Bachelorarbeit, 2015
66 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
2 Bedeutung des Social Media Recruitings und des Pre-Employment Screenings
3 Arten der Datenerhebung
3.1 Selbstrecherche
3.2 Datenerhebung über Dritte
3.3 Datenerhebung von Dritten
3.3.1 Personalberater und Pre-Employment Screening
3.3.2 Leistungsangebot der Unternehmen
4 Problemdarstellung des Social Media Recruitings
5 Datenerhebung
5.1 Facebook
5.1.1 Möglichkeiten der Kontaktaufnahme
5.1.2 Datenumfang
5.2 Twitter
5.2.1 Möglichkeiten der Kontaktaufnahme
5.2.2 Datenumfang
5.3 XING
5.3.1 Möglichkeiten der Kontaktaufnahme
5.3.2 Datenumfang
5.4 LinkedIn
5.4.1 Möglichkeiten der Kontaktaufnahme
5.4.2 Datenumfang
6 Arbeitsrechtliche Würdigung
6.1 Vorvertragliches Schuldverhältnis
6.2 Datenschutz
6.3 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
6.4 Wettbewerbsrecht
6.5 Meinungsfreiheit
7 Handlungsempfehlungen
8 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Spannungsfeld zwischen der Nutzung von Social Media Netzwerken zur Bewerberrecherche (Pre-Employment Screening) und den geltenden arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen zu durchdringen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche arbeitsrechtlichen Herausforderungen entstehen, ob den recherchierenden Unternehmen Schadensersatzansprüche drohen und in welchem Umfang Background Checks zulässig sind.
Vorvertragliches Schuldverhältnis
Das Arbeitsrecht findet schon dann seine Anwendung, sobald sich ein Schuldverhältnis oder eine vertragsähnliche Beziehung zwischen zwei Parteien anbahnt. Im Bereich der Personalbeschaffung reicht die Stellenbeschreibung alleine nicht für ein Schuldverhältnis aus. Dieses Verhältnis führt auch nicht zu einer verbindlichen Vertragsbindung der Parteien, sofern es nicht anders vereinbart ist (Vorvertrag). Vielmehr geht es um eine konkrete Fixierung der Parteien, damit eine schuldrechtliche Beziehung entstehen kann. In der Situation der Vertragsanbahnung hat der Arbeitgeber das Recht, sich über den Bewerber außerhalb des Bewerbungsgespräches zu informieren. Hierbei kann der Bewerber dem Arbeitgeber untersagen, dass er Informationen bei dem ehemaligen Arbeitgeber einholt. Dennoch ist es gemäß einer Rechtsprechung des BAG zulässig, dass sich der Arbeitgeber auch ohne die Zustimmung des Bewerbers Auskünfte über die ausgeschiedene Person erteilen lässt, wobei der ehemalige Arbeitgeber nicht zur Auskunftserteilung verpflichtet ist. Hiervon sind nur Aussagen über die Leistung und über das Verhalten des ehemaligen Arbeitnehmers betroffen. Wahre Auskünfte dürfen erteilt werden, auch wenn sie dem zukünftigen Arbeitgeber schaden sollten bzw. ihn in der Auswahlscheidung negativ beeinflussen.
1 Einleitung: Einführung in den demografischen Wandel und den resultierenden Fachkräftemangel, der Unternehmen zu neuen Recruiting-Methoden zwingt.
2 Bedeutung des Social Media Recruitings und des Pre-Employment Screenings: Definition von Social Media Recruiting und Abgrenzung zum Pre-Employment Screening sowie Background Checks.
3 Arten der Datenerhebung: Darstellung der Möglichkeiten der Selbst- und Fremdrecherche von Bewerberdaten.
4 Problemdarstellung des Social Media Recruitings: Analyse der zunehmenden Relevanz von sozialen Netzwerken im Recruiting durch aktuelle Studien.
5 Datenerhebung: Detaillierte Untersuchung der Netzwerke Facebook, Twitter, XING und LinkedIn hinsichtlich Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und Umfang der Daten.
6 Arbeitsrechtliche Würdigung: Kritische Analyse der datenrechtlichen und arbeitsrechtlichen Aspekte, inklusive Datenschutz, AGG, Wettbewerbsrecht und Meinungsfreiheit.
7 Handlungsempfehlungen: Zusammenstellung praktischer Tipps für eine datenschutzkonforme Bewerberrecherche.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Risiken durch PES und Empfehlung zu strukturierten Vorgehensweisen.
Social Media Recruiting, Pre-Employment Screening, Background Checks, Arbeitsrecht, Datenschutz, BDSG, AGG, Bewerberauswahl, Internetrecherche, Personalbeschaffung, Persönlichkeitsrecht, Soziale Netzwerke, XING, Facebook, LinkedIn
Die Arbeit befasst sich mit den arbeitsrechtlichen Herausforderungen, die durch die Nutzung von sozialen Netzwerken zur Überprüfung von Bewerbern (Background Checks) entstehen.
Die zentralen Felder umfassen die Praxis des Social Media Recruitings, die Methoden der Datenerhebung auf verschiedenen Plattformen sowie deren Zulässigkeit nach Datenschutz- und Arbeitsrecht.
Ziel ist es, rechtliche Grenzen aufzuzeigen, um Unternehmen bei der Bewerberrecherche vor rechtlichen Konsequenzen wie Schadensersatzforderungen zu schützen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, einer Untersuchung von Plattformfunktionen und einer rechtlichen Würdigung anhand von Gesetzestexten und Gerichtsurteilen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse spezifischer Netzwerke (Facebook, Twitter, XING, LinkedIn) und eine anschließende arbeitsrechtliche Prüfung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Pre-Employment Screening, Datenschutz, Arbeitsrecht, Bewerberrecherche und Diskriminierungsschutz.
Die Arbeit arbeitet heraus, dass für berufliche Netzwerke wie XING oder LinkedIn andere, liberalere Maßstäbe gelten als für private Plattformen wie Facebook, wo eine Recherche oft unzulässig ist.
Die Autorin stellt fest, dass Kritik an Arbeitgebern in sozialen Medien zwar grundsätzlich unter die Meinungsfreiheit fällt, aber durch die Rücksichtnahmepflicht im Arbeitsverhältnis eingeschränkt sein kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

