Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: Sehr gut
1 Zusammenfassung
2 Einführung
3 Gesundheitliche Ungleichheit und deren Ursachen
3.1 Wesentliche Begrifflichkeiten
3.2 Ursachen gesundheitlicher Ungleichheit
4 Methodik
5 Einfluss des sozialen Status auf den Medikamentenkonsum – konzeptioneller Rahmen zur Wirkungsweise
6 Medikamentenkonsum und sozialer Status – Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche
6.1 Überblick
6.2 Allgemeine Medikamentennutzung bei Erwachsenen und Senioren
6.3 Qualitätsunterschiede der Medikamente und Polypharmazie bei Erwachsenen und Senioren
6.4 Medikamentennutzung bei Kindern und Jugendlichen
6.5 Nutzung von Psychopharmaka und Kopfschmerztabletten
6.6 Medikamentennutzung bei Patient/inn/en mit Herz-Kreislauferkrankungen und anderen Zivilisationskrankheiten
7 Conclusio
8 Anhang
8.1 Tabellarischer Gesamtüberblick über identifizierte Studien
Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch den Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Status und dem Medikamentenkonsum innerhalb der OECD-Staaten, um potenzielle horizontale Ungerechtigkeiten in der Gesundheitsversorgung zu identifizieren und kritisch zu diskutieren.
3.2 Ursachen gesundheitlicher Ungleichheit
Eindeutige Ursache-Wirkungszusammenhänge zu gesundheitlicher Ungleichheit sind bis heute nicht bekannt (vgl. Bauer et al. 2009: 15; Mielck 2005: 47). Eine Reihe theoretischer Ansätze versucht jedoch die Ursachen gesundheitlicher Ungleichheit zu erklären – in der aktuellen Literatur (vgl. u.a. Bauer et al. 2009: 16f, Siegrist/Marmot 2008: 22f; Richter/Hurrelmann 2009: 21f; Mielck 2005: 50f) findet man hierbei in den Grundzügen vorwiegend folgende erklärende Faktoren:
Erstens wird der Mangel materieller Ressourcen bzw. Einwirkungen durch eine schädliche Wohn- und Arbeitssituation genannt; dies beinhaltet beispielsweise ungesunde Nahrungsmittel oder Gefährdungen am Arbeitsplatz (materieller Ansatz). Zweitens wird eine geteilte Kultur, welche mit bestimmten schichtspezifischen Präferenz- und Verhaltensmustern einher geht und u.a. gesundheitsschädliches Verhalten, wie Bewegungsmangel, Tabak- und Alkoholkonsum fördert, als relevant angesehen (kulturell- verhaltensbezogener Ansatz).
Darüber hinaus werden psychosoziale Phänomene für den sozialen Gradienten verantwortlich gemacht (psychosozialer Ansatz). Diese beinhalten übermäßigen Stress und seelische Belastungen und auch die vergleichsweise eingeschränkte Möglichkeit der erfolgreichen Bewältigung dieser Probleme. So wird angenommen, dass Angehörige niedriger sozialer Schichten mit größeren objektiven Belastungen konfrontiert sind (z.B. finanzielle Sorgen, Angst vor Arbeitslosigkeit, Existenzängste) und zudem über weniger taugliche „Ressourcen“ (z.B. soziale Unterstützung) verfügen, um diese zu verarbeiten. Neuere theoretische Modelle bieten einen zusammenfassenden Blick auf die Problematik und versuchen das komplexe Zusammenspiel mehrerer Faktoren abzubilden (vgl. Mackenbach 2006: 32).
1 Zusammenfassung: Gibt einen kompakten Überblick über das Anliegen der systematischen Literaturrecherche, die methodische Vorgehensweise und die zentralen Diskussionspunkte bezüglich sozialer Ungleichheiten.
2 Einführung: Thematisiert die Evidenz gesundheitlicher Ungleichheit und stellt die Forschungsfragen bezüglich des Zusammenhangs von sozioökonomischem Status und Medikamentenkonsum.
3 Gesundheitliche Ungleichheit und deren Ursachen: Definiert zentrale Begrifflichkeiten wie sozialen Status und untersucht theoretische Erklärungsansätze für gesundheitliche Ungleichheiten.
4 Methodik: Beschreibt die Kriterien der systematischen Literaturrecherche in Datenbanken wie dem Social Sciences Citation Index und PubMed.
5 Einfluss des sozialen Status auf den Medikamentenkonsum – konzeptioneller Rahmen zur Wirkungsweise: Erläutert theoretische Wirkungsmechanismen, wie soziale Faktoren direkt oder indirekt (z.B. durch Arzt-Patient-Interaktion) den Arzneimittelgebrauch beeinflussen.
6 Medikamentenkonsum und sozialer Status – Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche: Analysiert die Ergebnisse der identifizierten 24 Studien, gegliedert nach verschiedenen Nutzergruppen und medizinischen Indikationen.
7 Conclusio: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und identifiziert Bedarf für zukünftige qualitative Forschung.
8 Anhang: Bietet einen detaillierten tabellarischen Gesamtüberblick über alle in die Analyse einbezogenen Studien.
Soziale Ungleichheit, Sozioökonomischer Status, Medikamentenkonsum, Arzneimittelverschreibung, Gesundheitssysteme, Polypharmazie, OECD-Staaten, Gesundheitspolitik, Compliance, Literaturrecherche, Gesundheitsversorgung, Soziale Schichten, Morbidität, Prävention, Arzneimittelkosten.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Status und dem Medikamentenkonsum in verschiedenen OECD-Staaten basierend auf einer systematischen Literaturanalyse.
Zentrale Themen sind der soziale Gradient in der Medikamentennutzung, der Einfluss von Krankenversicherungssystemen sowie die Rolle der Bildung für den Arzneimittelgebrauch.
Das Ziel ist es, empirische Evidenz darüber zu gewinnen, welche Unterschiede in der Medikamentennutzung nach sozioökonomischem Status bestehen und ob diese auf horizontale Ungerechtigkeiten hindeuten.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den wissenschaftlichen Datenbanken "Social Sciences Citation Index" und "PubMed" durchgeführt, um relevante quantitative Studien zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert die identifizierten Studien nach Forschungsschwerpunkten, wie z.B. allgemeine Medikamentennutzung, Polypharmazie bei Senioren, Verschreibungen bei Kindern sowie Psychopharmaka.
Wichtige Begriffe sind unter anderem sozioökonomischer Status, Medikamentenkonsum, horizontale Ungleichheit, Gesundheitspolitik und Polypharmazie.
Studien deuten darauf hin, dass die Ausgestaltung von Versicherungssystemen und die Höhe der Selbstbeteiligung signifikante Barrieren oder Förderfaktoren für den Zugang zu Medikamenten darstellen können.
Das Bild ist differenziert; während bei einigen Medikamentengruppen ein Zusammenhang erkennbar ist, variieren die Ergebnisse stark je nach nationalem Gesundheitskontext und untersuchter Population.
Die Ergebnisse legen nahe, dass das Bildungsniveau der Mutter und der sozioökonomische Status der Familie einen Einfluss darauf haben, ob bei Infekten häufiger zu Arzneimitteln gegriffen wird.
Da quantitative Daten allein oft nicht ausreichen, um die Qualität der Versorgung vollumfänglich zu bewerten, wird für die Zukunft der Einsatz qualitativer Studien empfohlen.
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