Masterarbeit, 2016
74 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Modellierung menschlicher Entscheidungsfindung
2.1 Überblick zur Entwicklung verhaltensorientierter Theorien
2.1.1 „A Behavioral Theory of the Firm“ als Grundlage der „Behavioral Economics“
2.1.2 Abbildung von Interessenskonflikten innerhalb der „Agency Theory“
2.1.3 Entwicklung von „Upper Echelons“ zur „Strategic Leadership Theorie“
2.2. „Psychological Factors“ der Manager Charakteristika
2.2.1 Wertesysteme des Managers
2.2.2 Modellierung kognitiver Informationsverarbeitung
2.2.3 Abbildung wesentlicher Persönlichkeitsmerkmale
2.3 Ableitung von Manager Charakteristika über „Demographics“
3 Kontextfaktoren für den Einfluss des CEOs auf strategische Unternehmensentscheidungen in der Theorie
3.1 Moderatoren für den Einfluss und die Rolle des CEOs auf strategische Unternehmensentscheidungen
3.2 Einfluss von Kontextfaktoren auf den Handlungsspielraum des CEOs
3.2.1 Einfluss externer Kontextfaktoren auf den Handlungsspielraum des CEOs
3.2.2 Einfluss interner Kontextfaktoren auf den Handlungsspielraum des CEOs
3.2.3 Einfluss von „Managerial Characteristics“ auf den Handlungsspielraum des CEOs
3.3 Auswirkung unterschiedlicher Handlungsspielräume auf die Rolle des CEOs
3.4 Kategorisierung strategischer Unternehmensentscheidungen
4 Methodik zur Auswahl empirischer Studien
5 Darstellung empirischer Ergebnisse zum Einfluss des CEOs auf strategische Unternehmensentscheidungen
5.1 Empirische Ergebnisse zum CEO Effekt im Kontext strategischer Unternehmensentscheidungen
5.2 Empirische Ergebnisse zu „Managerial Discretion“ als Moderator des CEO Effekts
5.2.1 Empirische Ergebnisse zur Wirkung externer und interner Kontextfaktoren auf den CEO Effekt
5.2.2 Empirische Ergebnisse zur Wirkung von „Managerial Characteristics“ auf den CEO Effekt
5.3 Empirische Ergebnisse zum Einfluss von „Demographics“ auf strategische Unternehmensentscheidungen des CEOs
5.4 Empirische Ergebnisse zur Wirkung von „Psychological Factors“ auf strategische Unternehmensentscheidungen des CEOs
5.4.1 Empirische Ergebnisse zur Wirkung von „Values“ auf strategische Unternehmensentscheidungen des CEOs
5.4.2 Empirische Ergebnisse zur Wirkung des „Cognitive Model“ auf strategische Unternehmensentscheidungen des CEOs
5.4.3 Empirische Ergebnisse zur Wirkung von „Personality“ auf strategische Unternehmensentscheidungen des CEOs
6 Diskussion der empirischen Forschungsergebnisse
6.1 Analyse empirischer Forschungsergebnisse zur Beurteilung des CEO Effekts
6.2 Analyse empirischer Forschungsergebnisse zur Wirkung von „Demographics“ auf die Handlungsentscheidungen des CEOs
6.3 Analyse empirischer Forschungsergebnisse zur Wirkung von „Psychological Factors“ auf die Handlungsentscheidungen des CEOs
6.4 Implikationen und Limitationen der empirischen Forschungsergebnisse
7 Fazit und zukünftige Perspektiven
Die Arbeit untersucht den messbaren Einfluss von CEOs auf Unternehmensebene sowie die moderierenden Faktoren dieses Einflusses. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie CEO-Charakteristika – unterteilt in demografische Daten und psychologische Faktoren – die strategischen Entscheidungen eines Unternehmens beeinflussen.
2.1.2 Abbildung von Interessenskonflikten innerhalb der „Agency Theory“
Eigentum ist bekannt als die gesetzlich vorgesehene, größte Form der Macht. Der Eigentümer eines materiellen oder immateriellen Vermögensgegenstandes kann nicht nur über dessen Einsatz und Bestimmungszweck, sondern auch in jeglicher Verhandlung darüber entschieden, wie dieser einzusetzen ist (Rajan & Zingales, 2000: 6). In einem modernen Unternehmen dagegen ist typischerweise eine Trennung von Eigentum und Leitungsmacht vorzufinden (Berle & Means, 1932). Dies kann in der Folge einerseits zu Interessenskonflikten zwischen Eigentümern und Managern führen, andererseits ist es für die Eigentümer schwierig oder nur mit großem Aufwand möglich, das Verhalten der Manager zu beurteilen. Das zweite Problem besteht aufgrund der Risikoaufteilung sowie divergierenden Risikopräferenzen, die in der Folge zu unterschiedlichen Handlungen der Parteien führen (Eisenhardt, 1989: 58). Diese Problematik kann mit Hilfe der „Prinzipal-Agenten Theorie“ (Jensen & Meckling, 1976) dargestellt werden.
