Masterarbeit, 2015
79 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Beschreibung von Vibrio cholerae
2.1 Äußere Systematik
2.2 Aufbau
2.3 Innere Systematik
2.4 Genom
2.5 Lebensweise
2.6 Vorkommen
3. Die Krankheit Cholera
3.1 Geschichte
3.2 Übertragungswege
3.3 Pathogenese
3.4 Diagnose und Behandlung
4. Pathogenität von V. cholerae
4.1 Das CTX-Element
4.2 Die Vibrio-Pathogenitätsinseln
4.3 Weitere Pathogenitätsfaktoren
4.4 Pathogenes Potenzial von Nicht-O1 und Nicht-O139 Vibrio cholerae
5. Wirkungsweise der Virulenzfaktoren
5.1 Kolonisation des Dünndarmepithels
5.2 Choleratoxin
6. Lebenszyklus von V. cholerae
6.1 Interspezifische Beziehungen
6.2 Physiologische Zustände
6.2.1 VBNC-Zustand
6.2.2 Biofilm
6.2.3 Hyperinfektiöser Zustand
6.3 Bedeutung des Lebenszyklus für die Pathogenität von V. cholerae
7. Regulation der Virulenzfaktoren
8. Entwicklung durch horizontalen Gentransfer
9. Vibrio cholerae und die Cholera im Biologieunterricht
10. Schlussbetrachtung und Ausblick
11. Quellenverzeichnis
11.1 Literaturquellen
11.2 Internetquellen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Faktoren, die maßgeblich die Pathogenität des Bakteriums Vibrio cholerae beeinflussen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern V. cholerae trotz medizinischer Fortschritte als „alte Seuche“ zugleich eine „neue Gefahr“ darstellt, insbesondere unter Berücksichtigung genetischer Flexibilität und komplexer Anpassungsmechanismen.
3.3 Pathogenese
Eine Choleraerkrankung wird durch die Infektion des menschlichen Wirtes mit einer hohen Anzahl an V. cholerae Bakterien ausgelöst. Dabei gelangen die Bakterien nach der Aufnahme durch kontaminiertes Wasser oder kontaminierte Lebensmittel in den Magen und später in den Darm des Wirtes. Hier heften sich die Bakterien an das Dünndarmepithel und kolonisieren die Darmwand. Die Zellen vermehren sich und sekretieren das Choleratoxin. Diese Substanz erzeugt eine Verschiebung des osmotischen Drucks, sodass große Mengen Wasser in das Darmlumen diffundieren (MADIGAN ET AL. 2013). Folglich beginnt eine Choleraerkrankung meist mit Bauchkrämpfen und Erbrechen. Später folgt ein starker Durchfall, der zu einem Flüssigkeitsverlust von bis zu einem Liter pro Stunde führen kann. Dies verursacht Flüssigkeitsmangel, Dehydration und Azidose. Schwere Choleraerkrankungen können dann zu einem Kreislaufkollaps und schließlich zum Tode des Erkrankten führen (NELSON ET AL. 2009). In vielen Kliniken werden sogenannte Cholerabetten genutzt, um den Reiswasserstuhl aufzufangen und die Höhe des Wasserverlustes zu bestimmen. Typisch für eine Choleraerkrankung ist der sogenannte „Reiswasserstuhl“, der einen hohen Anteil an Schleim enthält und aus diesem Grund dem Kochwasser von Reis ähnelt (siehe Abbildung 8). Wird eine erkrankte Person nicht behandelt, kann sie bis zu 10% ihres Körpergewichts innerhalb der ersten 24 Stunden verlieren. In dieser Zeit treten die meisten Sterbefälle durch Cholera auf (RICHARD, DIRITA 2013).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische und aktuelle Problematik der Cholera ein und beleuchtet die Relevanz der Untersuchung des Erregers Vibrio cholerae hinsichtlich seiner Pathogenität und Lebensweise.
