Masterarbeit, 2017
86 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung aus der Praxis
1.1.1 Die Tätigkeit des Autors
1.1.2 Eingrenzung des Anwendungsbereiches
1.1.3 Einordnung der Aufgabenstellung in die Personalentwicklung
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen/Begriffsbestimmungen
2.1 Der kontinuierliche Verbesserungsprozess
2.1.1 Historie des KVP
2.1.2 Ausprägungen des KVP
2.1.3 Unterscheidung zwischen BVW und KVP
2.2 Partizipation
2.3 Das Problem
2.4 Unterschiede Gruppe/Team
2.5 Problemlösungsteam
3 Rahmenbedingungen
3.1 Die Stadt und Stadtverwaltung Mönchengladbach
3.2 Die Berufsfeuerwehr Mönchengladbach
3.2.1 Rechtsgrundlagen und Aufgabengebiete
3.2.2 Größe, Aufbau und Struktur
3.2.3 Arbeitsorganisation im Einsatzdienst
3.2.4 Personaleinsatz und Schichtdienst
3.2.5 Beschäftigungsverhältnis und Vergütung
3.2.6 Laufbahngruppen und Qualifikation
3.3 Problemlösung und Partizipation, Beschreibung der Ist-Situation
3.4 Problemlösung und Partizipation, Beschreibung der Soll-Situation
4 Konzeptentwicklung
4.1 Bedarfsermittlung/Soll-Ist-Abgleich
4.2 Entwicklung der Aufbaustruktur
4.3 Erweiterungsmöglichkeiten des Konzeptes
4.4 Erforderliche Teams, Aufgaben und Zusammenstellung
4.4.1 Lenkungsgruppe
4.4.2 Problemlösungsteam Brandbekämpfung/Hilfeleistung
4.4.3 Problemlösungsteam Rettungsdienst
4.5 Erforderliche Funktionen und deren Aufgaben
4.5.1 Koordinator
4.5.2 Moderator
4.5.3 Teammitglied
4.5.4 Promotor
4.6 Qualifizierungsbedarf der Funktionsträger
4.6.1 Koordinator
4.6.2 Moderator
4.6.3 Teammitglied
4.6.4 Promotor/Lenkungsgruppenmitglied
5 Implementierung
5.1 Ein Gefühl für die Dringlichkeit erzeugen
5.2 Eine Führungskoalition aufbauen
5.3 Eine Vision und Strategie entwickeln
5.4 Die Vision des Wandels kommunizieren
5.5 Mitarbeiter auf breiter Basis befähigen
5.6 Schnelle Erfolge erzielen
5.7 Erfolge konsolidieren und weitere Veränderung einleiten
5.8 Die Neuerungen in der Kultur verankern
5.9 Mögliche Widerstände, Probleme und Maßnahmen
5.10 Förderliche Rahmenbedingungen
5.11 Kennzahlen/Evaluation
6 Zusammenfassung
7 Fazit und Ausblick
Ziel der Masterarbeit ist die Entwicklung eines Konzepts zur Einführung von Problemlösungsteams (PLTs) bei der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach, um durch partizipative Ansätze die Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen, das Fachwissen der Anwender effektiver zu nutzen und die Prozess- sowie Ergebnisqualität zu steigern.
1.1 Problemstellung aus der Praxis
Die Notwendigkeit der ständigen Anpassung aufgrund sich ändernder Rahmen- und Umweltbedingungen schließt auch den öffentlichen Dienst und somit die Feuerwehren ein. Was bringt aber eine Berufsfeuerwehr dazu KVP einzuführen, wenn die Motivation aus dem beschriebenen Konkurrenzkampf im Verdrängungswettbewerb fehlt?
Bei Einsätzen der Feuerwehr geht es regelmäßig um die höchsten Schutzgüter der Menschheit, die Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit, Umwelt und Sachwerte. Hierauf lässt sich letztendlich jegliches Handeln einer Feuerwehr zurückführen und es schließt folglich den rückwärtigen Abteilungsdienst in den Service- und Produktbereichen ein. Wesentliche Herausforderung ist, den Akteuren vor dem Hintergrund der genannten Aufgaben und Verpflichtungen zu helfen, den Sinn des KVP zu entdecken. Das Erkennen der Sinnhaftigkeit stellt eine der möglichen Motivationsquellen dar und kann so als Grundlage für eine nachhaltige und erfolgreiche Implementierung dienen.
Auch im öffentlichen Dienst sind durch die vielfach langjährig angespannte Finanzlage der öffentlichen Haushalte die Rationalisierungspotenziale weitestgehend ausgeschöpft. Hieraus resultiert die Konsequenz, Verbesserungen nicht nur durch hohe Investitionen in „neues“, sondern auch „im Bestand“ zu suchen. Hierzu soll das Wissen der Mitarbeiter künftig stärker genutzt werden, um so den Wandel als „Normalzustand“ zu meistern sowie eine kontinuierliche und vor allem nachhaltige Verbesserung zu erreichen.
