Diplomarbeit, 2005
86 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 DIE ZIELE DER ARBEITSMARKTPOLITIK
2.1 NEUE ZIELHIERARCHIE / ZIELGEWICHTUNG
2.2 AUSGEWÄHLTE KRITERIEN DER ARBEITSMARKTPOLITIK
3 DIE AGENDA 2010
3.1 DIE REGIERUNGSERKLÄRUNG
3.2 DIE ELEMENTE DER AGENDA 2010
4 DIE HARTZ-KOMMISSION
4.1 DER AUFTRAG UND DER ABSCHLUSSBERICHT
4.3 ÜBERSICHT ÜBER DIE 13 INNOVATIONSMODULE
4.4 DIE VON DER HARTZ-KOMMISSION ERWARTETEN EFFEKTE DER VORSCHLÄGE
4.4.1 Übersicht über die Effekte
4.4.2 Darstellung ausgewählter Effekte und Kritik
5 AUSGEWÄHLTE ARBEITSMARKTPOLITISCHE REFORMEN
5.1 JOB-FLOATER
5.1.1 Konzept
5.1.2 Vor- und Nachteile
5.1.3 Fazit
5.2 PERSONAL-SERVICE-AGENTUREN
5.2.1 Konzept
5.2.2 Vor- und Nachteile
5.2.3 Fazit
5.3 ICH-AG (EXISTENZGRÜNDUNGSZUSCHUSS)
5.3.1 Konzept
5.3.2 Vor- und Nachteile
5.3.3 Fazit
5.4 MINI- UND MIDI-JOBS
5.4.1 Konzept
5.4.2 Vor- und Nachteile
5.4.3 Fazit
5.5 HARTZ IV
5.5.1 Konzept
5.5.2 Vor- und Nachteile
5.5.3 Fazit
6 ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIESSENDE WÜRDIGUNG
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich einer kritischen Würdigung der arbeitsmarktpolitischen Reformen in Deutschland, die maßgeblich durch die Hartz-Kommission und die Agenda 2010 initiiert wurden. Die Forschungsfrage untersucht die Effektivität und Auswirkungen dieser Reformmaßnahmen, insbesondere im Hinblick auf ihre Beschäftigungs-, Entlastungs- und Eingliederungseffekte für verschiedene Zielgruppen am Arbeitsmarkt.
4.4.2 Darstellung ausgewählter Effekte und Kritik
Als „Herzstück“ der Vorschläge sah die Hartz-Kommission die Einführung der als Personal-Service-Agenturen (PSA) bezeichneten, staatlich geförderten Arbeitnehmerüberlassungen an. Sie sollten speziell einer kürzere Verweildauer in der Arbeitslosigkeit bewirken. Als Zielgröße wurde ein Wechsel von ca. 500.000 Arbeitlose in die PSA angeführt. Von diesen wiederum sollten ein Drittel bis die Hälfte von den entleihenden Unternehmen in eine reguläre Beschäftigung übernommen werden (sog. „Klebe-Effekt“). Von einer Konzentration auf Langzeitarbeitslose erwartete die Hartz-Kommission eine Verringerung der durchschnittlichen Verweildauer in der Arbeitslosigkeit um 9 bis 13%. Der Arbeitslosenbestand würde sich ihrer Ansicht nach dadurch um 360.000 bis 520.000 Arbeitslose verringern. Durch Verstetigung oder Erhöhung der Arbeitsnachfrage aufgrund der PSA wurde ein Entlastungseffekt in der Bandbreite von 250.000 bis 350.000 erwartet.
Jedoch ist die Gleichsetzung des „Klebe-Effektes“ mit einem Entlastungseffekt durch die Hartz-Kommission nicht korrekt. Der „Klebe-Effekt“ ist im Wesentlichen ein Eingliederungseffekt, da statt der Übernahme von PSA-Leiharbeitnehmern ansonsten andere Personen eingestellt worden wären. Die Anzahl der Beschäftigten (Beschäftigungseffekt) ändert sich mithin nicht. Gleichwohl kann es einen Entlastungseffekt (Abnahme der Zahl der registrierten Arbeitslosen) geben, wenn bei der Besetzung von offenen Beschäftigungen die PSA-Leiharbeitnehmer den Personen aus der Stillen Reserve vorgezogen werden. Der Empirie folgend kommen bei Beschäftigungsbesetzungen fast 25% der Personen aus der Stillen Reserve, 52% aus einer Beschäftigung und etwa 23% aus der Arbeitslosigkeit mit Leistungsbezug.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problematik hoher Arbeitslosigkeit und der Einbettung der Hartz-Reformen in die Agenda 2010.
2 DIE ZIELE DER ARBEITSMARKTPOLITIK: Erläuterung der Zielhierarchien und der Kriterien zur Bewertung arbeitsmarktpolitischer Effekte.
3 DIE AGENDA 2010: Überblick über die zentralen Reformvorhaben der Bundesregierung unter Kanzler Schröder.
4 DIE HARTZ-KOMMISSION: Analyse des Auftrags, der Struktur und der erwarteten Effekte der von der Kommission entwickelten Innovationsmodule.
5 AUSGEWÄHLTE ARBEITSMARKTPOLITISCHE REFORMEN: Detaillierte Darstellung und kritische Würdigung der Konzepte Job-Floater, PSA, Ich-AG, Mini-/Midi-Jobs und Hartz IV.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIESSENDE WÜRDIGUNG: Kritische Reflexion der Reformen und Fazit über deren tatsächliche Wirksamkeit und soziale Auswirkungen.
Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Kommission, Agenda 2010, Arbeitslosigkeit, Beschäftigungseffekt, Entlastungseffekt, Eingliederungseffekt, Personal-Service-Agenturen, Ich-AG, Mini-Jobs, Midi-Jobs, Hartz IV, Arbeitslosengeld II, aktivierende Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsvermittlung.
Die Arbeit untersucht kritisch die deutsche Arbeitsmarktpolitik im Kontext der Hartz-Reformen und der Agenda 2010.
Im Zentrum stehen die Ziele der Arbeitsmarktpolitik sowie die detaillierte Bewertung spezifischer Reforminstrumente wie Leiharbeit, Existenzgründungszuschüsse und Hartz IV.
Die Arbeit bewertet, ob die Reformen tatsächlich zu einem Abbau der Arbeitslosigkeit führen und wie effektiv die gewählten Instrumente im Vergleich zu den ursprünglichen Zielen sind.
Es erfolgt eine kritische Würdigung auf Basis von Literaturanalysen, der Prüfung von Wirkungszusammenhängen und der Einbeziehung vorliegender empirischer Untersuchungen zur Zeit der Reformumsetzung.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung der Konzepte einzelner Reformen sowie der Analyse ihrer Vor- und Nachteile anhand der Kriterien Beschäftigungs-, Entlastungs- und Eingliederungseffekt.
Die zentralen Begriffe umfassen Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Reformen, Agenda 2010, aktivierende Arbeitsmarktpolitik und die verschiedenen spezifischen Förderinstrumente.
Der Autor kritisiert, dass dieser Effekt primär ein Eingliederungseffekt ist und nicht automatisch einen zusätzlichen Beschäftigungseffekt schafft, da oft nur eine Verdrängung anderer Arbeitsuchender stattfindet.
Der Erfolg wird skeptisch gesehen, da starke Mitnahmeeffekte sowie die Gefahr des Scheiterns der Gründungen aufgrund fehlender fachlicher Begutachtung die positiven Effekte relativieren.
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