2. Beschreibung von Vibrio cholerae: Dieses Kapitel liefert eine taxonomische Einordnung sowie eine detaillierte Beschreibung der strukturellen und genetischen Charakteristika des Bakteriums.
3. Die Krankheit Cholera: Hier werden die historische Entwicklung von Choleraepidemien, die Übertragungswege sowie der Verlauf der Pathogenese und gängige Diagnosemethoden dargestellt.
4. Pathogenität von V. cholerae: Dieses Kapitel widmet sich den genetischen Elementen und weiteren Faktoren, welche die krankmachende Wirkung von V. cholerae sowie die Unterschiede zwischen den Serovaren bedingen.
5. Wirkungsweise der Virulenzfaktoren: Es wird analysiert, wie das Bakterium den Magen passiert, das Darmepithel kolonisiert und welche pathophysiologischen Prozesse durch das Choleratoxin ausgelöst werden.
6. Lebenszyklus von V. cholerae: Dieses Kapitel betrachtet das Überleben des Bakteriums in aquatischen Systemen sowie die verschiedenen physiologischen Zustände und interspezifischen Beziehungen.
7. Regulation der Virulenzfaktoren: Die Regulation der Virulenzgene durch verschiedene Signale aus der Umgebung während des Infektionszyklus wird in diesem Kapitel erläutert.
8. Entwicklung durch horizontalen Gentransfer: Hier wird der Prozess der genetischen Weiterentwicklung und die Bedeutung von Phagen für die Evolution neuer pathogener Stämme thematisiert.
9. Vibrio cholerae und die Cholera im Biologieunterricht: Dieses Kapitel bietet Ansätze und didaktische Möglichkeiten zur Integration des Themas in den Biologieunterricht der Sekundarstufen.
10. Schlussbetrachtung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Relevanz der weiteren Forschung zur Prävention und zum Verständnis der globalen Bedrohung durch Cholera hervorgehoben.
Vibrio cholerae, Cholera, Pathogenität, Virulenzfaktoren, Choleratoxin, Lebenszyklus, Biofilm, horizontaler Gentransfer, Epidemien, Trinkwasseraufbereitung, Mikrobiologie, Infektionskrankheiten, Serovar, Biologieunterricht, Übertragungswege.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Faktoren, die die Pathogenität von Vibrio cholerae bestimmen, und untersucht, inwiefern die Cholera als alte Seuche heute eine neue Gefahr darstellt.
Zentrale Themen sind die Charakterisierung von V. cholerae, die Pathogenese der Krankheit, die genetischen Grundlagen der Virulenz sowie der Lebenszyklus des Bakteriums außerhalb des menschlichen Wirtes.
Das Ziel ist es, jene Faktoren zu identifizieren, die die Pathogenität von V. cholerae entscheidend beeinflussen, um zu beurteilen, warum das Bakterium trotz medizinischer Fortschritte weiterhin eine ernsthafte Bedrohung darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung aktueller Forschungsergebnisse zu Biochemie, Physiologie und Genetik des Erregers.
Der Hauptteil behandelt die Klassifikation des Bakteriums, die Geschichte der Epidemien, die spezifischen Virulenzfaktoren (wie das Choleratoxin), die Regulation dieser Faktoren sowie die Rolle des horizontalen Gentransfers bei der Evolution neuer Stämme.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Vibrio cholerae, Pathogenität, Virulenzfaktoren, Lebenszyklus, Biofilm und horizontaler Gentransfer charakterisiert.
Der Lebenszyklus außerhalb des Wirtes dient als Reservoir und Vorbereitungsphase für die Infektion, wobei die Bildung von Biofilmen und der Eintritt in den hyperinfektiösen Zustand die Verbreitung und Infektiosität erheblich steigern.
Die genetische Plastizität ermöglicht es V. cholerae, durch horizontalen Gentransfer schnell Virulenzfaktoren und Antibiotikaresistenzen aufzunehmen, was die Entstehung neuer, aggressiver pathogener Stämme begünstigt.
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