Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Wissen
2.1.1 Wissens- und Technologietransfer
2.1.2 Innovation
2.2 Regionales Innovationssystem (RIS)
2.2.1 Elemente und Struktur des RIS
2.2.2 Funktionen von Hochschulen im RIS
2.2.3 Unterschiede von Hochschulen im RIS
2.3 Direkter und indirekter Wissenstransfer
2.3.1 Kooperationen mit Unternehmen
2.3.2 Institutioneller Wissenstransfer
2.4 Die Bedeutung von Patenten für Hochschulen und Unternehmen
3 Elektrotechnik
3.1 Branche
3.2 Innovationscharakteristika der Elektrotechnik
3.3 IPC-Klassifikation der Elektrotechnik
4 Einordnung in den aktuellen Stand der Wissenschaft
5 Methodik und Daten
5.1 Räumliche Untersuchungsebene
5.2 Patente als abhängige Variable
5.3 Ableitung und Auswahl des Modells
5.4 Datenquellen und deskriptive Statistik
6 Vorstellung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
6.1 Der Einfluss von Hochschulen
6.2 Analyse der Zeiträume
7 Kritische Reflexion
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Hochschulen auf das Patentgeschehen im Bereich grundlegender elektrischer Bauteile in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und inwieweit Hochschulen als Akteure in regionalen Innovationssystemen das Patentaufkommen in dieser spezifischen Branche beeinflussen.
2.1 Wissen
Das Wissen ist ein wesentlicher Ursprung von Innovationen (vgl. Florida 1995, S. 528; Klaerding et al. 2009, S. 296). Wissen besteht nicht ausschließlich aus dem Sammeln von Informationen, sondern es erfordert eine zweckorientierte Informationsvernetzung (vgl. Strambach 2004, S. 3 f.). Wissen ist somit ein Ergebnis von Interaktions- und Lernprozessen mit mehreren Akteuren (vgl. Strambach 2004, S. 7). Diese Prozesse sind essentiell für die Verbreitung von Wissen und Innovationen, worauf der Fokus im nächsten Unterkapitel – Wissens- und Technologietransfer – gelegt wird.
Die Formen des Wissens sind in implizites Wissen (nicht-kodifiziert) und explizites Wissen (kodifiziert) zu unterteilen (vgl. Thiel 2002, S. 22 f.). Das explizite Wissen wird durch verschiedene Formen der Kodifizierung (Schrift) ausgedrückt und ist somit artikulierbar. Das implizite Wissen ist der Ursprung von explizitem Wissen (vgl. Rauter 2013, S. 26). Implizites Wissen („tacit knowledge“) wird auch stillschweigendes Wissen genannt, welches an den Menschen gebunden ist und nur durch persönliche Kommunikation weitergegeben werden kann – zum Beispiel bei Diskussionen (vgl. Fritsch et al. 2007, S. 24; Polanyi 1966, S. 4). Aus diesem Grund ist eine soziale Interaktion notwendig. Wenn diese Interaktionen wiederholt vorkommen, entstehen soziale Strukturen. Neu generiertes Wissen, was innovationsfördernd sein kann, ist meistens implizit und weist somit eine höhere Relevanz für Innovationen als das explizite Wissen auf. Ein Grund dafür ist die Komplexität des Wissens, sodass ein hoher Aufwand nötig wäre, um das implizite Wissen zu kodifizieren und es somit Dritten zugänglich zu machen (vgl. Rauter 2013, S. 26 ff.).
1 Einleitung: Einführung in die Rolle von Hochschulen als Wissensakteure im regionalen Umfeld und Definition der Forschungsfrage in Bezug auf die Elektrotechnik.
2 Theoretischer Hintergrund: Erläuterung der Grundlagen zu Wissen, Innovationen, regionalen Innovationssystemen sowie den direkten und indirekten Transferkanälen von Hochschulen.
3 Elektrotechnik: Beschreibung der ökonomischen Bedeutung, der Innovationsmerkmale und der technologischen Klassifizierung der Elektrotechnikbranche.
4 Einordnung in den aktuellen Stand der Wissenschaft: Überblick über bisherige empirische Studien und Herleitung der Arbeitshypothese.
5 Methodik und Daten: Festlegung des räumlichen Untersuchungsraums, Beschreibung der Variablenwahl und des statistischen Regressionsmodells.
6 Vorstellung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Präsentation der Ergebnisse der negativen Binomial-Regression und Diskussion der Einflüsse von Hochschulen über verschiedene Zeiträume.
7 Kritische Reflexion: Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse und Diskussion von Limitierungen der quantitativen Analyse.
8 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Hochschulen, Regionale Innovationssysteme, Elektrotechnik, Wissenstransfer, Technologietransfer, Patentgeschehen, Innovation, Wissensspillover, Forschungs- und Entwicklungskooperationen, Regressionsanalyse, Innovationsoutput, industrielle Forschung, akademische Patente, Technologiemanagement.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Einfluss von Hochschulen auf das Patentaufkommen in der deutschen Elektrotechnikbranche unter Berücksichtigung regionaler Innovationssysteme.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen akademischer Wissensproduktion (Hochschulen) und wirtschaftlicher Innovation (Patente) in räumlich begrenzten Arbeitsmarktregionen.
Das Ziel ist zu analysieren, welchen messbaren Einfluss Hochschulen als regionale Akteure auf die Generierung von Patenten im Bereich grundlegender elektrischer Bauteile in Deutschland haben.
Es wird eine quantitative Untersuchung durchgeführt, bei der ein Regressionsmodell, spezifisch die negative Binomial-Regression, zur Analyse von Patentzählungsdaten eingesetzt wird.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung von Innovationssystemen und Wissenstransfer, die Charakterisierung der Elektrotechnikbranche, die methodische Vorgehensweise und die empirische Datenanalyse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hochschulen, Regionales Innovationssystem, Wissenstransfer, Patente, Elektrotechnik und Innovationsoutput.
Diese Branche wurde aufgrund ihrer hohen Forschungs- und Entwicklungsintensität sowie ihrer Rolle als essenzielle Zuliefererindustrie für viele weitere Technologiebereiche ausgewählt.
Hochschulen agieren als „Innovationsgeneratoren“ und „Innovationsattraktoren“, indem sie Wissen generieren, Humankapital durch Absolventen in die Region führen und als Partner in Kooperationen fungieren.
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