Diplomarbeit, 2017
76 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung
2. Das Wesen der Musikalischen Früherziehung
2.1 Definition und Rahmenbedingungen
2.2 Abgrenzung von anderen elementaren musikpädagogischen Förderkonzepten
2.3 Geschichtlicher Hintergrund
2.4 Ziele
2.4.1 Allgemeine Zielsetzungen
2.4.2 Die Zielebenen nach Ribke
2.5 Musikalische Früherziehung – ein ziel- oder prozessorientierter Ansatz?
2.6 Inhalte
2.6.1 Stimme
2.6.2 Instrumentalspiel auf elementarer Basis
2.6.3 Bewegung und Tanz
2.6.4 Auditive Musikwahrnehmung
2.6.5 Kennenlernen von Instrumenten
2.6.6 Musiklehre
2.7 Didaktische Überlegungen und pädagogische Prinzipien
3. Die Bedeutung des Konzepts für die kindliche Entwicklung
3.1 Stellenwert der Frühförderung
3.2 Musikalischer Bereich
3.3 Kognitiver Bereich
3.3.1 Auswirkung der Musik auf das menschliche Gehirn
3.3.2 Allgemeine Intelligenz
3.3.3 Aufmerksamkeit
3.3.4 Mathematik
3.3.5 Sprachliche Entwicklung
3.3.6 Fazit
3.4 Motorischer Bereich
3.5 Sozial-emotionaler Bereich
4. Praktische Übungen in Bezug auf verschiedene Förderbereiche
5. Praktischer Teil
5.1 Allgemeines zur praktischen Durchführung
5.1.1 Methode zur Informationsgewinnung
5.1.2 Interviewpartnerinnen
5.2 Auswertung der Interviews
5.2.1 Konzept der Musikalischen Früherziehung
5.2.2 Zielgruppe und institutionelle Angebote
5.2.3 Abgrenzung von der Rhythmik und Orientierungsfrage
5.2.4 Ziele
5.2.5 Der Lehrplan als mögliche Erklärung der unterschiedlichen Zugänge zum Konzept in Bezug auf die Ziel- und Orientierungsfrage
5.2.6 Inhalte und Umsetzung derselben
5.2.7 Nutzen des Konzepts in musikalischer Hinsicht
5.2.8 Bedeutung für andere kindliche Entwicklungsbereiche
6. Resümee und persönliche Stellungnahme
6.1 Resümee
6.2 Persönliche Stellungnahme
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Musikalischen Früherziehung hinsichtlich seiner theoretischen Grundlagen und seiner praktischen Anwendung bei Kindern im Vorschulalter, mit dem Ziel, den Beitrag musikalischer Frühförderung für die allgemeine kindliche Entwicklung zu beleuchten.
3.3.1 Auswirkung der Musik auf das menschliche Gehirn
Unser Gehirn teilt sich in zwei Hälften, die durch einen Balken, den sogenannten ‚corpus callosum‘, miteinander verbunden sind. Die beiden Hälften arbeiten nach einem Überkreuzprinzip, sodass eine Hälfte die jeweils andere Körperhälfte steuert. Wenn nun beispielsweise beide Hände für eine Tätigkeit benötigt werden, müssen auch beide Gehirnhälften aktiv sein und sich verbinden, um alle körperlichen Tätigkeiten miteinander koordinieren zu können (vgl. Kreusch-Jacob 2015, S. 22). Diese Fähigkeit entwickelt sich meist von selbst (vgl. Barden und Mihelic-Kaiser 2015, S. 38), ist aber je nach dem Grad der aktiven Förderung unterschiedlich ausgeprägt. So wurde bei aktiv musizierenden Personen, die bereits seit der Kindheit musikalisch tätig sind, eine stärkere Ausprägung des verbindenden Balkens und eine symmetrischere Entwicklung der Gehirnhälften festgestellt (vgl. Kreusch-Jacob 2006, S. 22f). Eine gut funktionierende Vernetzung der beiden Gehirnhälften ist auch für das Lesen, Schreiben und Rechnen essentiell. Aus diesem Grund sind Übungen, die diese Fähigkeit fördern, im Kindesalter durchaus auch in schulischer Hinsicht von Bedeutung (vgl. Barden und Mihelic-Kaiser 2015, S. 38f).
