Bachelorarbeit, 2016
50 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Spanglish – Das Sprachphänomen der USA
2.1 Historische Fakten
2.2 Spanglish als detraducción
3. Codeswitching
3.1 Definition
3.2 Intrasententielles Codeswitching
3.3 Intersententielles Codeswitching
3.4 Die Regeln des Codeswitching
3.5 Der Einfluss extra-linguistischer Faktoren auf das Codeswitching
4. Spanisch-Englische Diskursmarker
4.1 Definition Diskursmarker
4.2 Analyse der Diskursmarker des Spanglish
4.2.1 Die Diskursmarker like und como
4.2.1.1 Konventionelle Funktionen
4.2.1.2 Funktionen und Vorkommen im Spanglish
4.2.2 Die Diskursmarker you know und tú sabes
4.2.2.1 Konventionelle Funktionen
4.2.2.1 Funktionen und Vorkommen im Spanglish
4.2.3 Die Diskursmarker so und entonces
4.2.3.1 Konventionelle Funktionen
4.2.3.2 Funktionen und Vorkommen im Spanglish
5. Schlussfolgerungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den englisch-spanischen Sprachkontakt in den USA, bekannt als Spanglish, mit einem spezifischen Fokus auf die bislang wenig erforschte Rolle von Diskursmarkern. Ziel ist es, durch eine komparatistische Analyse der Marker-Paare like/como, you know/tú sabes und so/entonces deren Funktionen und die wechselseitige Beeinflussung der Sprachen im bilingualen Kontext aufzuzeigen.
2.2 Spanglish als detraducción
[…] [There] has arisen a hybrid variety of language, often given the slightly derogatory label of Spanglish, which coexists with less mixed forms of standard English and standard Spanish and has at least one of the characteristics of an autonomous language: a substantial number of native speakers. (Nash 1970: 223)
In dieser Erläuterung von Nash wird Spanglish als Hybridvarietät dargestellt. Nach Sinner ist diese Aussage jedoch problematisch, da über sprachliche Hybridität kein Konsens besteht und diese „nicht ohne weiteres messbar ist.“ (Sinner 2007: 3)
Ebenso ist umstritten, ob es sich bei Spanglish um eine Kreolsprache handelt. López García-Molins lehnt die Bezeichnung der Kreolsprache in Bezug auf Spanglish vehement ab. Seiner Meinung nach kann Folgendes bei einer Kontaktsituation zweier Sprachen geschehen: Zum Einen kann es zu einer Übernahme der Sprache A kommen, während die Sprache B infolgedessen völlig verschwindet. Ebenfalls ist es möglich, dass die Sprache B mit einer großen Anzahl an Lehnwörtern der Sprache A weiterexistiert. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, dass sich eine Kreolsprache aus beiden Sprachen entwickelt. López García-Molins ordnet Spanglish hier der zweiten Option zu. Er äußert die Tendenz mehrerer Autoren zu einer Klassifizierung als Pidginsprache und damit der Vorstufe des Kreol (vgl. López García-Molins 2015: 35-36). Eine Pidginsprache charakterisiert sich zum Einen durch ihr Defizit an grammatikalischer Komplexität, da wenige Zeitformen existieren und es keine Genus- oder Pluralformen gibt. Zum Anderen ist auch die morphologische Komplexität eines Pidgin mangelhaft, da es keine Flexion gibt und es dazu tendiert, nur ein Morphem pro Wort zu besitzen. Auch die semantische Transparenz, die durch ihre isolierende und agglutinierende Morphologie sowie das reduzierte Vokabular gekennzeichnet ist, ist charakteristisch für Pidginsprachen (vgl. Sebba 1997: 54). Dies ist jedoch im Spanglish nicht der Fall.
1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema Bilingualismus und führt in den spezifischen Sprachkontakt zwischen Englisch und Spanisch in den USA ein, wobei die Forschungsfrage zu den Diskursmarkern dargelegt wird.
2. Spanglish – Das Sprachphänomen der USA: Dieses Kapitel behandelt die historische Entstehung des Spanglish und diskutiert theoretische Ansätze zur Klassifizierung, insbesondere die Debatte um Hybridität und den Begriff der detraducción.
3. Codeswitching: Hier werden Definitionen, Formen (intra- und intersententiell), syntaktische Regeln sowie die bedeutenden extra-linguistischen Einflussfaktoren auf das Codeswitching systematisch erläutert.
4. Spanisch-Englische Diskursmarker: Der Hauptteil analysiert die Funktionen spezifischer Diskursmarker-Paare im Spanglish anhand aktueller Studien und vergleicht diese mit ihrem Gebrauch im monolingualen Sprachgebrauch.
5. Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Assimilationstendenzen der Marker und verweist auf den Bedarf für weiterführende soziolinguistische Forschung.
Spanglish, Codeswitching, Sprachkontakt, Diskursmarker, Bilingualismus, USA, Like, Como, You know, Tú sabes, So, Entonces, Soziolinguistik, Detraducción, Sprachassimilation.
Die Arbeit befasst sich mit dem englisch-spanischen Sprachkontakt in den USA, dem sogenannten Spanglish, und untersucht dabei insbesondere die Funktion und Verwendung von Diskursmarkern im bilingualen Alltag.
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Spanglish, die Funktionsweise des Codeswitching und eine detaillierte komparatistische Analyse spezifischer Diskursmarker wie like/como oder so/entonces.
Das primäre Ziel besteht darin, die bisher untererforschte Rolle von Diskursmarkern im Spanglish zu beleuchten und aufzuzeigen, wie diese Marker in bilingualen Konversationen funktionieren und sich anpassen.
Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive linguistische Auswertung bestehender Fachliteratur und maßgeblicher Studien zum Sprachkontakt, um die Funktionen der Diskursmarker in verschiedenen Sprachkontexten zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Codeswitching und eine tiefgehende, kapitelweise Analyse der Marker-Paare like/como, you know/tú sabes sowie so/entonces hinsichtlich ihrer konventionellen und spanglish-spezifischen Funktionen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Spanglish, Codeswitching, Sprachkontakt, Diskursmarker, Bilingualismus und Detraducción geprägt.
López-García nutzt diesen Begriff, um auszudrücken, dass Spanglish kein Produkt einer bloßen Sprachmischung ist, sondern einen bewussten sprachlichen Prozess widerspiegelt, bei dem Sprecher zwei Sprachen kombinieren, um ihre kommunikativen Bedürfnisse auszudrücken.
Faktoren wie das Geschlecht, der Bildungsgrad, das Alter des Zweitspracherwerbs, der Kontakt zum Heimatland und die Arbeitsplatzsituation spielen eine signifikante Rolle bei der Frequenz und Art des angewandten Codeswitching.
Tú sabes dient im Spanglish vor allem der Progression von Unterhaltungen, der Signalisierung von Schlussfolgerungen und der Modifizierung bereits Gesagten, wobei es ähnliche Funktionen wie you know erfüllt.
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