen Bachelorstudiengänge
2.3.1 Staatliche Anerkennung und bundeseinheitliche Berufsbezeichnung
2.4 Professionalisierung durch Akademisierung des frühpädagogischen Personals
2.4.1 Die ambivalente Bewertung von Akademisierung und Professionalisierung
2.4.2 Teilakademisierung des frühpädagogischen Personals
3. Kindheitspädagogische Bachelorstudiengänge in Deutschland
3. 1 Ausbildung der Fachkräfte und Qualität des institutionellen Angebotes
3.1.1 Internationale Studien zur Bedeutung des Ausbildungsniveaus
3.2 Das Studienangebot für kindheitspädagogische Bachelorstudiengänge
3.2.1 Was müssen Absolventinnen und Absolventen können?
3.3 Verflechtung zwischen Ausbildung und Praxis
4. Absolventinnen und Absolventen von kindheitspädagogischen Bachelorstudiengängen im Arbeitsfeld
4.1 Handlungs- und Arbeitsfelder von Kindheitspädagoginnen und -pädagogen
4.2 Arbeitsmarktorientierung und Einmündung in die Praxis
4.3 Rahmen- und Beschäftigungsbedingungen
4.3.1 Heterogene Trägerlandschaft als Anstellungsträger
4.3.2 Geltungsbereich tariflicher Regelungen
4.3.3 Befristungen von Arbeitsverhältnissen
4.3.4 Personalbeschaffenheit in Kindertageseinrichtungen
4.3.5 Tarifliche Eingruppierung und Bezahlung
5. Belastungen und Ressourcen im arbeitsbezogenen Kontext von Kindheitspädagoginnen und -pädagogen im Berufseinstieg
5.1 Entwicklung einer professionell tätigen Fachkraft
5.2 Belastungen, Ressourcen und Arbeitszufriedenheit
5.2.1 Belastung, Beanspruchung und Stress
5.2.2 Stresstheoretische Modelle und Ressourcen
5.2.3 Arbeitszufriedenheit
5.3 Berufseinmündungsprozesse von Hochschulabsolventinnen und -absolventen
5.3.1 Studium, Übergang und Beruf: Unterschiedliche Gestaltungsformen
6. Erhebung
6.1 Erhebungsverfahren
6.2 Auswertungsverfahren
6.3 Kategorien und Auswertung der Erhebung
6.4 Ergebnisdiskussion der Erhebung
7. Schluss
7.1 Zusammenfassung
7.2 Fazit
7.3 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob sich für Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen beim Berufseinstieg in Kindertageseinrichtungen aufgrund ihres neuen, akademischen Abschlussprofils besondere Anforderungen, Belastungen oder benötigte Ressourcen ergeben und wie diese den Berufseinmündungsprozess prägen.
3.1.1 Internationale Studien zur Bedeutung des Ausbildungsniveaus
Der Großteil des pädagogischen Fachpersonals in Kindertageseinrichtungen in Deutschland besteht aus Erzieherinnen und Erziehern. Der Anteil der Fachkräfte mit akademischer Ausbildung stellt den geringsten dar (Blossfeld & Roßbach 2012, S. 207). In der Berichtserstattung wird häufig die besondere Bedeutung des Ausbildungsniveaus des Fachpersonals betont, wenn über die positiven Auswirkungen der Kindertageseinrichtungen auf die Entwicklung von Kindern berichtet wird.
Auch internationale Studien proklamieren einen Zusammenhang zwischen dem Ausbildungsniveau der Fachkräfte und der Qualität des institutionellen Angebotes. Diese Zusammenhänge können wiederum in anderen Studien nicht durchgehend bestätigt werden (Mischo, 2016, S. 581). Forschungsergebnisse aus anderen Staaten sind aufgrund diffuser Rahmenbedingungen (ebd., 2012, S. 207) und Ausbildungssysteme nicht immer auf die deutsche Situation übertragbar und daher nur bedingt für die Betrachtung der Zusammenhänge zwischen dem formalen Bildungsabschluss und der Qualität der pädagogischen Arbeit nutzbar (S. 208). Sie eignen sich dennoch, um Anregungen für die kritische Auseinandersetzung der aktuellen Beschäftigungssituation in Kindertageseinrichtungen zu erhalten. In der Fachliteratur werden häufig Fragen bezüglich einer Gegenüberstellung von fachschulischer und hochschulischer Ausbildung gestellt, bisher allerdings ohne zufriedenstellendes Ergebnis.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die veränderten Anforderungen an pädagogische Fachkräfte und definiert die Kernfrage nach den Herausforderungen für Kindheitspädagogen beim Berufseinstieg.
