Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: Sehr gut
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und Medikamentenkonsum. Ziel ist die Erstellung eines systematischen Literaturüberblicks über diesen Zusammenhang, insbesondere unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes in OECD-Staaten. Die Arbeit erforscht, ob und welche horizontalen Ungerechtigkeiten im Medikamentenkonsum nach sozioökonomischem Status bestehen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema der gesundheitlichen Ungleichheit und beleuchtet verschiedene theoretische Ansätze, die diese erklären. Anschließend werden die Methodik der systematischen Literaturrecherche und ein konzeptioneller Rahmen zum Verständnis des Einflusses des sozialen Status auf den Medikamentenkonsum vorgestellt. Die Kernteile der Arbeit befassen sich mit der Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse der identifizierten Studien, welche nach Forschungsschwerpunkten gegliedert sind. Zu den Themenbereichen gehören die allgemeine Medikamentennutzung bei Erwachsenen und Senioren, Qualitätsunterschiede der Medikamente und Polypharmazie, Medikamentennutzung bei Kindern und Jugendlichen, Nutzung von Psychopharmaka und Kopfschmerztabletten sowie Medikamentennutzung bei Patient/inn/en mit Herz-Kreislauferkrankungen und anderen Zivilisationskrankheiten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen sozialem Status und Medikamentenkonsum, insbesondere unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes in OECD-Staaten. Die Arbeit analysiert empirische Studien, die sich mit der Nutzung von Medikamenten verschiedener sozioökonomischer Gruppen befassen, und untersucht die Rolle von Faktoren wie Bildung, Einkommen, Krankenversicherungsschutz und Selbstbeteiligung an Medikamentenkosten.
Empirische Studien zeigen, dass der sozioökonomische Status (Einkommen, Bildung, Beruf) die Art, Häufigkeit und Qualität der genutzten Medikamente maßgeblich beeinflusst.
Die Literaturrecherche deutet darauf hin, dass Personen mit höherem Status oft Zugang zu neueren oder teureren Präparaten haben, während einkommensschwächere Gruppen häufiger Basismedikamente nutzen.
Ein höheres Bildungsniveau korreliert oft mit einer gezielteren Medikamentenwahl und einer besseren Therapietreue (Adhärenz), aber auch mit einer kritischeren Haltung gegenüber unnötigem Konsum.
Hohe Zuzahlungen oder Selbstbeteiligungen können dazu führen, dass Menschen mit niedrigem Einkommen notwendige Medikamente seltener erwerben oder die Behandlung vorzeitig abbrechen.
Die Arbeit untersucht spezifische Studien zur Nutzung von Psychopharmaka und Kopfschmerztabletten und stellt fest, dass hier deutliche soziale Gradienten in der Verschreibungspraxis vorliegen.
Ziel ist es, einen soliden Überblick über die internationale Evidenz (insbesondere in OECD-Staaten) zu schaffen und horizontale Ungerechtigkeiten in der Gesundheitsversorgung aufzuzeigen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

