Bachelorarbeit, 2017
23 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Motivation
1.2. Zielsetzung und Vorgehen
2. Klassisches Anlagegeschäft im Retail Banking
2.1. Begriffsbestimmung
2.2. Charakterisierung
3. Robo Advisor
3.1. Grundlagen
3.2. Arten und Funktionsweisen
3.3. Marktsituation in Deutschland
4. Vergleich
4.1. Vorbemerkung
4.2. Kundenbedürfnisse
4.3. Gebühren und Transparenz
4.4. Aufsichtsrechtliche Regulierung
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von Robo Advisorn, das klassische Anlagegeschäft von Banken im Bereich des Retail Bankings zu verdrängen, indem sie die Stärken und Schwächen beider Geschäftsmodelle hinsichtlich Kundenbedürfnissen, Kostenstrukturen und regulatorischer Rahmenbedingungen analysiert.
4.2. Kundenbedürfnisse
Gewiss ist es das oberste Bedürfnis eines Kunden, mit seiner Vermögensanlage eine angemessene20, positive Rendite im Rahmen seiner Risikotoleranz zu erzielen. Doch ob und mit welcher Wahrscheinlichkeit diese Anforderung von einem bestimmten Wertpapierdepot erfüllt werden kann, ist für den Privatkunden in der Regel aufgrund eines Mangels an Zeit, Lust oder Wissen nur unzureichend beurteilbar. Er sucht daher in der Vermögensanlage die Unterstützung von Experten. Da die Qualität der von ihnen erbrachten Dienstleistung erst zum Ende des Anlagezeitraums (ex post) objektiv messbar wird, muss der Kunde ex ante seine Entscheidung, welchen Partner er für die Vermögensanlage wählt, vordergründig von anderen sicht- und fühlbaren Kriterien abhängig machen.
Einer der wichtigsten Faktoren dürfte das gegenüber der Bank oder dem Robo Advisor empfundene Vertrauen des Kunden sein. Zum Vertrauen der Kunden in Robo Advisor liegt derzeit noch keine Datenlage vor. Ohnehin wird das Vertrauen in ein Finanzangebot erst in Krisenzeiten ernsthaft auf die Probe gestellt. Eine grundsätzliche Skepsis der Bevölkerung gegenüber neuen Finanzangeboten ist zu erwarten. Laut einer für Deutschland repräsentativen Online-Befragung können sich nur etwa 21% der Befragten, die sich bereits mit dem Thema Wertpapieranlage auseinandergesetzt haben, vorstellen, in naher Zukunft einen Robo Advisor zu verwenden.21 Die Robo Advisor müssen sich also erst durch seriöse Webauftritte, namhafte Kooperationspartner und eine auf höchstmögliche Transparenz setzende Kommunikationspolitik einen Vertrauensvorschuss bei den Kunden erarbeiten.
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert das Thema durch den digitalen Wandel in der Finanzbranche und definiert das Ziel, das Verdrängungspotenzial von Robo Advisorn gegenüber Banken zu bewerten.
2. Klassisches Anlagegeschäft im Retail Banking: Es werden die Grundlagen der Anlageberatung und Vermögensverwaltung im Retail Banking erläutert und die Struktur des traditionellen Bankgeschäfts charakterisiert.
3. Robo Advisor: Das Kapitel führt in das Konzept der Robo Advisor ein, kategorisiert die verschiedenen Arten und gibt einen Überblick über die aktuelle Marktsituation in Deutschland.
4. Vergleich: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung von Banken und Robo Advisorn hinsichtlich Kundenbedürfnissen, Gebühren, Transparenz und regulatorischen Anforderungen.
5. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und schlussfolgert, dass Robo Advisor eine ernstzunehmende Gefahr für das traditionelle Retail Banking darstellen.
Robo Advisor, Retail Banking, Anlageberatung, Vermögensverwaltung, FinTech, Digitalisierung, Provisionsgeschäft, Kundennutzen, Anlegerschutz, Regulierung, BaFin, Wertpapierdepot, ETF, Kostenstruktur, Anlageentscheidung
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Vergleich zwischen dem klassischen Anlagegeschäft im Retail Banking und den aufkommenden digitalen Anlageplattformen, den sogenannten Robo Advisorn.
Die zentralen Felder umfassen die Erfüllung von Kundenbedürfnissen, die Transparenz und Höhe von Gebühren sowie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen beider Anlageformen.
Das Hauptziel besteht in der Beantwortung der Forschungsfrage, ob Robo Advisor in Deutschland das Potenzial haben, das klassische Anlagegeschäft der Banken im Privatkundensegment zu verdrängen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Marktanalyse, die bestehende Studien, regulatorische Dokumente und Marktbeobachtungen vergleichend gegenüberstellt.
Im Hauptteil werden sowohl das klassische Bankgeschäft als auch Robo Advisor definiert, kategorisiert und in einem direkten Vergleich anhand ausgewählter Kriterien gegenübergestellt.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Digitalisierung, Finanztechnologie (FinTech), Robo Advisor, Anlageberatung und Anlegerschutz beschreiben.
Der Autor unterscheidet zwischen „Full-Service-Robos“, „Half-Service-Robos“ und „Self-Service-Robos“, basierend auf dem Grad der Automatisierung und der Einbindung des Nutzers in den Entscheidungsprozess.
Regulierungen dienen einerseits dem Anlegerschutz, stellen aber für etablierte Banken eine Markteintrittsbarriere dar, während sie für neue FinTechs eine Herausforderung bei der Skalierung ihrer Geschäftsmodelle bedeuten.
Auf Basis der Ergebnisse wird Banken empfohlen, ihre Geschäftsmodelle zu modernisieren, eigene digitale Angebote zu entwickeln oder strategische Kooperationen mit FinTechs einzugehen.
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