Bachelorarbeit, 2016
83 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Soziale Netzwerke
2.1.1 Definition
2.1.2 Funktionen
2.2 Facebook
2.2.1 Daten und Fakten
2.2.2 Struktur
2.2.3 Nutzung
2.3 Psychisches Wohlbefinden
2.3.1 Definitionen
2.3.2 Strukturmodell des Wohlbefindens nach Becker
2.3.3 Multidimensionales Modell Ryff
2.3.4 Subjektives Wohlbefinden nach Diener, Suh, Lucas & Smith
2.3.5 Multidimensionales Modell Perrig-Chiello
2.4 Neid
2.5 Selbstwertgefühl und Selbstdarstellung
2.6 Soziale Überlastung
2.7 Stress und Stressempfinden
2.8 Zum Zusammenhang sozialer Netzwerke und Wohlbefinden
3 Empirische Untersuchung
3.1 Konzeptepezifikation und Hypothesenbildung
3.2 Methodische Umsetzung
3.2.1 Forschungsdesign
3.2.2 Operationalisierung der Variablen
3.2.3 Stichprobe und Datenerhebung
3.2.4 Auswertungsmethoden und Voraussetzungen
4 Ergebnisse
4.1 Reliabilitätsanalyse
4.2 Hypothesentestung
4.2.1 Korrelationsanalyse
4.2.2 Regressionsanalyse
4.2.4 Mediationsanalyse
5 Diskussion
6 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Nutzung des sozialen Netzwerks Facebook auf das psychische Wohlbefinden der Nutzer. Basierend auf einer Literaturrecherche und einem entwickelten Variablenmodell wurde mittels einer Onlinebefragung (N=1079) empirisch geprüft, welche Zusammenhänge zwischen Facebook-Nutzung, Variablen wie Neid, Selbstwert, sozialer Überlastung sowie Stress bestehen und inwiefern diese Faktoren das Wohlbefinden beeinflussen.
2.2.3 Nutzung
Die Zahl der aktiven Nutzer des sozialen Netzwerkes Facebook ist in den letzten Jahren merklich angestiegen. Dies mag vor allem an der Einfachheit der Vernetzungsmöglichkeiten liegen. Nutzer können sich mit nur wenigen Klicks mit Familienangehörigen, Freunden und Kommilitonen verbinden. Facebook erleichtert den Kommunikationsaufnahme und das Pflegen von Beziehungen erheblich. Aber warum werden überhaupt Kontakte online geknüpft und gepflegt, anstatt raus in die Welt zu gehen? Heidig (2011) ist der Auffassung, dass diese Entwicklung evolutionär bedingt sei. Vor einigen Jahrzehnten sei es normal gewesen mit einer Großfamilie und mehreren Generationen auf einem kleinen Raum, zusammen zu leben. Man war nie allein und ständig in ein soziales Netzwerk eingebunden. Soziale Bedürfnisse und Sicherheitsbedürfnisse konnten überhaupt kontrolliert werden. Allerdings veränderten sich die Wohnsituationen und Lebensräume und -strukturen. Der ansteigende Wohlstand in der Gesellschaft führte zu einer Vergrößerung des realen Lebensraumes. Gleichzeitig vergrößerten sich die Abstände zwischen den Menschen. Familien leben nun nicht mehr zusammen auf engem Raum, einzelne Personen befinden sich am Rande ihres sozialen Netzwerkes. Die Zahl der realen Beziehungen nimmt ab. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit jedoch bleibt. Soziale Netzwerke im Internet können diese Dissonanz wieder ausgleichen. Infolgedessen können virtuelle Beziehungen reale Beziehungen ersetzen und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit befriedigen (Heidig, 2011).
Doch Facebook ist mehr als nur ein soziales Netzwerk im Internet. Facebook bietet neben der sozialen Bedürfnisbefriedigung auch die Möglichkeit zur idealen Selbstdarstellung. Mummendey (2006) ist der Auffassung, dass Individuen in der Lage sind „ihr Bild der eigenen Person zu beeinflussen, aufrechtzuerhalten oder zu verbessern, ihren Selbstwert zu verteidigen oder zu erhöhen. Dazu sind sie gewöhnlich auf ihre Interaktionspartner angewiesen“ (Mummendey, 2006, S. 49). Facebook als virtuelle Welt bietet eine große Bandbreite dieser Interaktionspartner. Während in der realen, beziehungswegweise Offline-Welt die Selbstdarstellung überwiegend unkontrolliert und automatisch abläuft (Mummendey, 2006), wird sie online bewusst kontrolliert (Horn, 2007). Horn (2007) beschreibt die virtuelle Selbstdarstellung als auf vorangegangener Reflexion aufbauenden kognitiven Aufwand (S 128).
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Facebook als soziales Netzwerk dar und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss dieser Nutzung auf das psychische Wohlbefinden empirisch zu untersuchen.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zu sozialen Netzwerken, Facebook, dem Konstrukt des Wohlbefindens sowie weiteren relevanten psychologischen Konstrukten wie Neid, Stress und Selbstdarstellung.
3 Empirische Untersuchung: Hier wird das Variablenmodell vorgestellt, die Hypothesen abgeleitet sowie das methodische Vorgehen, einschließlich der Stichprobenerhebung und Operationalisierung der Variablen, detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, inklusive Reliabilitätsprüfungen, Korrelationsanalysen, Regressionen und die Prüfung der Mediationshypothese.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, mit der Theorie abgeglichen und Limitationen der Untersuchung sowie Gründe für unerwartete Ergebnisse diskutiert.
6 Ausblick: Der Ausblick gibt einen abschließenden Überblick über die zentralen Erkenntnisse und formuliert Anregungen für künftige Forschungsfragestellungen.
Facebook, Soziale Netzwerke, Wohlbefinden, Neid, Selbstwertgefühl, Selbstdarstellung, Soziale Überlastung, Stressempfinden, Online-Befragung, Korrelationsanalyse, Regressionsanalyse, Mediationsanalyse, Psychologie, Digitale Kommunikation, Lebenszufriedenheit
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Nutzung des sozialen Netzwerks Facebook auf das psychische Wohlbefinden der Nutzer durch eine empirische Analyse.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Facebook-Aktivitäten auf emotionale Zustände wie Neid, Stress und die Selbstdarstellung sowie deren Zusammenhang mit dem Wohlbefinden.
Das Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Untersuchung und eines Variablenmodells zu klären, ob und wie Facebook-Nutzung das Wohlbefinden der Nutzer beeinflusst.
Es wurde eine quantitative Onlinebefragung durchgeführt, deren Daten mittels Korrelations-, Regressions- und Mediationsanalysen statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Ableitung von Hypothesen, die Beschreibung der Methodik und die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Facebook, Wohlbefinden, Neid, Selbstwert, Soziale Überlastung und Mediationsanalyse geprägt.
Neid wird als ein zentraler Mediator zwischen der Facebook-Nutzung und der Lebenszufriedenheit untersucht, wobei analysiert wird, inwieweit die Nutzung zu neidvollen Vergleichen führt.
Das Wohlbefinden wurde mittels etablierter Skalen zur Lebenszufriedenheit (Satisfaction with Life Scale) und zum psychologischen Wohlbefinden (Flourishing Scale) erfasst.
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