Examensarbeit, 2010
88 Seiten, Note: 1,5
0. Einleitung
0.1 Motivation
0.2 Intention
0.3 Verwandte Ansätze und Umsetzungen
0.4 Struktur der Arbeit
1. Outdoor Education in Neuseeland
1.1 Alles oder nichts? - Zum Verständnis von Outdoor Education in Neuseeland
1.2 Usus oder Neuankömmling? – Outdoor Education auf dem Weg ins neuseeländische Schulsystem
1.3 Basis oder Anhängsel? – Verankerung von Outdoor Education in neuseeländischen Lehrplänen
2. Erlebnispädagogik in Deutschland
2.1 Nur „gemeinsam stark“? – Was Erlebnispädagogik im schulischen Rahmen erreichen möchte
2.2 In oder aus der Schule? – Der mühsame Schulweg der Erlebnispädagogik
2.3 Nirgends zu Hause oder omnipräsent? – Erlebnispädagogik in deutschen Lehrplänen
3. Outdoor Education in Neuseeland als Vorbild für Deutschland
3.1 Der Vergleich
3.1.1 Unterschiedliche Gemeinsamkeiten? – Auf den Punkt gebracht
3.1.2 Ein ungleicher Vergleich? – Zwei Länder mit vielen Kontrasten
3.2 Warum Neuseeland ein Vorbild für Deutschland sein sollte
3.2.1 Neuseeland versus Deutschland, schwarz auf weiß? – Die PISA-Studie als Manifestation
3.2.2 Nachweislich gut? – Positive Effekte von Outdoor Education
3.3 Warum Neuseeland ein Vorbild für Deutschland sein könnte
3.3.1 Was Schule wirklich will
3.3.2 Es geht doch! – Ein Beispielprojekt in Deutschland
4. Ökologische Pädagogik
4.1 Hintergründe
4.1.1 Richtig wichtig? – Argumentation für ökologisch orientierte Bildung an der Schule
4.1.2 Ein Weg mit vielen Zielen? – Die Intention von ökologischer Pädagogik
4.2 Ökologische Pädagogik an deutschen Schulen
4.2.1 (Fast) fest verankert? – Ökologische Bildung in deutschen Lehrplänen
4.2.2 Wirklich wirksam? – Auswirkungen ökologischer Pädagogik
4.3 Ökologische Pädagogik und Erlebnispädagogik
4.3.1 Berührungspunkte
4.3.2 Debatte um Environmental Education und Outdoor Education in Australien – Ein Exkurs
5. Die Idee einer naturbezogenen Erlebnispädagogik
5.1 Zwei Fliegen mit einer Klappe? – Ein Zwischenfazit
5.2 Der richtige Weg? – Überlegungen zu einer naturbezogenen Erlebnispädagogik
5.3 Weiterführende Konsequenzen für die pädagogische Praxis
5.3.1 Konsequenzen auf der Ebene der Bildungs- und Lehrpläne
5.3.2 Konsequenzen auf der Ebene der Unterrichtsorganisation
5.3.3 Konsequenzen auf der Ebene der Lehrerbildung
5.4 Sportunterricht als Anlaufstelle für naturbezogene Erlebnispädagogik
6. Zusammenfassung
6.1 Eine Vision? – Die Freitagsschule
6.2 Alles ist möglich! – Ein Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit das neuseeländische Konzept der "Outdoor Education" als Vorbild für deutsche Schulen dienen kann, um dem zunehmend kognitiv dominierten Unterricht eine handlungsorientierte und naturbezogene Alternative entgegenzusetzen. Ziel ist es, ein "neugedachtes" Konzept der naturbezogenen Erlebnispädagogik zu entwickeln, das ökologische Bildung mit erlebnispädagogischen Methoden verknüpft und praktikable Wege für die Integration in den deutschen Schulalltag aufzeigt.
3.1.2 Ein ungleicher Vergleich? – Zwei Länder mit vielen Kontrasten
Zwei Länder mit derart unterschiedlicher Geschichte, Geographie, Administration und Schulorganisation miteinander zu vergleichen, mag gewagt erscheinen. Die folgende Auflistung dieser Differenzen soll den Vergleich aber keineswegs in Frage stellen. Sie dient lediglich dazu, die Sachverhalte „im richtigen Licht“ zu beleuchten und möchte Folgendes aufzeigen: Deutschland kann sich zwar am neuseeländischen Schulsystem orientieren, letztendlich muss es aber doch seinen individuellen Weg für eine Umsetzung von dem, was Outdoor Education meint, finden. Die Bezeichnung „Vorbild“ bedeutet vor diesem Hintergrund nicht, dass Punkte eins zu eins übernommen werden sollen. Vielmehr soll sie ermutigen, dass trotz aller Unterschiede einige positive Erscheinungen an neuseeländischen Schulen von Deutschland adaptiert werden könnten.