2. Die Entwicklung kindheitspädagogischer Bachelorstudiengänge: Dieses Kapitel skizziert die Reformdynamik des deutschen Früherziehungssystems, den Professionalisierungsdiskurs und die Einführung der akademischen Studiengänge.
3. Kindheitspädagogische Bachelorstudiengänge in Deutschland: Es wird die Qualität des Ausbildungsgefüges beleuchtet, internationale Studien zum Ausbildungsniveau diskutiert und die heterogene Struktur der Studiengänge sowie deren Anforderungsprofile dargelegt.
4. Absolventinnen und Absolventen von kindheitspädagogischen Bachelorstudiengängen im Arbeitsfeld: Dieses Kapitel beschreibt die Arbeitsmarktsituation, typische Handlungsfelder sowie die Rahmen- und Beschäftigungsbedingungen für die neuen Absolventen in Kitas.
5. Belastungen und Ressourcen im arbeitsbezogenen Kontext von Kindheitspädagoginnen und -pädagogen im Berufseinstieg: Der Abschnitt befasst sich mit Stress- und Ressourcenmodellen im Berufseinstiegsprozess und der Bedeutung der Arbeitszufriedenheit für neue Fachkräfte.
6. Erhebung: Hier erfolgt die Vorstellung und qualitative Auswertung der Interviews mit vier Absolventinnen zur Rekonstruktion ihrer subjektiven Erfahrungen und Belastungen beim Berufseinstieg.
7. Schluss: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, kritisch diskutiert und ein Ausblick auf notwendige Entwicklungen in der Praxis gegeben.
Kindheitspädagogik, Bachelorstudiengänge, Berufseinstieg, Kindertageseinrichtungen, Professionalisierung, Akademisierung, Belastungen, Ressourcen, Arbeitszufriedenheit, Erzieherinnen, Berufsprofil, Frühpädagogik, Transition, Arbeitsmarktsituation, Eingruppierung
Die Arbeit befasst sich mit dem Berufseinstieg von Absolventinnen und Absolventen kindheitspädagogischer Bachelorstudiengänge in Kindertageseinrichtungen und untersucht deren spezifische Belastungen sowie Ressourcen.
Zentral sind der Akademisierungsprozess in der Frühpädagogik, die Passung zwischen Ausbildung und Anforderungen in der Kita-Praxis sowie die Arbeitsbedingungen und deren Einfluss auf die Berufszufriedenheit.
Die Forschungsfrage lautet, ob sich im Berufseinmündungsprozess besondere Anforderungen für Kindheitspädagogen ergeben und wie das neue akademische Studienprofil Anerkennung im Beschäftigungssystem findet.
Es wurde eine qualitative Erhebung durchgeführt, bei der vier Absolventinnen der Hochschule Esslingen mittels Interviewleitfäden und Fragebögen zu ihren Erfahrungen befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Studienlandschaft und der Arbeitsmarktbedingungen sowie in eine eigene empirische Erhebung inklusive Auswertung und Diskussion.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kindheitspädagogik, Berufseinstieg, Akademisierung, Arbeitszufriedenheit und Kita-Praxis beschreiben.
Die Erhebung zeigt, dass Absolventinnen mit vorheriger Ausbildung zur Erzieherin von ihren Praxiserfahrungen profitieren und diese häufiger für den Aufstieg in Leitungspositionen nutzen können.
Die Befragten bemängeln weitgehend einen fehlenden Praxisbezug im Studium und wünschen sich eine stärkere Verflechtung von theoretischen Inhalten und praktischen Anforderungen der Kita-Arbeit.
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