Außerdem haben beide Gehirnhälften individuelle Aufgaben. Die linke Gehirnhälfte ist für die Verarbeitung aller analytischen und logischen Denkvorgänge zuständig und erfasst unter anderem Fakten, Details und Strukturen. In der rechten Gehirnhälfte werden ganzheitlich-emotionale Prozesse, wie Gefühlsregungen, kreative Ideen und Klangempfindungen bearbeitet. Indem beide Gehirnhälften miteinander verbunden werden, können vielschichtige Zusammenhänge entstehen und Erfahrungen und Informationen effektiver gespeichert werden (vgl. Kreusch-Jacob 2006, S. 22f).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung musikalischer Bildung dar und erläutert die Zielsetzung, das Konzept der Musikalischen Früherziehung theoretisch zu erfassen und praktisch zu hinterfragen.
2. Das Wesen der Musikalischen Früherziehung: Das Kapitel definiert den Begriff der Musikalischen Früherziehung, betrachtet dessen geschichtliche Wurzeln, Ziele und inhaltliche Schwerpunkte sowie didaktische Prinzipien.
3. Die Bedeutung des Konzepts für die kindliche Entwicklung: Hier wird der Stellenwert der Frühförderung dargelegt und die Auswirkungen auf den kognitiven, motorischen und sozial-emotionalen Bereich im Kindesalter analysiert.
4. Praktische Übungen in Bezug auf verschiedene Förderbereiche: Anhand konkreter Beispiele wie Klanggeschichten und rhythmischer Übungen werden die theoretischen Ansätze der Früherziehung in die Praxis übersetzt.
5. Praktischer Teil: Die Ergebnisse der theoretischen Analyse werden mit den Erfahrungswerten zweier Expertinnen verglichen, um die Anwendung des Konzepts in der aktuellen Praxis zu eruieren.
6. Resümee und persönliche Stellungnahme: Die wesentlichen Erkenntnisse aus Theorie und Praxis werden zusammengeführt und durch die persönliche Reflexion der Autorin abgerundet.
Musikalische Früherziehung, Elementare Musikpädagogik, kindliche Entwicklung, Frühförderung, Instrumentalspiel, Gehirnentwicklung, kognitive Fähigkeiten, soziale Kompetenzen, Musikschulen, Didaktik, Prozessorientierung, Zielorientierung, Motorik, Sprachliche Entwicklung, Rhythmik.
Die Diplomarbeit widmet sich dem Konzept der Musikalischen Früherziehung und untersucht dessen Stellenwert sowie die Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern im Vorschulalter.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Rahmenbedingungen des Konzepts, seiner didaktischen Gestaltung, dem Einfluss von Musik auf die kindliche Entwicklung (kognitiv, motorisch, sozial-emotional) sowie einer praktischen Evaluation.
Das Ziel ist es, ein tiefgehendes Verständnis über das Wesen der Musikalischen Früherziehung zu vermitteln und zu überprüfen, inwieweit die theoretischen Konzepte in der heutigen Musikschulpraxis Anwendung finden.
Für den praktischen Teil wurden leitfadengestützte Experten-Interviews mit zwei praxiserfahrenen Früherzieherinnen durchgeführt und anschließend qualitativ ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung des Konzepts (Inhalte, Ziele, geschichtlicher Hintergrund) und eine Analyse des Förderpotenzials für die kindliche Gehirnleistung, Motorik und Sozialentwicklung.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Musikalische Früherziehung, Frühförderung, ganzheitliche Entwicklung, elementare Musikpädagogik und pädagogische Praxis aus.
Nein, die Arbeit stellt dar, dass dieser Punkt wissenschaftlich umstritten ist und ein kausaler Zusammenhang zwischen Musikhören und IQ-Steigerung nicht belegt werden konnte.
Die Interviews zeigen unterschiedliche Sichtweisen: Während eine Expertin das Erreichen von Endprodukten betont, legt die andere den Fokus stärker auf den individuellen Prozess und die Bedürfnisse der Kinder.
Es dient dazu, Kindern ein wertschätzendes Bewusstsein für Instrumente zu vermitteln und ihnen eine fundierte Entscheidungshilfe für ihren späteren, spezifischen Instrumentalunterricht zu bieten.
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