Bachelorarbeit, 2017
71 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Dienstleistungsqualität
2.1 Begriffsbestimmung und -abgrenzung
2.1.1 Dienstleistung
2.1.2 Qualität
2.2 Dienstleistungsqualität
2.2.1 Modelle der Dienstleistungsqualität
2.2.2 Messung der Dienstleistungsqualität
2.3 Spielerberatung als Dienstleistung
2.3.1 Tätigkeitsfelder in der Spielerberatung
2.3.2 Informationsökonomische Aspekte der Spielerberatung
3 Grundlagen des Spielerberatermarktes
3.1 Marktüberblick des Spielerberatermarktes
3.2 Rechtliche Aspekte der Transferabwicklung und Spielerberatung
3.2.1 Die Verbandsrechtliche Grundlagen bei Transfers
3.2.2 Der Transferprozess
3.2.3 Rechtliche Aspekte der Spielerberatung
4 Methodik
4.1 Methode der Datenerhebung
4.2 Methode der Datenauswertung
5 Ergebnisse
5.1 Erwartungen an die Berateragentur aus Spielersicht
5.2 Tatsächlich wahrgenommene Dienstleistung
5.3 Diskussion der Ergebnisse
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die wahrgenommene Dienstleistungsqualität von Spielerberatern im Profi-Fußball aus der Perspektive der Spieler. Das primäre Ziel ist es, Determinanten der Dienstleistungsqualität mittels eines theoretischen Modells (GAP-Modell) und Experteninterviews zu identifizieren, um zu analysieren, ob die Angebote der Agenturen mit der tatsächlich erfahrenen Qualität übereinstimmen.
2.1.1 Dienstleistung
Die Dienstleistung ist zunächst durch die spezifischen Charakteristika von einer Sachleistung abzugrenzen (vgl. Bruhn, 2016, S. 23 f). Eine Dienstleistung zeichnet sich durch die Immaterialität und die Integration des externen Faktors aus. Durch den immateriellen Charakter einer Dienstleistung ist die eigentliche Kernleistung nicht greifbar, sie ist intangibel (vgl. Zeithaml/Bitner, 2000, S. 13). Haller (2005, S. 7) verdeutlicht den immateriellen Charakter einer Dienstleistung dadurch, dass sie durch keinen der fünf Sinne erfasst werden kann. Dies heißt jedoch nicht, dass Dienstleistungen immer ohne Sachleistungsanteil hergestellt werden. Folglich ist das Ergebnis vieler Dienstleistungen eng mit einer Sachleistung verbunden (z.B. Autoreparatur mit Verwendung von Neuteilen). Weiterhin ist für viele Dienstleistungen eine Sachleistungsinfrastruktur nötig (z.B. Ausstattung eines Sprechzimmers bei einem Arzt) (vgl. Bruhn, 2016, S. 22).
Die Integration des externen Faktors ist die zweite wesentliche Eigenschaft einer Dienstleistung. Hiermit ist die Einbringung des Kunden in den Dienstleistungsprozess gemeint. Der Kunde ist an der Erstellung der Dienstleistung direkt beteiligt und wird folglich zum Co-Produzent, dem sogenannten Prosumer (vgl. Preuß, 2014, S. 505). Durch die Immaterialität und die Integration des externen Faktors ergeben sich zwei weitere Merkmale einer Dienstleistung, die Standortgebundenheit und die Nichtlagerfähigkeit einer Dienstleistung. Die Nichtlagerfähigkeit einer Dienstleistung resultiert daraus, dass Produktion und Konsumption simultan erfolgen (Uno-Actu-Prinzip) (vgl. Meffert & Bruhn, 2015, S. 30). Folgerichtig ist eine Dienstleistung auch nicht transportfähig, sondern standortgebunden. Sie wird in der Regel am Ort des Kunden oder am Ort des Dienstleisters erstellt.
Abschließend ist festzuhalten, dass jede Dienstleistung individuell und somit einmalig ist. Sie wird für jeden Kunden neu erstellt und auf dessen gewünschten Leistungsumfang und Qualitätsanspruch angepasst (vgl. Corsten & Gössinger, 2015, S. 16).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der Spielerberatung ein und definiert das Forschungsziel sowie den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2 Grundlagen der Dienstleistungsqualität: Es werden theoretische Begrifflichkeiten zu Dienstleistungen, Qualität und Modellen zur Messung (wie das GAP-Modell) erläutert.
3 Grundlagen des Spielerberatermarktes: Dieses Kapitel analysiert Marktmerkmale, rechtliche Rahmenbedingungen für Transfers und die Akteurskonstellation zwischen Berater, Spieler und Verein.
4 Methodik: Hier wird das qualitative Vorgehen mittels leitfadenstrukturierter Experteninterviews und die systematische Inhaltsanalyse nach Mayring beschrieben.
5 Ergebnisse: Die gesammelten Daten aus den Interviews werden dargestellt, analysiert und hinsichtlich der Spieler-Erwartungen sowie der tatsächlich erfahrenen Leistung diskutiert.
6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen und leitet Praxisimplikationen für den Sportmanagement-Bereich ab.
Spielerberatung, Dienstleistungsqualität, Profi-Fußball, Sportmanagement, GAP-Modell, Principal-Agent-Theorie, Spielervermittler, Transfermarkt, Experteninterviews, Servqual, Leistungsportfolio, Kundenzufriedenheit, Beratungsqualität, Sportsoziologie, Marktentwicklung.
Die Arbeit analysiert die Dienstleistungsqualität von Spielerberatern im deutschen Profi-Fußball aus der Perspektive der betreuten Fußballspieler.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Dienstleistungsqualität, die Struktur des Spielerberatermarktes, rechtliche Rahmenbedingungen und die empirische Messung der Beratungsleistung.
Ziel ist es, Indikatoren für die Dienstleistungsqualität zu finden und zu analysieren, ob die Versprechen der Berateragenturen mit der tatsächlichen Erfahrung der Spieler korrespondieren.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz mit leitfadenstrukturierten Experteninterviews, die nach der Methode der strukturierten Inhaltsanalyse (deduktive Kategorienanwendung) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Dienstleistungsqualität, der Charakterisierung des Spielerberatermarktes inklusive rechtlicher Aspekte sowie der Durchführung und Auswertung der Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind Spielerberatung, Dienstleistungsqualität, Principal-Agent-Theorie, GAP-Modell, Transfermarkt und Sportmanagement.
Ja, die Arbeit stellt fest, dass Profifußballer in höheren Ligen tendenziell ein breiteres Spektrum an Dienstleistungen erhalten als semiprofessionelle Akteure in unteren Spielklassen.
Die Anwendung des GAP-Modells und des Servqual-Ansatzes wird im Rückblick als suboptimal bewertet, da sich die Kategorien nicht optimal in einen Interviewleitfaden überführen ließen.
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