Bachelorarbeit, 2017
41 Seiten
1. Einleitung
2. Überblick über die Entwicklung der internationalen Klimapolitik
2.1. Die erste Weltklimakonferenz
2.2. Rio-92
2.3. Kyoto Protokoll
3. Der Einfluss der BASIC in den Klimaverhandlungen
3.1. Die Gründung der BASIC
3.2. Die Resultate der COP 15
3.2.1. Die BASIC in der COP 15
3.2.2. Brasiliens Rolle in Kopenhagen
3.3. Die BASIC von der COP 16 bis zur COP 20
4. Die brasilianische Klimapolitik und seine Akteure
4.1. Institutionen für Klimaschutz in Brasilien
4.1.1. Ministerium für Umwelt – MMA
4.1.2. Interministerielle Klimawandelkommission – CIMGC
4.1.3. Brasilianisches Forum zum Klimawandel – FBMC
4.1.4. Ministerium für Bergbau und Energie – MME
4.1.5. Institut für Umwelt- und Naturschutz –IBAMA
4.2. Die Entwicklung der Klimapolitik in Brasilien
4.2.1. Innenpolitische Initiativen für den Klimaschutz
4.2.2. Verhandlungspositionen der Regierung Lula
4.2.3. Der Nationale Plan zum Klimawandel
5. Die Position Brasiliens in der Klimakonferenz in Paris – COP 21
5.1. Brasiliens nationale Klimaschutzbeiträge – INDC
5.2. Die Resultate der COP 21
6. Ausblick
Diese Bachelorarbeit analysiert die Entwicklung der brasilianischen Klimapolitik und untersucht die Position des Landes in den internationalen Klimaverhandlungen im Zeitraum von der Konferenz in Kopenhagen bis hin zur Klimakonferenz in Paris. Dabei steht die zentrale Frage im Mittelpunkt, wie Brasilien durch seine politischen Strategien und die Beteiligung in Allianzen wie der BASIC-Gruppe zu einem bedeutenden Akteur in der internationalen Klimapolitik aufgestiegen ist.
3.1. Die Gründung der BASIC
Die sogenannten BASIC-Staaten sind eine Gruppe von vier großen Schwellenländern (Brasilien, Südafrika, Indien und China). Diese Allianz wurde auf Grund einer Initiative von China im Rahmen der Klimaverhandlung der Vereinten Nationen im November 2009 am Vorabend der COP-15 im Hinblick auf die bevorstehenden Verhandlungen gegründet. Die BASIC-Staaten waren bereits durch die G-77/China miteinander verbunden. Die G-77 wurde im Jahr 1964 gegründet, mit dem Ziel, die Süd-Süd-Kooperation zu stärken und die Positionen der Entwicklungsländer auf dem Weltmarkt zu verbessern. Allerdings herrschte innerhalb der G-77 große Unzufriedenheit zwischen den Staaten, da die Entscheidungsprozesse sehr schwerfällig waren. Daher wurde die BASIC gegründet, was aber auch Ausdruck des Machbewusstseins der großen Schwellenländer war (Müller-Kraenner 2011: 1). Allerdings herrscht in dieser Allianz keine Homogenität, da jedes Land seine eigenen Anforderungen und Interessen im Bezug auf die Fragen der Klima- und Energiepolitik hat. Auf der anderen Seite erkennen diese Staaten ihr Machtpotenzial als große Schwellenländer, da die „BASIC countries (…) roughly 40 per cent oft the world`s population“ darstellen (Olsson et al. 2010: 31). Dennoch gehören diese Staaten zu den BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) und sie gelten als zukünftige Wirtschaftsmächte. Obwohl Russland auch zu den BRICS gehört, wurde es von der BASIC Klimaverhandlung ausgeschlossen. Dies lässt sich durch seine Historie der Industrialisierung erklären. Zum einen gehörte Russland zu den ‚Annex I-Staaten‘ unter den UNFCCC, die in der Klimarahmenkonvention von 1992 in Rio aufgelistet wurden. Ein weiterer Grund waren die Interessenunterschiede zwischen den BASIC-Staaten und Russland. Denn Russland war zuerst gegen das Kyoto Protokoll und hat es daher erst im Jahr 2004 ratifiziert. Außerdem lehnte Russland in Kopenhagen die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto Protokolls ab, während die BASIC-Staaten diese stark unterstützten (Bidwai 2014: 5f.). Laut Hochstetler werden die gemeinsamen Interessen der BASIC als Schwellenländer als ‚family ressemblace‘ betrachtet.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Klimawandels und führt in die Fragestellung ein, wie Brasilien durch seine Klimapolitik zu einem zentralen Akteur in internationalen Verhandlungen wurde.
