Bachelorarbeit, 2012
50 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Erkenntnisinteresse und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit und formale Hinweise
2 Inhaltliche Voraussetzungen
2.1 Annäherung an den Vermittlungsbegriff der Kunst
2.2 Vermittlungstätigkeit auf der Mikroebene
2.2.1 Lernen als konstruktivistischer Prozess
2.2.2 Austausch als erfahrungsbasiertes Deutungslernen
2.3 Vermittlung in Museen und Ausstellungskontexten
2.4 Die dOCUMENTA (13): Ein Ausstellungsformat
2.5 Der Weg zu den ‚Worldly Companions‘: Vermittlungskonzepte der documenta
3 Praktische Vermittlungsarbeit der ‚Worldly Companions‘
3.1 Ziele und methodisches Vorgehen der Untersuchung
3.2 Durchführung vor Ort
3.3 Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtung
3.3.1 Tour 1 (Samen/ kreisförmige Dynamik/ Ideen/ Möglichkeiten)
3.3.2 Tour 2 (Samen/ Freiraum/ Weite/ sinnlicher Tiefgang)
3.3.3 Tour 3 (Realität/ Rahmen/ Vortrag/ Stille)
3.3.4 Tour 4 (Dinge/ Gestik/ Erfahrungen/ Aufforderung zur Interaktion)
4 Auswertung der offenen Vermittlungsarbeit
4.1 ‚Worldly Companions‘ legen Spuren
4.2 ‚Worldly Companions‘ können Räume nutzen
4.2.1 Ästhetische Forschung durch Vermittlung
4.2.2 Zum Verhältnis ‚Worldly Companions‘ und Kunst
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Vermittlungskonzept der dOCUMENTA (13) mit einem spezifischen Fokus auf die sogenannte „Vielleicht Vermittlung“ und die Tätigkeit der „Worldly Companions“. Ziel ist es, durch eine ethnografische Untersuchung herauszufinden, ob dieses offene Konzept in der Praxis so angewendet wird, dass ein erfahrungsbasiertes Lernen bei den Besuchern stattfinden kann.
1.1 Erkenntnisinteresse und Zielsetzung der Arbeit
Bei den Planungen zu meinem Besuch der dOCUMENTA (13) kamen unterschiedliche Vorstellungen und Fragen dazu auf. Neben den inhaltlichen Aspekten hat mich insbesondere interessiert, ob das beschriebene Vermittlungskonzept im Grundsatz hält, was es verspricht. In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich daher den Vermittlungsprozessen im Rahmen des Ausstellungsformates dOCUMENTA (13) widmen und eine kritische Reflexion dieser institutionell gesteuerten Vermittlungsprozesse stattfinden lassen. Dabei soll die Vermittlungstätigkeit der sogenannten ‚Worldly Companions‘ als weltgewandte Begleiter im Vordergrund stehen. Sie fungieren als personelle Instanz zwischen Ausstellung und Besuchern. Dieser spezifische Fokus ermöglicht es mir, auf die Mikroebene der Vermittlungsarbeit einzugehen und herauszuarbeiten, welche förderlichen (Lern-)Prozesse bei den Besuchern angeregt werden können.
Konkret möchte ich folgenden Fragen im Verlauf dieser Arbeit nachgehen: Was ist Vermittlung? Welche Prozesse steuern eine Vermittlung? Welche Bedingungen liegen im institutionellen Kontext vor? Wie ist eine Vermittlung auf der dOCUMENTA (13) konzeptuell angelegt? Schließlich stelle ich die daraus abgeleitete und übergeordnete Frage, die ich in meiner Untersuchung vertiefen möchte: Werden die Zielsetzungen des offenen Vermittlungskonzeptes durch die Worldly Companions erfüllt, so dass ein erfahrungsbasiertes Lernen auf der dOCUMENTA (13) stattfinden kann? Anders formuliert könnte ich auch fragen: Ist eine Interaktion im Sinne einer künstlerisch forschenden Haltung möglich, die Deutungsmuster der Vermittlungsteilnehmer berührt?
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Erkenntnisinteresse an den Vermittlungsprozessen der dOCUMENTA (13) ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Inhaltliche Voraussetzungen: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, indem es den Vermittlungsbegriff, konstruktivistische Lerntheorien und den spezifischen Kontext der dOCUMENTA (13) als Ausstellungsformat analysiert.
3 Praktische Vermittlungsarbeit der ‚Worldly Companions‘: Hier wird das methodische Vorgehen der ethnografischen Untersuchung beschrieben und die Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtungen von vier verschiedenen dTOURs werden detailliert dokumentiert.
4 Auswertung der offenen Vermittlungsarbeit: In diesem Kapitel werden die Beobachtungen der Arbeit der Worldly Companions systematisch ausgewertet, auf ihre Vermittlungskompetenz hin geprüft und theoretisch im Kontext der verschiedenen Diskursformen eingeordnet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt grundsätzlich, dass das Vermittlungskonzept der dOCUMENTA (13) durch die Worldly Companions erfüllt werden kann, wenn auch mit individuellen Unterschieden.
dOCUMENTA (13), Worldly Companions, Kunstvermittlung, ästhetische Forschung, konstruktivistisches Lernen, Vermittlungskompetenz, ethnografische Forschung, Besucherorientierung, Ausstellungsformat, Deutungslernen, Vermittlungsprozesse, Partizipation, Interaktion.
Die Arbeit untersucht kritisch die Vermittlungskonzepte und die praktische Vermittlungsarbeit der sogenannten „Worldly Companions“ auf der dOCUMENTA (13) in Kassel.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Spannungsfeld zwischen institutionell gesteuerten Vermittlungsprozessen, konstruktivistischen Lerntheorien und der praktischen Umsetzung von Führungen (dTOURs) unter dem Leitgedanken der „Vielleicht Vermittlung“.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob die Worldly Companions die Zielsetzungen eines offenen Vermittlungskonzeptes so umsetzen können, dass ein erfahrungsbasiertes Lernen der Besucher ermöglicht wird.
Die Autorin nutzt einen ethnografisch angelegten Forschungsansatz, der teilnehmende Beobachtungen bei vier verschiedenen dTOURs sowie interviewähnliche Gespräche mit Worldly Companions umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Vermittlungsgrundlagen, eine detaillierte Dokumentation der vier besuchten Touren und eine anschließende Auswertung dieser Touren hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und methodischen Gestaltung.
Zentrale Begriffe sind neben der dOCUMENTA (13) insbesondere die Worldly Companions, die ästhetische Forschung, der konstruktivistische Lernprozess sowie die diskursiven Ebenen nach Mörsch.
Sie fungieren als personelle Instanz zwischen der Ausstellung und den Besuchern und sollen als „weltgewandte Begleiter“ einen interaktiven, erfahrungsbasierten Austausch über Kunst ermöglichen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Zielsetzung des offenen Vermittlungskonzeptes durch die Worldly Companions grundsätzlich erfüllt werden kann, wobei die Umsetzung je nach Companion und methodischer Herangehensweise stark variiert.
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