Masterarbeit, 2017
141 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Struktur und Vorgehensweise
1.3 Grenzen und Einschränkungen der Studie
2. Veränderungen im Marktumfeld
2.1 Einfluss der Digitalisierung
2.2 Generationswandel in Deutschland
2.3 Veränderung im Verbraucherverhalten
2.3.1 Internet
2.3.2 Mobile
2.3.3 Relevanz der Bankfiliale
3. Bankwesen
3.1 Definition von Bankwesen
3.2 Das deutsche Bankensystem
3.3 Retail Banking in Deutschland
3.4 Auswirkungen der Finanzkrise auf das Bankwesen
3.5 Trends im Bankwesen
4. Finanztechnologie
4.1 Definition von FinTech
4.2 Einfluss von FinTechs
4.3 Geschäftsbereiche von FinTechs
4.3.1 Finanzierung
4.3.2 Vermögensmanagement
4.3.3 Zahlungsverkehr
4.3.4 Sonstige FinTechs
4.4 FinTech-Markt in Deutschland
4.4.1 Finanzierung
4.4.2 Vermögensmanagement
4.4.3 Zahlungsverkehr
4.5 Regulierungen für FinTechs
4.6 Vergleich der Geschäftsmodelle FinTechs vs. Retail Banking
5. Forschungsstudie
5.1 Einführung in die Forschungsstudie
5.1.1 Ziele
5.1.2 Aufbau und Struktur
5.1.3 Teilnehmer
5.2 Ergebnisvorstellung
5.2.1 Allgemeines Bankenumfeld
5.2.2 FinTechs
5.2.3 Strategische Ausrichtung und Ausblick
5.3 Handlungsempfehlungen für das Retail Banking
5.3.1 Allgemeine Handlungsempfehlungen
5.3.2 Nachahmung
5.3.3 Kooperation
5.3.4 Investment und Akquisition
5.3.5 Interne Innovation
6. Zukunftsausblick
6.1 Allgemeiner Zukunftsausblick
6.2 Retail Banking
6.3 FinTechs
6.4 Verbraucher
7. Fazit
Die Master-Thesis untersucht den Einfluss von FinTech-Unternehmen auf das deutsche Retail Banking. Ziel ist es, die Entwicklung der FinTech-Branche zu analysieren, Rückschlüsse auf eine potenzielle Gefährdung des klassischen Retail Bankings zu ziehen und Handlungsempfehlungen für etablierte Banken zur strategischen Neuausrichtung in einem digitalisierten Marktumfeld zu erarbeiten.
2.1 Einfluss der Digitalisierung
Die Digitalisierung ist einer der größten Trends der letzten Jahre und wird zukünftig einen noch stärkeren Einfluss auf die Gesellschaft nehmen. War der Einfluss der Digitalisierung anfangs eher in der Unternehmenswelt zu spüren, so hat er sich in den letzten Jahren zusätzlich auf das private Umfeld ausgeweitet. Digitalisierung ist die Überführung von Daten und Informationen aus der analogen in die digitale Welt. Als Folge ist eine verstärkte Verlagerung der Geschäftstätigkeit in die virtuelle Welt zu beobachten, was zur stärkeren Vernetzung von Lieferanten, Kunden und Unternehmen führt (Reker & Böhm, 2013). Für die vorliegende Masterarbeit eignet sich die Definition von Eistert und Pratz. Sie beschreiben die Digitalisierung als die „Nutzung aller technologischen Möglichkeiten für ein neues Kundenerlebnis, erweiterte Geschäftsmodelle und einen Effizienzsprung in der Abwicklung“ (Pratz & Eistert, 2014). Allerdings geht die Digitalisierung über die technische Verknüpfung hinaus, da sie Prozesse und industrielle Strukturen schrittweise umwandelt. Sie gilt als Auslöser für den strukturellen und ökonomischen Wandel und bietet neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen und Vorteile für Verbraucher, aber auch Chancen für traditionelle Geschäftsmodelle (Winter & Leist, 2002).