2. Überblick über die Entwicklung der internationalen Klimapolitik: Dieses Kapitel skizziert die historischen Etappen der globalen Klimapolitik von der ersten Weltklimakonferenz bis zum Kyoto-Protokoll.
3. Der Einfluss der BASIC in den Klimaverhandlungen: Hier wird die Rolle der BASIC-Staaten, ihre Gründung und ihr Einfluss auf die Klimaverhandlungen von der COP 15 bis zur COP 20 analysiert.
4. Die brasilianische Klimapolitik und seine Akteure: Dieses Kapitel beleuchtet die institutionellen Strukturen, Akteure und die innenpolitischen Entwicklungen der brasilianischen Klimapolitik.
5. Die Position Brasiliens in der Klimakonferenz in Paris – COP 21: Die Analyse konzentriert sich auf die nationalen Klimaschutzbeiträge Brasiliens (INDCs) und die Ergebnisse der Pariser Klimakonferenz.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Bedeutung der internationalen Kooperation und die zukünftigen Herausforderungen für Brasilien bei der Implementierung seiner Klimaziele.
Brasilien, Klimapolitik, Klimawandel, BASIC, UNFCCC, COP, Kopenhagen, Paris, Klimaschutz, Treibhausgasemissionen, Indc, Waldschutz, Umweltministerium, Schwellenländer, Nachhaltigkeit
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die diplomatische Strategie Brasiliens im Kontext der internationalen Klimaverhandlungen von 2009 bis 2015.
Die Themenfelder umfassen die Rolle der BASIC-Allianz, die Entwicklung der brasilianischen Klimapolitik, institutionelle Akteure in Brasilien sowie die nationalen Klimaschutzziele (INDCs) und deren Umsetzung.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Brasilien durch gezielte politische Strategien und Allianzen zu einem einflussreichen Akteur in der internationalen Klimapolitik geworden ist.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse internationaler Klimaverträge, Fachberichte, Regierungsdokumente und wissenschaftlicher Studien zur Klimapolitik.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf den Verhandlungsverläufen bei den UN-Klimakonferenzen (COP), der Rolle der BASIC-Gruppe, der institutionellen Struktur Brasiliens sowie der Analyse der brasilianischen Klimaschutzbeiträge.
Wichtige Schlüsselwörter sind Brasilien, BASIC, Klimapolitik, Klimaverhandlungen, COP 15, COP 21, INDC, Waldschutz und Treibhausgasreduktion.
Brasilien fungierte oft als Vermittler zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern, verlor aber zeitweise an Einfluss, als innerhalb der BASIC-Gruppe Differenzen über die Verbindlichkeit von Reduktionszielen auftraten.
Das MMA fungiert als wichtigster Akteur bei der Formulierung der brasilianischen Klimapolitik, organisiert die Umweltpolitik auf Bundesebene und koordiniert Maßnahmen zur Kontrolle der Entwaldung.
Die Reduzierung der Waldabholzung ist ein zentraler Faktor für Brasiliens Klimastrategie, da sie einen wesentlichen Anteil an den Treibhausgasemissionen des Landes hat und gleichzeitig ein wichtiges Ziel der INDCs darstellt.
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