Bachelorarbeit, 2014
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf
3. Preis- und Mengensteuerung
4. Bewertungskriterien
4.1 Effizienz
4.2 Dynamische Anreizwirkung
4.3 Ökologische Treffsicherheit
4.4 Verteilungswirkung
4.5 Wettbewerbsfähigkeit
4.6 Politische Durchsetzbarkeit
5. Fazit
Die Arbeit untersucht im Rahmen einer theoretischen ökonomischen Analyse, welches marktbasierte Instrument – Preissteuerung (Emissionssteuer) oder Mengensteuerung (Emissionshandelssystem) – besser geeignet ist, um emissionsbedingte externe Effekte zu korrigieren. Ziel ist es, anhand verschiedener Bewertungskriterien eine fundierte Entscheidungshilfe für die praktische Wirtschaftspolitik zu erarbeiten.
1. Einleitung
Aufgrund grundlegender Bedeutung der Produktion für den Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, technischen Fortschritt und ökonomische Prosperität einer Volkswirtschaft, scheint nicht verwunderlich zu sein, dass die Produktionstätigkeit eine der Kernvariablen der mikro- und makroökonomischen Analyse darstellt. Dabei sind die Ausweitung der Produktionskapazitäten und die Erhöhung der Ausbringungsmenge nicht ausschließlich mit positiven und sozial erwünschten Effekten wie Wirtschaftswachstum, Gewinnsteigerung und zunehmenden Beschäftigungsraten verbunden. Abschöpfung der natürlichen Ressourcen, Umweltverschmutzung, Zerstörung der ökologischen Systeme und die daraus resultierende Beeinträchtigung der Lebensqualität sowie der Biodiversität der Flora und Fauna können die unmittelbaren Folgen der Produktionstätigkeit sein.
Insbesondere bei der industriellen Produktion werden die Ressourcen in Anspruch genommen, deren Verwendung als Produktionsfaktor mit einem erheblichen Emissionausstoß verbunden ist, was zwar die Produktions- und Konsummöglichkeiten anderer Subjekte einschränkt, jedoch keine Kosten für den Produzenten verursacht. Die Inanspruchnahme der Umweltressourcen, die im Preisbildungsmechanismus nicht berücksichtigt wird und gleichzeitig mit einen emissionsbedingten Schaden für andere Wirtschaftssubjekte verbunden ist, führt zu allokativer Ineffizienz, die nicht nur die ökonomische Wohlfahrt verringert, sondern auch die Lebensqualität und ökologische Systeme unmittelbar beeinträchtigt.
Aus ökonomischer Sicht ist es daher unabdingbar, das Versagen des Preisbildungsmechanismus zu korrigieren, was grundsätzlich sowohl durch die Preis- als auch durch die Mengensteuerung möglich ist. Da die vorliegenden Instrumente an unterschiedlichen Facetten des Preisbildungsmechanismus anknüpfen - was mit unterschiedlichen ökonomischen Effekten einhergehen kann - gilt im Rahmen der vorliegenden theoretischen Analyse der Preis- und Mengensteuerung zu untersuchen, welches marktbasiertes Instrument zur Korrektur emissionsbedingter externer Effekte geeigneter ist. Dabei sollen die Preis- und Mengensteuerung im Hinblick auf ihre Effizienz, dynamischen Anreizwirkung, ökologische Treffsicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Verteilungswirkung sowie politische Durchsetzbarkeit verglichen und anschließend die Frage beantwortet werden, welches Instrument zur Korrektur emissionsbedingter externer Effekte überlegener ist.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problematik emissionsbedingter externer Effekte dar und leitet die Forschungsfrage nach dem geeigneteren marktbasierten Steuerungsinstrument ab.
2. Wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf: Hier wird erläutert, warum Umweltressourcen als öffentliche Güter oder Almendegüter zu Marktversagen und allokativer Ineffizienz führen.
3. Preis- und Mengensteuerung: Dieses Kapitel definiert die Funktionsweise der beiden zentralen Steuerungsinstrumente: die Pigou-Steuer als Preislösung und das Emissionshandelssystem als Mengenlösung.
4. Bewertungskriterien: Dieser Hauptteil analysiert die Instrumente anhand von Effizienz, Anreizwirkung, Treffsicherheit, Verteilung, Wettbewerb und politischer Durchsetzbarkeit.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der theoretischen Analyse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Preislösung unter den betrachteten Bedingungen vielfach zu präferieren ist.
Emissionssteuer, Emissionshandelssystem, externe Effekte, Internalisierung, allokative Ineffizienz, Pigou-Steuer, Marktbasiertes Instrument, Kosteneffizienz, Dynamische Anreizwirkung, Ökologische Treffsicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Verteilungswirkung, Politische Durchsetzbarkeit, Marktversagen, Umweltökonomik
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse von zwei marktbasierten Instrumenten – der Preissteuerung (Emissionssteuer) und der Mengensteuerung (Emissionshandel) – zur Korrektur von emissionsbedingten externen Effekten.
Die zentralen Felder sind die Internalisierung externer Kosten, die Funktionsweise von Umweltpolitik-Instrumenten sowie deren vergleichende Bewertung hinsichtlich ökonomischer und politischer Kriterien.
Das Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Analyse zu identifizieren, welches der beiden Instrumente (Steuer oder Zertifikatehandel) bei der Korrektur umweltschädlicher Produktion überlegener ist.
Es wird eine theoretisch-ökonomische Analyse auf Basis ökonomischer Modelle (wie dem Marktmodell oder dem Weitzman-Theorem) durchgeführt, um die Wirkungsweisen unter verschiedenen Annahmen zu vergleichen.
Der Hauptteil evaluiert die Instrumente systematisch nach den Kriterien Effizienz, dynamische Anreizwirkung, ökologische Treffsicherheit, Verteilungswirkungen, Wettbewerbsfähigkeit und politische Durchsetzbarkeit.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Internalisierung, Emissionssteuer, Emissionshandel, Markteffizienz und Umweltpolitik charakterisieren.
Der Autor argumentiert, dass die Preislösung bei Unsicherheit, Marktkonzentration und politischen Manipulationsmöglichkeiten häufig vorteilhafter ist, da sie weniger anfällig für strategisches Verhalten ist und ein höheres Maß an Gerechtigkeit und Sicherheit bietet.
Kostenlose Zuteilung (Grandfathering) führt zu Rentenverschiebungen zugunsten der Unternehmen und verhindert den Einnahmenwiederverwendungseffekt, was aus verteilungstheoretischer Sicht kritisch bewertet wird.
Starke Preisschwankungen beim Zertifikatehandel führen zu Unsicherheit, was Investitionen in umweltschonende Technologien hemmen kann, wohingegen die Preislösung hier für mehr Stabilität sorgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

