Bachelorarbeit, 2017
113 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Verbandswesen und deren Funktion/Stellung
3 Status Quo der Kommunikation von Verbänden
4 Strukturelles Dilemma von Verbänden
4.1 Möglichkeiten und Grenzen der Verbandskommunikation
5 Integrierte Kommunikation – strategischer Erfolgsfaktor
5.1 Bedeutung und Notwendigkeit einer integrierten Kommunikation
5.2 Aufgaben und Ziele der Integrierten Kommunikation
5.3 Formen der Integrierten Kommunikation
5.4 Besonderheiten der integrierten Kommunikation
6 Hauptkriterien für die Beurteilung der integrierten Verbandskommunikation
7 Interne Kommunikation
7.1 Beschreibung der internen Kommunikation
7.2 Instrumente
7.2.1 Mitarbeiterpublikation
7.2.2 Leserbrief
7.2.3 Mitgliederbefragung
7.2.4 Intranet
7.2.5 Blog
7.2.6 Newsletter
7.2.7 Pressespiegel
7.3 Evaluation
8 Externe Kommunikation
8.1 Instrumente
8.1.1 Pressemitteilung
8.1.2 Pressekonferenz
8.1.3 Podiumsdiskussion
8.1.4 Interview
8.1.5 Verbandswebsite
8.1.6 Flyer und Informationsbroschüren
8.1.7 Veranstaltungen
8.1.8 Lobbying
8.1.9 Fachartikel
8.1.10 Social Media
8.1.11 Grassroots-Campaigning
8.2 Evalutation
9 Fazit
10 Anhang
Die Arbeit analysiert die Kommunikationspraxis von Verbänden in Deutschland, um das Forschungsfeld zu systematisieren und die Effektivität sowie Effizienz verschiedener Kommunikationsinstrumente zu bewerten. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Verbände ihre Kommunikation professionalisieren können, um angesichts wachsender Anforderungen eine konsistente Interessenvertretung sicherzustellen.
8.1.1 Pressemitteilung
Pressemitteilungen sind mit das wichtigste Instrument, wenn es darum geht, den Verband nach außen zu vertreten. Sie sind zwar nicht Bestandteil der Aufgaben eines Interessenvertreters, dennoch sollten die Grundlagen einer guten Pressemitteilung jedem Verbandsvertreter bekannt sein.
Eine Umfrage des Journalistenzentrums Wirtschaft und Verwaltung in Kooperation mit dem Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund enthüllte, dass Pressemitteilungen mit 85% das populärste Mittel hinsichtlich einer ersten Kontaktaufnahme zwischen Pressestelle und Redaktion sind.
Warum ist das so? Pressemitteilungen sind ein willkommenes Instrument für das Informieren der Öffentlichkeit über bestimmte Inhalte. Auch wenn es letztendlich in der Entscheidungsgewalt der Redaktion liegt, ob die Pressemittelung eher an die Fachöffentlichkeit oder an die breite Öffentlichkeit gerichtet werden soll, bleibt die Maxime „Keep it short and simple“ bestehen.
Das ist deshalb wichtig, weil der Redaktion jeden Tag hunderte Pressemitteilungen vorliegen, die sie zu veröffentlichen vermag. Aus diesem Grund gilt es, ein paar Regeln für die Erstellung einer Pressemitteilung zu beachten.
Der Aufbau einer Pressemitteilung sollte immer dem klassischen Muster der W-Fragen folgen: Wer? Was? Wie? Wo? Wann? Warum?
Optimal wäre es, wenn der Inhalt einer Pressemitteilung schon so konzipiert ist, dass die Journalisten diesen einfach übernehmen können. Deshalb sollte das Wichtigste immer am Anfang stehen. Das hat den Vorteil, dass der Journalist die Pressemitteilung vom Ende her kürzen kann und dadurch essentielle Informationen seitens des Senders nicht verloren gehen. Zudem ist es von großer Bedeutung, die indirekte Rede und die Verwendung von Fachbegriffen zu vermeiden.
