Masterarbeit, 2017
64 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Vorgehensweise
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Finanzpolitik
2.2 Finanzsystem / Finanzkrisen
3 Aktueller Hintergrund
3.1 Die Entwicklung der Vermögenspreise
3.2 Notenbankstrategie Benign Neglect
3.3 Vor- und Nachteile von Benign Neglect
3.4 Strategiewechsel von BN zu LATW
3.5 Vor- und Nachteile von LATW
3.6 Umsetzungsmöglichkeit bei den Notenbanken
3.6.1 Fed
3.6.2 EZB
3.6.3 Bank of England
3.6.4 Weitere Zentralbanken
3.7 Mögliche Folgen
4 Nichtumsetzungsgründe und Ausweichmodelle
4.1 Notenbankübergreifende Gründe
4.1.1 Fehlende Definition von Vermögenspreisblasen
4.1.2 Fehlende Instrumente
4.2 Gründe der Federal Reserve System
4.2.1 Interessen der Notenbank-Präsidenten
4.2.2 Theoretisches Modell der Fed
4.2.3 Weitere Gründe
4.2.4 BGG Modell
4.2.5 Stylized Modell
4.2.6 ABRR Modell
4.2.7 Anwendung LATW bei Kreditblasen
4.3 Gründe der Europäischen Zentralbank
4.3.1 Nutzungsmöglichkeit und Sinn von LATW
4.3.2 Gründung von ESRB
4.3.3 ABRR Modell
4.3.4 Konzentration auf Preisstabilität
4.4 Gründe der Bank of England
4.5 Zusammenfassung
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Gründe, warum bedeutende Zentralbanken an der Strategie "Benign Neglect" festhalten, anstatt Vermögenspreisblasen durch eine präventive Strategie wie "Leaning against the Wind" (LATW) zu steuern. Die Arbeit analysiert hierbei die Beweggründe der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank und der Bank of England.
3.1 Die Entwicklung der Vermögenspreise
Die Notenbanken werden wegen ihrer aktuellen Handlungsweise mit zunehmender Häufigkeit in der Öffentlichkeit kritisiert. Den Notenbanken wird u.a. die Schuld an den Finanzkrisen, ungleichen Vermögensverteilungen und Deflationen gegeben. In den letzten Jahren hat sich eine Vermögenswertblase entwickelt. Sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren weiterwachsen. Die Notenbanken werden auch dafür, aufgrund von ungleicher Geldpolitik, verantwortlich gemacht. Sofern sie an der eigenen Handlungsstrategie nichts ändern, verlaufen somit die genannten Konjunkturzyklen in immer kürzeren Zeiträumen. Außerdem werden sich die Krisenzeiten und die damit verbundenen Krisenbewältigungsmaßnahmen häufen (Vgl. Armbruster/Bernau 2015).
Die Schere zwischen den Verbraucher- und Vermögenspreisen ist in den letzten Jahren in Deutschland immer größer geworden (siehe Abbildung 1). Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung der letzten drei Jahre, in der die Schere sehr weit auseinandergeklappt ist. Flossbach von Storch (2016) hat für die Darstellung der Entwicklung der Verbraucher- und Vermögenspreise die jeweiligen Werte im Jahr 2010 auf den Index 100 gesetzt. Von diesem Basisindex sind die Entwicklungen der unterschiedlichen Preise zu beobachten.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Vermögenspreisblasen und die Forschungsfrage zur Strategiewahl der Notenbanken.
2 Begriffsdefinitionen: Definition grundlegender Begriffe der Finanzpolitik, Finanzsysteme und der Notenbankstrategien BN und LATW.
3 Aktueller Hintergrund: Darstellung der Entwicklung von Vermögenspreisen und Erläuterung der gängigen Handlungsstrategien der Notenbanken.
4 Nichtumsetzungsgründe und Ausweichmodelle: Analyse der Gründe, warum Notenbanken von LATW absehen, sowie Vorstellung möglicher alternativer Lösungsansätze.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Notenbankpolitik und Einschätzung künftiger Entwicklungen in der Weltwirtschaft.
Notenbanken, Leaning against the Wind, Benign Neglect, Vermögenspreisblasen, Geldpolitik, Finanzkrisen, Taylor-Regel, Zentralbank, Preisstabilität, Finanzsystem, Konjunkturzyklen, ABRR-Modell, Deflation, Inflation, Kapitalpuffer.
Die Arbeit untersucht, warum führende Zentralbanken Vermögenspreisblasen in ihrer aktuellen Strategie weitgehend ignorieren ("Benign Neglect") und sich nicht aktiv gegen diese "lehnen" ("Leaning against the Wind").
Im Zentrum stehen die Geldpolitik der Fed, der EZB und der Bank of England, das Phänomen von Vermögenspreisblasen sowie die makroökonomische Krisenprävention.
Das Ziel ist die analytische Aufarbeitung der Beweggründe, warum die Umsetzung einer LATW-Strategie trotz intensiver Diskussionen bisher ausbleibt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie eine komparative Betrachtung verschiedener Notenbanken und deren spezifischer Handlungsmodelle im Kontext der Finanzhistorie.
Der Hauptteil analysiert notenbankübergreifende Gründe für die Nichtumsetzung, wie etwa die fehlende Definition von Blasen, sowie spezifische Modelle wie das BGG- oder ABRR-Modell.
Zentrale Begriffe sind Notenbanken, Leaning against the Wind, Benign Neglect, Vermögenspreisblasen und Geldpolitik.
Das ABRR-Modell (Asset Based Reserve Requirements) wird als Instrument diskutiert, das Vermögenspreisblasen dämpfen kann, ohne das allgemeine Zinsniveau und somit die gesamte Wirtschaft negativ zu beeinflussen.
Die EZB wird primär für ihre ex-post-Maßnahmen (wie Staatsanleihekäufe) kritisiert, die zwar die Inflation stützen, aber das Risiko von Vermögenspreisblasen in den Augen des Autors weiter verschärfen könnten.
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