Diplomarbeit, 2003
129 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Der Offene Kanal
2.1 Entstehungsgeschichte Offener Kanäle
2.2 Definition "Offener Kanal"
2.3 Der Offene Kanal Hamburg - Die Einrichtung
2.4 Regelungen
2.5 Ziele und Zielgruppen
2.6 Trägerschaft
2.7 Finanzierung
2.8 Entscheidungskompetenz und Verantwortung
2.9 Kooperation und Vernetzung
2.10 Frauen im Offenen Kanal
2.11 Kinder im Offenen Kanal
3. Medienpädagogische Positionen
3.1 Einleitung
3.2 Die kulturkritisch-geisteswissenschaftliche Position
3.3 Die technologisch-funktionale Position
3.4 Die ideologiekritische Position
3.5 Die gesellschaftskritische Position
3.6 Die handlungsorientierte Position
4. Medienpädagogik in der Sozialen Arbeit
4.1 Einleitung
4.2 Wodurch zeichnet sich Soziale Arbeit aus?
4.3 Medienpädagogik als Bestandteil von Gemeinwesenarbeit, Sozialer Gruppenarbeit und Einzelfallhilfe
4.3.1 Medienpädagogik in der Gemeinwesenarbeit
4.3.2 Medienpädagogik in der sozialen Gruppenarbeit
4.3.3 Medienpädagogik in der Einzelfallhilfe
4.3.4 Fazit
4.4 Medienpädagogische Soziale Arbeit
4.4.1 Drei wesentliche Zielbereiche Medienpädagogischer Sozialer Arbeit
4.5 Medienpädagogik – Ein eigener Berufszweig?
5. Medienpädagogik im Offenen Kanal Hamburg
5.1 Einleitung
5.2 Relevante medienpädagogische Positionen für die Arbeit in Offenen Kanälen
5.3 Alternative und Aktive Medienarbeit
5.3.1 Ursprünge Alternativer Medienarbeit
5.3.2 Die Videobewegung
5.3.3 Medienzentren
5.3.4 Das Modell des Freien Radios
5.3.5 Aktive Medienarbeit
5.3.5.1 Definition ‚Aktive Medienarbeit‘
5.3.5.2 Ziele und Kriterien aktiver Medienarbeit
5.3.5.3 Zielbereiche aktiver Medienarbeit
5.4 Fazit
6. Der Partizipationsbegriff im Rundfunk
6.1 Einleitung
6.2 Partizipationsbegriff und Demokratieverständnis
6.3 Partizipationsmöglichkeiten im Rundfunk
6.4 Fazit
7. Partizipation von Kindern in den Medien
7.1 Einleitung
7.2 Medienöffentlichkeit als Partizipationsmöglichkeit
7.3 Konzepte von Öffentlichkeit unter dem Aspekt der Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen
7.3.1 Medienöffentlichkeit
7.3.2 Gegenöffentlichkeit
7.3.3 Spezialöffentlichkeit
7.3.4 Kinderöffentlichkeit
7.4 Bietet der Offene Kanal Partizipationsmöglichkeiten für Kinder?
8. Fazit: In welcher Form kann der Offene Kanal für medienpädagogische Soziale Arbeit genutzt werden?
8.1 Einleitung: Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit
8.2 Der Offene Kanal leistet in seiner heutigen Form keine medienpädagogische Soziale Arbeit - dennoch ist er für diese von Bedeutung
8.3 Aufgaben des Offenen Kanals im Rahmen von Kooperationsprojekten
8.4 Medienpädagogische Zentren - Dezentrale Quartiersarbeit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Rolle des Offenen Kanals Hamburg als potenzielles Arbeitsfeld für die medienpädagogische Soziale Arbeit. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit der Offene Kanal Kindern und anderen unterrepräsentierten Gruppen eine tatsächliche mediale Partizipation ermöglicht und ob er als Instrument emanzipatorischer pädagogischer Arbeit fungieren kann.
A1.3. Das Projekt „Kamera“
Die Aufgabe der Mädchen in diesem Projekt war es, Interviews mit Menschen zum Thema „Traumberuf“ zu filmen und im Anschluß daran, einen Film über die Projektwoche zu realisieren. Mit dieser Aufgabe stellte ich den Mädchen zunächst eine konkrete Aufgabe, die auch im Beruf der Mediengestalterin nicht unüblich ist: Losziehen und kurze Interviews sammeln. Es ist eine Aufgabe, die im Gegensatz zu einem Spielfilm beispielsweise klar umrissen ist, relativ wenig theoretische Vorarbeit und kein langes Drehbuch benötigt, da die Hauptakteure die interviewten Personen sind. Es war also eine Aufgabe, die es den Mädchen ermöglichte, nach einer relativ kurzen theoretischen Einführung in die technischen Tücken und Möglichkeiten einer Videokamera sowie die journalistische und filmische Theorie von Interviews loszuziehen, praktische Erfahrungen zu sammeln und daraus brauchbare Ergebnisse zu erzielen. (Nicht umsonst schicken viele Rundfunkeinrichtungen ihre Praktikanten zunächst einmal los, um „O-Töne“ (Originaltöne) bzw. Interviews zu sammeln. Im zweiten Schritt erfolgt dann der richtige Zusammenschnitt dieser Interviews).