Beim Versand der Pressemitteilung via E-Mail ist darauf zu achten, dass man den Text direkt in die E-Mail packt, anstatt sie isoliert in den Anhang einzubinden. Es mag nicht weit her geholt sein, dass manche Journalisten einen Anhang prinzipiell aufgrund potenzieller Viren nicht öffnen bzw. ergänzend erst gar nicht über eine Software verfügen könnten, mit der man die Pressemitteilung lesen könnte.57
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Verbandskommunikation und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit, das Forschungsfeld zu ordnen und Kommunikationsinstrumente zu evaluieren.
2 Verbandswesen und deren Funktion/Stellung: Definition des Begriffs Verband und Erläuterung der intermediären Rolle von Verbänden im gesellschaftspolitischen System.
3 Status Quo der Kommunikation von Verbänden: Diskussion der aktuellen Defizite in der Verbandskommunikation und dem Mangel an Konsens über Qualitäts- und Erfolgsmaßstäbe.
4 Strukturelles Dilemma von Verbänden: Analyse der Rationalitätskonflikte, mit denen Verbände konfrontiert sind, und Untersuchung von Ansätzen zur Externalisierung von Kommunikationsaufgaben.
5 Integrierte Kommunikation – strategischer Erfolgsfaktor: Definition der Integrierten Kommunikation als Managementprozess sowie Erläuterung von Aufgaben, Zielen und verschiedenen Integrationsformen.
6 Hauptkriterien für die Beurteilung der integrierten Verbandskommunikation: Erarbeitung von Bewertungsmaßstäben (Effektivität und Effizienz) für eine qualitative und quantitative Kommunikationsanalyse.
7 Interne Kommunikation: Detaillierte Betrachtung interner Zielgruppen und Instrumente wie Mitarbeiterpublikationen, Intranet oder Blogs zur Stärkung der organisationsinternen Zusammenarbeit.
8 Externe Kommunikation: Untersuchung der PR-Instrumente zur Beeinflussung der Öffentlichkeit, von Pressemitteilungen über Lobbying bis hin zu Social-Media-Aktivitäten.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, wonach Verbände zu einer fokussierten, prozessorientierten Kommunikationsstrategie übergehen müssen, um ihre Ziele effizient zu erreichen.
10 Anhang: Bereitstellung ergänzender Daten, Checklisten für die Praxis sowie methodische Übersichten zur Kommunikationsanalyse.
Verbandskommunikation, Interessenvertretung, Integrierte Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationscontrolling, Interne Kommunikation, Externe Kommunikation, Lobbying, Mitgliederzeitschrift, Social Media, Grassroots-Campaigning, Stakeholder-Analyse, Issue-Management, Evaluation, Effizienz.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung, Organisation und Evaluation der Kommunikationsinstrumente von Verbänden in Deutschland, die als „Kommunikationsdienstleister“ für ihre Mitglieder fungieren.
Die zentralen Felder sind die strategische Ausrichtung der Kommunikation durch Integration, die Abgrenzung von interner und externer Kommunikation sowie die methodische Evaluation der eingesetzten Instrumente.
Ziel ist es, das Forschungsfeld der Verbandskommunikation zu systematisieren und aufzuzeigen, wie Verbände durch ein professionelles Kommunikationscontrolling ihre Wirksamkeit und Effizienz steigern können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Fachliteratur, bestehender empirischer Studien zum Verbandswesen sowie die Ableitung von Best-Practice-Ansätzen für das Kommunikationsmanagement.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Integrierte Kommunikation), die detaillierte Beschreibung interner und externer Instrumente sowie die Erarbeitung von Kriterien für deren Erfolgskontrolle.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interessenvertretung, strategische Kommunikation, Effektivitätsanspruch, Stakeholder-Analyse und digitale Transformation geprägt.
Verbände müssen gleichzeitig ihre Mitglieder intern binden (Interne Kommunikation) und externe Stakeholder wie Politik und Medien beeinflussen (Externe Kommunikation), was die Kommunikationsarbeit besonders komplex macht.
Weil viele Verbände ihre Kommunikation bisher eher quantitativ steuern, anstatt sich auf die Qualität und Wirkungskraft ihrer Botschaften zu konzentrieren. Die Arbeit plädiert daher für ein durchdachtes Controlling.
Digitale Medien gewinnen stark an Bedeutung, erfordern jedoch – wie im Buch dargelegt – ein strategisches Vorgehen und ein Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppen, statt lediglich eine Fortführung klassischer Pressearbeit zu betreiben.
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