Diplomarbeit, 2004
120 Seiten, Note: 1,15
A. EINLEITUNG
A.I. UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND UND -ZEITRAUM
A.II. ZENTRALE FRAGESTELLUNG
A.III. HYPOTHESEN
A.IV. MATERIALIEN
B. DIE BUSH-ADMINISTRATION
B.I. DIE NEUE WELTORDNUNG
B.II. AN AGENDA FOR PEACE
B.III. REAKTIONEN DER BUSH-REGIERUNG AUF DIE „AGENDA FOR PEACE“
B.IV. DIE KRISE IN SOMALIA
B.IV.1. Hintergründe
B.IV.1.a. Lebensverhältnisse und Gesellschaft der Somalis
B.IV.1.b. Historischer Überblick zur politischen Situation Somalias
B.IV.1.c. Amerikas Verbindung zu Somalia
B.IV.1.d. Die Hungersnot
B.IV.2. UNOSOM I
B.IV.2.a. Die USA im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
B.IV.2.b. Der Streit in der US-Administration
B.IV.2.c. Der Kongress
B.IV.3. Die Augustentscheidung - die USA werden aktiv
B.IV.3.a. Die Situation in Somalia
B.IV.3.b. Die USA im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
B.IV.3.c. Bosnien hilft Somalia
B.IV.3.d. Einfluss auf die Entwicklung der Peacekeeping-Doktrin
B.IV.4. UNITAF - Operation Restore Hope
B.IV.4.a. Die Situation in Somalia
B.IV.4.b. Die USA im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
B.IV.4.c. Operationsplan und Ablauf von UNITAF
B.IV.4.d. Die Entscheidung der Administration für UNITAF
B.IV.4.e. Der Kongress
B.V. ZWISCHENERGEBNIS
C. DIE CLINTON-ADMINISTRATION
C.I. EINSTELLUNG DER CLINTON-REGIERUNG ZUM PEACEKEEPING
C.II. DER FRIEDENSPROZESS IN SOMALIA
C.III. UNOSOM II-EINE FRIEDENSMISSION WIRD ZUM KRIEG
C.III.1. Von UNITAF zu UNOSOM II
C.III.1.a. Die USA drängen auf die Übergabe
C.III.1.b. Das UNOSOM II-Mandat
C.III.1.c. Die Kommandostruktur
C.III.1.d. Übergabephase
C.III.2. Der Krieg gegen Aideed
C.III.2.a. Ereignisse vom 5. Juni
C.III.2.b. Reaktion der UN
C.III.2.c. Ereignisse vom 3. Oktober
C.III.2.d. Reaktion der USA/UN
C.III.3. Das Ende von UNOSOM II
C.IV. DIE HALTUNG DER US-REGIERUNG ZU UNOSOM II
C.IV.1. Unterstützen ohne Aufzufallen
C.IV.2. Wo ist Plan B?
C.IV.3. Die USA planen ihren Ausstieg
C.IV.4. Das Herumwursteln hat ein Ende
C.V. DIE HALTUNG DES US-KONGRESSES ZU UNOSOM II
C.V.1. Der Kongress schaut zu
C.V.2. Somalia wird zum Thema
C.V.3. Der Kongress zeigt Zähne
C.V.4. Showdown im Repräsentantenhaus
C.VI. AUSWIRKUNGEN AUF DIE PEACEKEEPING-DEBATTE
C.VI.1. Von PRD 13 zu PDD 25
C.VI.1.a. Hintergründe zum Streit mit den Militärs
C.VI.1.b. Der erste Entwurf von PRD 13
C.VI.1.c. Der zweite Entwurf
C.VI.1.d. PDD 25
C.VI.2. Der Kongress und das Peacekeeping
C.VI.3. Auswirkungen auf nachfolgende Krisen
C.VI.4. Supplement to „an Agenda for Peace“
D. FAZIT
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der US-amerikanischen Peacekeeping-Doktrin nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, wobei die US-Intervention in Somalia als zentrales Fallbeispiel dient, um die veränderte Haltung und das Scheitern der Mission zu analysieren.
B.IV.1.c. Amerikas Verbindung zu Somalia
Bis Ende der 1970er Jahre war Somalia ein Partnerland der UdSSR. Die Sowjetunion betrieb in Berbera im Norden Somalias eine moderne Militärbasis mit Hafen, Trockendock, Raketenlager, einer Kommunikationsstation und einer Landebahn von 15.000 Fuß Länge, auf der auch Großflugzeuge landen konnten. Außerdem lieferte die Sowjetunion eine beträchtliche Anzahl an Waffen an das Barre-Regime. Mit dem Ogadenkrieg zerbrach das Bündnis der beiden Staaten. Barre war nun auf der Suche nach neuen Partnern (Makinda 1993: 52).