Die Mitarbeiter gewinnen durch die Ausführung ihrer Tätigkeiten ständig neue Erfahrungen. Auf diese Weise bauen sie Wissen auf, das auch Kenntnisse über Probleme und Anforderungen beinhaltet. Dies wird z. B. durch Unternehmensberater bestätigt. Diese unternehmen regelmäßig Anstrengungen, um das Wissen der Mitarbeiter des Auftraggebers für ihre Beratung zu nutzen. Durch den KVP wird dieses Wissen auch ohne externe Unternehmensberater nutzbar. Probleme sollen durch den Einbezug der Mitarbeiter praxisgerecht gelöst werden. Arbeit wird zur reflexiven Tätigkeit. Ausführung und Planung werden stärker in eine Hand gegeben. Die Mitarbeiter entwickeln ein tieferes Verständnis dafür, wie Tätigkeiten zu verrichten sind und warum sie in einer bestimmten Weise und nicht anders erledigt werden. Das Nachdenken der Mitarbeiter über die Arbeit, mit dem Ziel diese zu optimieren, wird zum grundlegenden Bestandteil der Arbeit selbst. Dies stellt eine Aufwertung der Arbeit dar, wirkt aber zugleich auch verpflichtend für die Mitarbeiter, welche sich im Nebeneffekt zusätzlich mit dem Sinn ihrer Arbeit auseinandersetzen. (vgl. Witt/Witt 2001: 14-15)
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit von kontinuierlicher Verbesserung (KVP) in Organisationen und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit für die Berufsfeuerwehr Mönchengladbach.
2 Theoretische Grundlagen/Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel klärt theoretische Begriffe wie KVP, Partizipation, das Problemverständnis sowie die Unterschiede zwischen Gruppen und Teams, um eine Basis für das Konzept zu schaffen.
3 Rahmenbedingungen: Hier werden die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Stadtverwaltung und der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach analysiert, um die Ausgangslage für die Konzeptentwicklung zu bestimmen.
4 Konzeptentwicklung: In diesem Kapitel wird das spezifische KVP-Konzept inklusive der Teamstrukturen, Rollenverteilungen und Qualifizierungsbedarfe für die Berufsfeuerwehr entwickelt.
5 Implementierung: Das Kapitel beschreibt die praktische Umsetzung des KVP-Konzepts unter Anwendung des Acht-Stufen-Prozesses nach Kotter und beleuchtet Aspekte wie Widerstände, Kommunikation und Evaluation.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse und die entwickelte Systematik für die Implementierung der Problemlösungsteams in der Berufsfeuerwehr.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Praxistauglichkeit des Konzepts und zeigt auf, dass der KVP als langfristige Lebenseinstellung zur Stärkung der Organisationskultur beitragen kann.
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, KVP, Berufsfeuerwehr, Partizipation, Problemlösungsteams, Change Management, Personalentwicklung, Organisationskultur, Mitarbeiterbeteiligung, Führungskultur, Teamentwicklung, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Öffentlicher Dienst, Arbeitseffizienz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) bei der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach durch die Einführung von Problemlösungsteams.
Die zentralen Felder sind partizipative Mitarbeiterbeteiligung, Change Management im öffentlichen Dienst, Teamentwicklung und die Optimierung der Prozessqualität in einer Behörde.
Ziel ist es, ein nachhaltiges Konzept zur Einführung von Problemlösungsteams zu entwickeln, das die Mitarbeitermotivation erhöht und das Expertenwissen der Einsatzkräfte systematisch für Verbesserungen nutzt.
Die Arbeit folgt einem deduktiven Ansatz, indem sie vorhandene Theorien aus der Fachliteratur und dem Change Management auf den Einzelfall der Berufsfeuerwehr überträgt.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Begriffsbestimmungen, die Analyse der spezifischen Rahmenbedingungen bei der Feuerwehr, die detaillierte Konzeptentwicklung für die Problemlösungsteams sowie die Strategie zu deren Implementierung.
KVP, Partizipation, Problemlösungsteams, Change Management, Berufsfeuerwehr und Organisationsentwicklung sind die entscheidenden Begriffe.
Es dient dazu, einen Mikrokosmos der Organisation abzubilden, in dem sowohl Anwender aus den Wachabteilungen als auch Fachexperten aus der Verwaltung zusammenarbeiten, um bereichsübergreifende Probleme ganzheitlich zu lösen.
Die Arbeit nutzt den Acht-Stufen-Prozess nach Kotter, um durch Dringlichkeitserzeugung, Kommunikation und frühzeitige Erfolge ("Quick Wins") eine Kultur zu etablieren, die Fehler als Lernpotenzial begreift und die Mitarbeiter aktiv einbindet.
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