Bedingt durch diese Entwicklung wird das Informationsmanagement in Unternehmen immer wichtiger. Das Internet bündelt riesige Mengen an Daten und Informationen. Es ist dauerhaft verfügbar und zugänglich für alle Geschäftsmodelle entlang der Wertschöpfungskette sowie für jeden Verbraucher weltweit. Ein geeignetes Beispiel, an dem der Einfluss der Digitalisierung verdeutlicht werden kann, ist die Musikindustrie. In den vergangenen 20 Jahren führte die Digitalisierung zu einem grundlegenden Wandel der Geschäftsmodelle innerhalb dieser Branche (Walker, 2014). Das gesamte System von Musikkonsum, Produktion und Vertrieb hat sich radikal verwandelt. Ein starker Einbruch in den traditionellen physikalischen Medienverkäufen aufgrund der technologischen Entwicklung von MP3-Abspielgeräten und aktuell Streaming-Diensten forderte die Musikindustrie heraus und folglich musste das etablierte Geschäftsmodell angepasst werden, um Verluste zu begrenzen (Dewan & Ramaprasad, 2014; Leung, 2015).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, erläutert die Zielsetzung sowie die Struktur der Arbeit und benennt die methodische Vorgehensweise.
2. Veränderungen im Marktumfeld: Hier werden die treibenden Faktoren Digitalisierung, Generationswandel und das sich wandelnde Verbraucherverhalten beleuchtet.
3. Bankwesen: Dieser Teil definiert die Grundlagen des Bankwesens, analysiert das deutsche Bankensystem und beschreibt spezifische Auswirkungen der Finanzkrise auf den Retail Banking Sektor.
4. Finanztechnologie: Das Kapitel definiert FinTechs, analysiert deren Geschäftsbereiche, den deutschen Markt und die relevanten regulatorischen Rahmenbedingungen.
5. Forschungsstudie: Hier werden die Ergebnisse der qualitativen Interviews vorgestellt und daraus resultierende Handlungsempfehlungen für Banken abgeleitet.
6. Zukunftsausblick: Ein Ausblick auf die Entwicklung des Marktes unter Berücksichtigung von Banken, FinTechs und Verbrauchern.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und einer abschließenden Einschätzung zur Zukunft des Retail Bankings.
Retail Banking, FinTech, Digitalisierung, Finanzkrise, Bankwesen, Marktveränderung, Kundenbedürfnisse, Innovationsmanagement, Online-Banking, Mobile-Banking, Regulierung, BaFin, Kostenreduzierung, Kooperation, Strategische Neuausrichtung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der aufstrebenden FinTech-Branche auf das traditionelle Retail Banking in Deutschland vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung.
Die Schwerpunkte liegen auf den technologischen Veränderungen im Bankwesen, den veränderten Erwartungen der Verbraucher, der Rolle regulatorischer Rahmenbedingungen sowie den strategischen Reaktionsmöglichkeiten der Banken.
Das Ziel besteht darin, fundierte Rückschlüsse darüber zu ziehen, ob FinTechs eine existenzielle Bedrohung für das deutsche Retail Banking darstellen oder ob sie eher als Impulsgeber für notwendige Innovationen fungieren.
Neben einer umfassenden Literaturrecherche wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf halbstrukturierten Interviews mit Experten aus Universalbanken und der Aufsichtsbehörde BaFin basiert.
Der Hauptteil analysiert die Veränderungen im Marktumfeld, die theoretischen Grundlagen des Bank- und FinTech-Wesens, die konkrete Marktsituation in Deutschland sowie die durchgeführte Forschungsstudie inklusive Handlungsempfehlungen.
Die zentralen Schlagworte sind Retail Banking, FinTech, Digitalisierung, Kundenbedürfnisse, Kooperation und regulatorische Herausforderungen.
Die meisten befragten Experten halten eine vollständige Verdrängung der traditionellen Banken durch FinTechs aufgrund der hohen regulatorischen Eintrittsbarrieren und der Komplexität des Bankgeschäfts für unwahrscheinlich.
Banklizenzen sind eine wesentliche Markteintrittsbarriere. Die hohen Kosten und Anforderungen führen dazu, dass sich viele FinTechs eher auf Kooperationen mit etablierten Banken konzentrieren, anstatt selbst Bankdienstleistungen in vollem Umfang anzubieten.
Banken setzen verstärkt auf eine Mischung aus Nachahmung, Kooperation, Investment, Akquisition und eigenen internen Innovationsprozessen, um von der technologischen Expertise der FinTechs zu profitieren und wettbewerbsfähig zu bleiben.
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