1977 mussten die USA ihre Präsenz in Äthiopien aufgeben, da Äthiopien ins sozialistische Lager gewechselt war. Als der Schah von Persien gestürzt wurde, verloren die USA kurze Zeit später auch Persien als weiteren Verbündeten in der Golfregion. Ebenfalls zu dieser Zeit marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein. Nach diesen Ereignissen gewann Somalia an strategischer Bedeutung für die USA. 1980 wurde ein „Ten Years Arms for Access Accord“ unterzeichnet. Die USA wollten nur Defensivwaffen liefern, und diese durften nicht gegen Guerillas in der Ogadenregion eingesetzt werden. Barre war damit einverstanden, die USA konnten die ehemals sowjetische Basis in Berbera übernehmen (Herrmann 1997: 74-77; Makinda 1993: 53-56).
Zwischen 1982 und 1987 lieferte Amerika Waffen und Wirtschaftshilfe im Wert von US$ 400 Millionen. Die Motivation hierfür war neben der Eindämmung des Kommunismus in Äthiopien vor allem die Angst, durch die Rebellion im Norden den Zugang zur Militärbasis in Berbera zu verlieren. Als das SNM 1988 die Stadt Burao erobert hatte, lieferte das US-Verteidigungsministerium dem Barre-Regime noch einmal 1.200 M-16 Gewehre und 2,8 Millionen Schuss Munition (Herrmann 1997: 78).
A. EINLEITUNG: Einführung in die veränderte Weltlage nach dem Ost-West-Konflikt und die daraus resultierende Notwendigkeit einer neuen amerikanischen Peacekeeping-Doktrin.
B. DIE BUSH-ADMINISTRATION: Analyse der "Neuen Weltordnung", der "Agenda for Peace" und der widersprüchlichen Reaktion der Bush-Regierung auf die Krise in Somalia.
C. DIE CLINTON-ADMINISTRATION: Untersuchung der Haltung der Clinton-Regierung zum Peacekeeping und die Eskalation der UNOSOM II-Mission, die letztlich im Scheitern und in PDD 25 mündete.
D. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, dass die US-Intervention in Somalia ein pragmatischer Kompromiss ohne langfristige Doktrin war, der letztlich das Vertrauen in UN-Missionen erschütterte.
E. ANHANG: Auflistung der entscheidungsrelevanten Faktoren aus PDD 25 für künftige UN-Friedensoperationen.
F. LITERATUR: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, Dokumente und Internetquellen.
Somalia, Peacekeeping, Außenpolitik, USA, UNOSOM, Vereinte Nationen, Bush-Administration, Clinton-Administration, Operation Restore Hope, PDD 25, Krisenmanagement, Militärintervention, Außenpolitik, Warlords, Außenbeziehungen.
Die Diplomarbeit analysiert die Entwicklung der US-amerikanischen Peacekeeping-Politik in den Jahren 1992 bis 1995, insbesondere unter dem Einfluss des Scheiterns der Intervention in Somalia.
Zentrale Themen sind die Außenpolitik der USA nach dem Ende des Kalten Krieges, die Umsetzung von UN-Peacekeeping-Missionen, die Rolle des US-Kongresses und die Auswirkungen von militärischen Rückschlägen auf die politische Doktrin.
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die Einstellung der USA gegenüber UN-Peacekeeping während der Somaliamission veränderte und welche Faktoren – wie etwa die Rolle von Butros-Ghalis "Agenda for Peace" – diesen Prozess beeinflussten.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Auswertung von Fachbüchern, UN-Dokumenten, offiziellen Regierungsberichten und der Berichterstattung des Congressional Quarterly basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Bush-Administration (Entstehung der Krise in Somalia) und der Clinton-Administration (Verschärfung des Konflikts, Scheitern von UNOSOM II und die Auswirkungen auf die Debatte).
Wichtige Begriffe sind Peacekeeping, Somalia, US-Außenpolitik, Vereinte Nationen, UNOSOM, militärische Doktrin, Kongress und Krisenintervention.
Bush sah in der UN nach dem Ende des Ost-West-Konflikts ein wirksames Instrument für kollektive Sicherheit, musste jedoch in der Realität feststellen, dass dieses idealistische Ziel an nationalen Interessen und fehlenden Ressourcen scheiterte.
Der Tag markierte das verlustreichste Gefecht der Intervention und führte zu massivem öffentlichen und politischen Druck auf die Clinton-Regierung, was in der Ankündigung des Truppenabzugs und der restriktiven PDD 25 gipfelte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

