Bachelorarbeit, 2016
34 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Über das Glück
2.1. Zum Glücksbegriff
2.2. Eudaimonismus versus Hedonismus
2.2.1. Eudaimonismus
2.2.2. Hedonismus
2.2.3. Lust und Tugend – Zusammenspiel statt Gegensatz
2.3. Erkenntnisse aus der Positiven Psychologie
2.3.1. Das PERMA-Modell nach Martin Seligman
2.3.2. Genetische Aspekte des Glücks
2.3.3. Macht Geld glücklich?
2.4. Anpassungs-Diskrepanz zwischen Steinzeit-Gehirn und Kulturwelt
2.5. Zusammenfassung
3. Glück in der Bildung
3.1. Effekte von Glückserleben auf kognitive Fähigkeiten
3.2. Schulfach Glück
3.2.1. Evaluation
3.2.2. Bewertung
3.3. Schulkritik
3.4. Die Montessori-Pädagogik
3.4.1. Studie von Rathunde & Csikszentmihalyi
3.4.2. Bewertung
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung einer glücksförderlichen Bildung an Schulen, um Schülern notwendige Selbstkompetenzen zu vermitteln und ihr Wohlbefinden angesichts steigender Depressionsraten und Leistungsdruck zu erhöhen.
3.1. Effekte von Glückserleben auf kognitive Fähigkeiten
Eine Schule, in der man auf glückliche Schüler Wert legt, klingt zunächst nach einem vielversprechenden Konzept. Aber wie genau beeinträchtigen Stimmungen unsere kognitiven Fähigkeiten? In der Positiven Psychologie wurden dazu verschiedenen Experimente durchgeführt, welche die Effekte von Glückserleben auf die Kognitionen erforschen.
Kant war der Meinung, dass Gefühle die Vernunft beeinträchtigen und sich Bildung daher von Emotionen lösen muss (vgl. Bucher 2009, S.143). Seit der kognitiven Emotionstheorie von Lazarus gilt die Trennung von Kognitionen und Emotionen jedoch als überholt. Alles was wir tun, geschieht in einer bestimmten Stimmung, so auch das Lernen (vgl. ebd). Dazu hat der Gehirnforscher Spitzer 2002 (S. 167) herausgefunden, dass Lernen bei guter Laune am besten funktioniert. Zudem gelingen Tätigkeiten, wie Lesen oder Memorieren in positiver Stimmung besser.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfragen zur Relevanz von Glückskompetenzen an Schulen und der Zielsetzung der Arbeit.
2. Über das Glück: Theoretische Herleitung der Glücksbegriffe, philosophische Strömungen und Erkenntnisse der Positiven Psychologie inklusive der Einflussfaktoren wie Genetik und Geld.
3. Glück in der Bildung: Untersuchung der pädagogischen Integration von Glück, beleuchtet durch das "Schulfach Glück", Montessori-Konzepte und Kritik am leistungsorientierten Schulsystem.
4. Fazit: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse und Plädoyer für die Vermittlung von Selbstkompetenzen zum persönlichen Glück im Schulalltag.
Glück, Wohlbefinden, Positive Psychologie, Eudaimonismus, Hedonismus, PERMA-Modell, Schulfach Glück, Montessori-Pädagogik, Leistungsorientierung, Bildung, Schulkritik, Resilienz, Flow, Selbstwirksamkeit, psychische Gesundheit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie Schulen dazu beitragen können, das Glück der Schüler zu fördern und welche Bedeutung die Vermittlung von Glückskompetenzen für die Persönlichkeitsentwicklung hat.
Zu den zentralen Themen gehören die philosophische und psychologische Definition von Glück, die Rolle der Positiven Psychologie im Bildungskontext sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen, leistungsorientierten Schulsystem.
Das Ziel ist es, zu erörtern, warum Schüler Kompetenzen zum Glücklichsein erlernen sollten und welche praktischen Ansätze, wie das "Schulfach Glück" oder die Montessori-Pädagogik, zur Erhöhung des schulischen Wohlbefindens beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene psychologische Theorien, pädagogische Konzepte und empirische Studien (z.B. Evaluationen zum Schulfach Glück und Montessori-Studien) systematisch ausgewertet und diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der Positiven Psychologie, die Analyse der Kritik am gegenwärtigen Schulsystem sowie die Vorstellung und Bewertung spezifischer pädagogischer Konzepte zur Glücksförderung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Glück, Wohlbefinden, Positive Psychologie, PERMA-Modell, Schulfach Glück, Montessori-Pädagogik und Schulkritik definiert.
Im Gegensatz zum herkömmlichen Unterricht, der oft stark auf Leistung und Vorgaben fixiert ist, legt die Montessori-Pädagogik Wert auf Freiarbeit und individuelle Förderung, was laut den untersuchten Studien zu häufigeren Flow-Erlebnissen und höherer intrinsischer Motivation führt.
Die Anpassungs-Diskrepanz erklärt, warum trotz materiellen Wohlstands psychische Belastungen zunehmen, da unser Gehirn evolutionär auf Gefahrensuche programmiert ist, was in der komplexen modernen Welt psychosozialen Dauerstress erzeugt.
Das PERMA-Modell von Martin Seligman dient als theoretischer Maßstab, um zu prüfen, inwieweit die untersuchten Konzepte (Schulfach Glück und Montessori) Aspekte wie Engagement, positive Beziehungen, Sinn und Zielerreichung abdecken und somit das Wohlbefinden stützen können.
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