Diese Art des Vorgehens ermöglichte ein „learning by doing“. Sie verhindert, dass Frustration und Ermüdung auftreten. Es werden schnell Erfolgserlebnisse im Umgang mit der neuen Technik erzielt und die Theorie wird Schritt für Schritt in Kombination und praktischer Umsetzung erlernt.
Die Interviews hatten aber auch noch einen weiteren Lerneffekt: Die Kamera in der Hand machte es einfacher, auf fremde Leute zuzugehen und so einen Meinungsquerschnitt zum Thema „Traumberufe“ zu sammeln. Die Mädchen lernten hierbei, die erste Hemmschwelle beim Ansprechen fremder Personen zu überwinden und sich Informationen für ihre eigene Berufsfindung zu beschaffen. Die Kamera in der Hand verschaffte den Mädchen eine Position, in der die interviewten Erwachsenen, die das erste Mal vor der Kamera sprachen, in eine neue, mit Unsicherheiten behaftete Situation gerieten. Die Mädchen jedoch bekamen nach einigen Interviews Routine und Sicherheit hinter der Kamera, da sich für sie die Situation wiederholte. Obwohl sie jünger waren, waren sie also in der routinierteren Position.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die kontroverse Rolle Offener Kanäle und führt die Forschungsfrage nach deren Bedeutung für die medienpädagogische Soziale Arbeit sowie speziell die Partizipation von Frauen und Kindern ein.
2. Der Offene Kanal: Dieses Kapitel beschreibt die Entstehungsgeschichte, rechtliche Grundlagen, Ziele und Struktur des Offenen Kanals Hamburg unter besonderer Berücksichtigung der Nutzergruppen.
3. Medienpädagogische Positionen: Hier werden fünf zentrale medienpädagogische Ansätze, von der kulturkritischen bis zur handlungsorientierten Position, theoretisch dargelegt und bewertet.
4. Medienpädagogik in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel verortet Medienpädagogik als integralen Bestandteil der Sozialen Arbeit, insbesondere in der Gemeinwesenarbeit und Gruppenarbeit, und definiert medienpädagogische Soziale Arbeit.
5. Medienpädagogik im Offenen Kanal Hamburg: Hier wird untersucht, inwieweit Ansätze alternativer und aktiver Medienarbeit im Offenen Kanal Hamburg in der Praxis stattfinden.
6. Der Partizipationsbegriff im Rundfunk: Dieses Kapitel analysiert das Demokratieverständnis im Rundfunk und hinterfragt die Möglichkeiten echter Partizipation für Bürger jenseits von Pseudobeteiligung.
7. Partizipation von Kindern in den Medien: Es wird das Recht von Kindern auf Partizipation beleuchtet und die Barrieren für direkte Teilhabe von Kindern in den Medien analysiert.
8. Fazit: In welcher Form kann der Offene Kanal für medienpädagogische Soziale Arbeit genutzt werden?: Das Fazit fasst zusammen, dass der Offene Kanal in seiner derzeitigen Form keine medienpädagogische Soziale Arbeit leistet, aber dennoch eine notwendige Infrastruktur für solche Projekte bieten kann.
Medienpädagogik, Offener Kanal Hamburg, Soziale Arbeit, Partizipation, Aktive Medienarbeit, Bürgerfunk, Medienkompetenz, Gemeinwesenarbeit, Kinderrechte, Gegenöffentlichkeit, Emanzipation, Medienproduktion, Jugendliche, Medienkritik, Partizipationspädagogik
Die Diplomarbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen des Offenen Kanals Hamburg als Arbeitsfeld für medienpädagogische Soziale Arbeit, mit einem besonderen Fokus auf die Partizipation von Kindern.
Die zentralen Themen umfassen die Struktur des Offenen Kanals, theoretische medienpädagogische Positionen, die Verankerung dieser in der Sozialen Arbeit sowie Konzepte von Partizipation und Öffentlichkeit.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob der Offene Kanal als Instrument für eine emanzipatorische medienpädagogische Arbeit genutzt werden kann, die Kindern und Minderheiten eine echte mediale Partizipation ermöglicht.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter medienpädagogischer und sozialpädagogischer Ansätze, ergänzt durch praktische Erkenntnisse aus eigenen medienpädagogischen Projekten.
Der Hauptteil analysiert die Praxis im Offenen Kanal, vergleicht diese mit den Ansprüchen der handlungsorientierten Medienpädagogik und prüft die Partizipationschancen insbesondere für Kinder.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienpädagogik, Partizipation, Offener Kanal, Soziale Arbeit, Gegenöffentlichkeit und Medienkompetenz definiert.
Die Arbeit zeigt, dass eine bloße Bereitstellung von Technik nicht ausreicht. Nur durch pädagogische Begleitung können Lernprozesse initiiert werden, die zu Mündigkeit und Emanzipation führen, anstatt nur vorhandene Medienformate zu imitieren.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Kinder aktuell keine Möglichkeiten zur direkten Partizipation im Offenen Kanal haben, da dieser primär für Erwachsene konzipiert ist und formelle Hürden existieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