Deutschland und Neuseeland haben eine vollkommen verschiedene (Schul-) Geschichte. Neuseeland ist entwicklungsgeschichtlich eines der jüngsten Länder der Erde. Die ersten Menschen besiedelten das Land vor weniger als 1000 Jahren, die ersten Europäer landeten erst vor gut 250 Jahren in Neuseeland. Maori, die polynesischen Ureinwohner Neuseelands, lebten lange Zeit ungestört in einer einzigartigen Naturlandschaft. Heute machen die Maori ungefähr 15 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Mit dem Naturvolk der Maori ist die Natur selbst tief in der Geschichte Neuseelands verwurzelt. Sowohl Maori als auch Natur beeinflussten und beeinflussen bis heute die Schulbildung in Neuseeland (vgl. Boyes 2000). Schule in Neuseeland hat daher eine Verbundenheit zur Natur, wie ihn Schule im dichtbesiedelten Deutschland nie hatte.
0. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Motivation des Autors durch Erfahrungen in Neuseeland und führt in die Thematik der Outdoor Education sowie Erlebnispädagogik ein.
1. Outdoor Education in Neuseeland: Dieses Kapitel erläutert das Grundverständnis, die Entwicklung und die Verankerung von Outdoor Education im neuseeländischen Bildungssystem.
2. Erlebnispädagogik in Deutschland: Es werden die Zielsetzungen, der Stellenwert und die Situation der Erlebnispädagogik im deutschen Schulwesen kritisch beleuchtet.
3. Outdoor Education in Neuseeland als Vorbild für Deutschland: Das Kapitel vergleicht beide Konzepte und diskutiert anhand von PISA-Ergebnissen und Studien, warum Neuseeland als Vorbild dienen kann.
4. Ökologische Pädagogik: Hier werden Grundlagen, Ziele und Wirksamkeit ökologischer Pädagogik an deutschen Schulen analysiert und eine Verbindung zur Erlebnispädagogik hergestellt.
5. Die Idee einer naturbezogenen Erlebnispädagogik: Dieser Teil führt das neue Konzept der naturbezogenen Erlebnispädagogik ein und diskutiert Konsequenzen für die pädagogische Praxis.
6. Zusammenfassung: Abschließend wird das Konzept der "Freitagsschule" als Vision vorgestellt und in einem Fazit reflektiert.
Outdoor Education, Erlebnispädagogik, Ökologische Pädagogik, Naturbildung, Handlungsorientiertes Lernen, PISA-Studie, Umwelterziehung, Neuseeland, Schulentwicklung, Sportunterricht, Ganzheitliches Lernen, Naturerfahrung, Nachhaltigkeit, Lehrplan, Bildungsreform.
Die Arbeit untersucht, wie das in Neuseeland etablierte Konzept der Outdoor Education auf den deutschen Schulkontext übertragen werden kann, um ökologische Bildung und handlungsorientiertes Lernen zu stärken.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von Erlebnispädagogik und ökologischer Pädagogik sowie der kritischen Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen an deutschen Schulen.
Das Ziel ist die Entwicklung eines innovativen Konzepts einer "naturbezogenen Erlebnispädagogik", um die Effektivität schulischer Umweltbildung zu erhöhen.
Der Autor verfolgt einen hermeneutischen Ansatz, da eine empirische Untersuchung im Rahmen einer Zulassungsarbeit aufgrund des hohen Aufwandes und der Distanz nicht realisierbar war.
Der Hauptteil analysiert die Situation von Outdoor Education in Neuseeland und Erlebnispädagogik in Deutschland, stellt diese gegenüber und leitet daraus notwendige Reformschritte für das deutsche Bildungssystem ab.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Outdoor Education, Handlungsorientierung, Ökologische Pädagogik und Schulentwicklung geprägt.
Der Sportunterricht fungiert als "Anlaufstelle" oder "Organisationszentrale", da er in seiner Philosophie bereits handlungsorientiert ist und somit ideale Voraussetzungen für naturbezogene Projekte bietet.
Die Freitagsschule ist ein konkretes Modell, bei dem ein Vormittag pro Woche für naturbezogene erlebnispädagogische Projekte reserviert ist, um diese nachhaltig in den Schulalltag zu integrieren.
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