Für eine Agency-Beziehung ist es notwendig, dass eine (oder mehrere) Person(en) (Prinzipal) eine andere Person beauftragt (Agent), eine Leistung für ihn (sie) zu erbringen, womit eine Übertragung von Entscheidungsbefugnissen und Risiko an den Agenten einhergeht. Die Art dieser Beziehung und ihre Problematik ist universell auf jede Ebene einer Organisation oder kooperative Verflechtung im Allgemeinen übertragbar (Jensen & Meckling, 1976: 309). Da der Vertrag als entscheidender Mechanismus die Beziehung zwischen Prinzipal und Agent reguliert, besteht der Fokus der Theorie darauf, den optimalen Vertrag, unter Berücksichtigung von menschlichem Verhalten, dem Unternehmen und der Informationslage zu bestimmen (Eisenhardt, 1989: 58).
Im Modell wird angenommen, dass der Agent über eine höhere Risikoaversion verfügt als der Prinzipal, da der Manger seine Arbeitsleistung nicht streuen kann, so wie der Eigentümer seine Investitionen. Bezüglich der Informationsverteilung können daher zwei Fälle unterschieden werden. Geht man von vollständigen Informationen aus, so kann der Prinzipal alle Handlungen des Agenten beobachten und sein Verhalten „erkaufen“. Im zweiten Fall wird angenommen, dass Informationen unvollständig und asymmetrisch zwischen Prinzipal und Agent verteilt sind und der Prinzipal somit weder vor noch nach Vertragsabschluss beurteilen kann, ob der Agent zu seinen Gunsten gehandelt hat bzw. handeln wird (Eisenhardt, 1989: 60-61).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas ein, illustriert anhand von Beispielen den Einfluss von CEOs auf Unternehmenserfolge und definiert die zentrale Forschungsfrage.
2 Modellierung menschlicher Entscheidungsfindung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bedeutende verhaltensorientierte Theorien und psychologische Faktoren zur Abbildung von Manager-Charakteristika.
3 Kontextfaktoren für den Einfluss des CEOs auf strategische Unternehmensentscheidungen in der Theorie: Hier werden Dimensionen der Kontextfaktoren, der Handlungsspielraum des CEOs sowie die Kategorisierung strategischer Entscheidungen erörtert.
4 Methodik zur Auswahl empirischer Studien: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Literaturrecherche und die Auswahlkriterien für die in der Arbeit analysierten empirischen Studien.
5 Darstellung empirischer Ergebnisse zum Einfluss des CEOs auf strategische Unternehmensentscheidungen: Hier erfolgt eine detaillierte deskriptive Darstellung der empirischen Befunde hinsichtlich des CEO-Effekts und der moderierenden Faktoren.
6 Diskussion der empirischen Forschungsergebnisse: Dieses Kapitel analysiert die Ergebnisse kritisch, leitet Implikationen ab und diskutiert die Limitationen der zugrunde liegenden Studien.
7 Fazit und zukünftige Perspektiven: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und zeigt zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der CEO-Forschung auf.
CEO, Unternehmensführung, Strategie, Upper Echelons Theorie, Agency Theory, Behavioral Economics, Managerial Discretion, Kontextfaktoren, Entscheidungsfindung, Führungspersönlichkeit, Unternehmenserfolg, Risikobereitschaft, Demographics, Psychological Factors, Management-Forschung.
Die Arbeit untersucht, welchen messbaren Einfluss ein CEO auf sein Unternehmen hat und wie dieser Einfluss durch verschiedene Kontextfaktoren moderiert wird.
Die zentralen Themen sind das Zusammenwirken von Manager-Charakteristika (Demografien und psychologische Faktoren) und deren Auswirkungen auf strategische Unternehmensentscheidungen.
Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Theorie und der empirischen Forschung zu geben, um zu beantworten, wie stark und auf welche Weise CEOs die Strategie ihrer Unternehmen prägen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Auswahl empirischer Studien aus den Datenbanken Business Source Premier, PsychARTICLES und PsychINFO.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kapitel 2 und 3) und die Darstellung sowie Diskussion empirischer Befunde (Kapitel 5 und 6).
Neben dem Kernbegriff "CEO" stehen "Upper Echelons", "Strategie", "Managerial Discretion" und die Modellierung von "Psychological Factors" im Zentrum.
Es fungiert als Brücke zwischen den konträren Forschungsmeinungen, da es unterstellt, dass der tatsächliche Einfluss eines CEOs stark von externen und internen Rahmenbedingungen abhängt.
Demografische Daten dienen oft als Indikatoren für psychologische Prozesse. Sie zeigen beispielsweise, dass längere Amtsdauer häufig mit einer Verfestigung des Status Quo und einer höheren Risikoaversion korreliert.
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