Bachelorarbeit, 2016
62 Seiten, Note: 3,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Forschungsstand
1.3 Arbeitsaufbau
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Der Stellenwert
2.2 Politik
3. Generationsauswahl
3.1 Definition von „Generation“
3.2 „Generation Facebook“
4.1 Soziale Netzwerke
4.2 Definition Social Network Sites
4.3 Facebook
4.4 Typologie von Facebook-NutzerInnen
5. Politische Kommunikation und Partizipation
5.1 Definition politischer Partizipation
5.2 Die Politische Partizipation in Verbindung mit politischer Kommunikation
5.3 Typologien politischer Partizipation
5.4 Der Partizipationsbegriff und die Demokratie
5.5 Die Entwicklung des Konsumenten zum „Produser“
6. Theoretischer Rahmen
6.1 Die Handlungstheorie
6.2 Die Öffentlichkeit
7. Methodik: Qualitatives Vorgehen
7.1 Das problemzentrierte Interview
7.2 Der Leitfaden
7.3 Stichprobe und Untersuchungszeitraum
7.4 Eine kritische Reflexion
8. Auswertung
8.1 Einzelfallanalysen
8.1.1 Tom
8.1.2 Sarah
8.1.3 Dominik
8.1.4 Katrin
8.1.5 Anna
8.1.6 Lukas
8.2 Facebook-Nutzung
8.3 Facebook-Typen
8.4 Stellenwert von Facebook
8.5 Politische Kommunikation und Partizipation auf Facebook
8.6 „Produser“ oder „Nichtnutz“?
8.7 Stellenwert von Politik
8.8 Facebook und Demokratie
9. Diskussion
10. Fazit
Die Arbeit untersucht den Stellenwert des Social Networks Facebook für die „Generation Facebook“ im Kontext ihrer politischen Kommunikation und Partizipation. Ziel ist es, durch theoretische Analysen und qualitative Experteninterviews zu klären, welche Rolle das Medium im Alltag der NutzerInnen einnimmt und ob es als Instrument für politisches Engagement fungiert.
1.1 Einführung in die Thematik
“(...) my problem with paper is that all communication dies with it. It holds no possibility of continuity.” (Eggers 2013: o.S.)
Dieses Zitat von Eggers aus seinem neuesten Buch, welches im Oktober 2013 veröffentlicht wurde, zeigt ganz explizit, wie wichtig beziehungsweise wie präsent das Internet und Social Media für die Gesellschaft sind. Das Buch gibt einen Aufriss einer dystopischen Welt, in der Social Networks und die Teilhabe in diesen als wichtiger Bestandteil gelten. Die Möglichkeiten sich im Internet und in Social Networks zu äußern oder zu kommunizieren sind fast endlos. Wie auch in dem Buch von Eggers besitzen Social Networks eine immer wichtigere Rolle im Alltag, die durch die Gesellschaft zugeschrieben wird. Die Kommunikation und die Partizipation nehmen durch die Digitalisierung einen immer wichtigeren Stellenwert in der Gesellschaft ein.
Eine Revolution der neuen Medien begann mit der Revolution in den arabischen Ländern im Frühjahr 2011. In Ägypten, Libyen und Tunesien gingen Millionen von Menschen auf die Straßen, um gegen die herrschende Regierung zu protestieren. Die Menschen benutzten Social Media, um ihre Landsleute zu mobilisieren und auf den Straßen gemeinsam zu kämpfen. Natürlich waren nicht die Social Networks der Auslöser für den Arabischen Frühling, denn die Kämpfe fanden in der realen Welt auf den Straßen dieser Länder statt. Dennoch haben die neuen Medien, wie Facebook, Twitter und YouTube eine bedeutende Rolle im Arabischen Frühling gespielt. Durch die bemerkenswerte Reichweite von Facebook konnten junge AraberInnen einen ersten Schritt wagen und die Menschen mobilisieren, auf die Straße zu gehen. Die Medien Twitter und YouTube dienten als Informationsquelle für die Welt, um über die laufenden Proteste im Bilde zu bleiben (vgl. El Difraoui 2011: o.S.).
1. Einleitung: Dieses Kapitel kontextualisiert das Thema, bietet einen Überblick über den Forschungsstand und erläutert den Aufbau der Bachelorarbeit.
2. Begriffsdefinitionen: Hier werden die zentralen Begriffe „Stellenwert“ und „Politik“ für die spätere Operationalisierung theoretisch definiert und verortet.
3. Generationsauswahl: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Generation und begründet die Auswahl der „Generation Facebook“ für die vorliegende Untersuchung.
4. Social Networks: Es werden soziale Netzwerke im Allgemeinen sowie Social Network Sites definiert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung von Facebook und verschiedenen Nutzertypen.
5. Politische Kommunikation und Partizipation: Das Kapitel befasst sich mit den Definitionen von politischer Partizipation, deren Verbindung zur Kommunikation, verschiedenen Typologien und der Entwicklung des Nutzers zum „Produser“.
6. Theoretischer Rahmen: Hier wird das theoretische Gerüst durch die Handlungstheorie und das Konzept der Öffentlichkeit für die empirische Analyse geschaffen.
7. Methodik: Qualitatives Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das problemzentrierte Interview als gewählte Erhebungsmethode und reflektiert das Vorgehen kritisch.
8. Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Probandeninterviews, inklusive Einzelfallanalysen und die Einordnung der Ergebnisse in die gewählten Kategorien.
9. Diskussion: Hier werden die Ergebnisse der Auswertung zusammengeführt und interpretiert, um die Forschungsfrage zu beantworten.
10. Fazit: Das letzte Kapitel fasst die Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Facebook, Politische Kommunikation, Politische Partizipation, Generation Facebook, Soziale Netzwerke, Online-Partizipation, Digitalisierung, Qualitative Sozialforschung, Handlungstheorie, Öffentlichkeit, Produsage, Demokratie, Internet, Mediennutzung, Clicktivismus
Die Arbeit untersucht, welche Bedeutung das soziale Netzwerk Facebook für die politische Kommunikation und Partizipation der „Generation Facebook“ hat.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Kommunikationswissenschaft und der Politikwissenschaft, insbesondere im Hinblick auf Social Media Nutzung, politisches Engagement und die Rolle des Internets in der modernen Gesellschaft.
Ziel ist es, den Stellenwert von Facebook bei jungen Erwachsenen für ihr politisches Handeln zu ermitteln und herauszufinden, ob die Plattform als Instrument für aktive Teilhabe wahrgenommen wird.
Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign und führt problemzentrierte Interviews mit sechs Probanden durch, um tiefere Einblicke in deren persönliche Wahrnehmung und Nutzungsgewohnheiten zu gewinnen.
Im Hauptteil werden die Interviews ausgewertet, Einzelfallanalysen erstellt und die Probanden anhand theoretischer Kategorien (wie z. B. Nutzertypen oder Beteiligungsformen) eingeordnet.
Wichtige Begriffe sind Facebook-Nutzung, Politische Partizipation, Generation Facebook, Clicktivismus, Online-Öffentlichkeit und die Transformation vom Konsumenten zum Produser.
Die Wahl fiel auf diese Generation, da sie mit sozialen Netzwerken aufgewachsen ist, diese Plattformen allgegenwärtig nutzt und somit ein hohes Maß an Routine im Umgang mit digitalen sozialen Medien aufweist.
Der Button fungiert als „kleinstmögliche“ Form der Partizipation (Clicktivismus). Die Analyse zeigt, dass viele Nutzer durch das Liken von politischen Inhalten zwar eine politische Haltung signalisieren, dies jedoch oft unverbindlich geschieht.
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