Bachelorarbeit, 2013
196 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 Abgrenzung der Begriffe Kräuterbuch und Herbarium Kräuterbuch
2.1.1 Herbarium
2.1.2 Kräuterbuch
2.2 Botanik
2.2.1 Botanische Teilgebiete und Begriffe der Taxonomie
2.2.2 Beispiel Wegerich
3 Die Entwicklung und Bedeutung von Kräuterbuchliteratur
3.1 Geschichte der Kräuterbücher
3.1.1 Klassisches Altertum
3.1.2 Mittelalter
3.1.3 Renaissance
3.1.4 Aufklärung
3.1.5 Fortschritt von Terminologie, Taxonomie und Nachschlagewerke ab dem 19. Jahrhundert
3.2 Geschichte der Herbarien
3.2.1 Herbarien des 16. Jahrhunderts
3.2.2 Blütezeit der Herbarien im 17. und 18. Jahrhundert
3.2.3 Institutionalisierung der Herbarien im 19. Jahrhundert
3.2.4 Moderne Herbarien
3.3 Historische Entwicklung der Darstellungsformen
4 Das Herbarium Siegesbeckianum
4.1 Johann Georg Siegesbeck
4.1.1 Korrespondenznetzwerk
4.1.2 Siegesbeck und Linné
4.2 Herbarium Siegesbeckianum
4.3 Restauratorische Bearbeitung, Digitalisierung und konservatorische Aufbewahrung
5 Literaturverweise im Herbarium Siegesbeckianum
5.1 Analyse der Verweise
5.2 Hilfsmittel zur Identifikation
5.3 Auflösung der Verweise
6 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht den historischen Zusammenhang zwischen Kräuterbüchern und Herbarien sowie deren Bedeutung für die Entwicklung der Botanik. Im Zentrum der Analyse steht das bisher weitgehend unbekannte "Herbarium Siegesbeckianum" aus dem 18. Jahrhundert, dessen Literaturverweise und Abbreviaturen erschlossen werden, um Einblicke in die botanische Arbeitsweise von Johann Georg Siegesbeck zu gewinnen.
3.1.1 KLASSISCHES ALTERTUM 800 V. CHR. BIS ZUM BEGINN DES MITTELALTERS
Das klassische Altertum zeichnete sich durch erste Naturbeobachtungen aus. Häufig sind jedoch keine Urtexte mehr vorhanden, sondern lediglich Abschriften oder Übersetzungen.
Durch die Schriften des griechischen Gelehrten und „Vaters der Medizin“ Hippokrates (*460-†370 v. Chr.) wurde die Grundlage der europäischen Kräuterkunde oder auch Pflanzenheilkunde (lat.: Phytotherapie) geschaffen, an der sich die antike und mittelalterliche Heilkunst orientierte. Waren Hippokrates‘ Konzepte jedoch theoretisch und spekulativ ausgelegt, beschäftigten sich weitere Werke späterer Gelehrter bereits mit den Pflanzen an sich sowie deren praktischem Nutzen und ihrer Anwendungen in der Medizin. Hintergrund waren die Erforschung der Natur und einhergehend die (Pflanzen)Heilkunde. In diesem Kontext sind die Autoren Aristoteles (*384-†322 v. Chr.), Theophrast (*370-†287 v. Chr.), Krateuas (um 70 v. Chr.) und Plinius (*23-†79 n. Chr.) zu nennen. Als Vater der Kräuterbücher gilt Dioskurides (um 100 n. Chr.). Sein Werk De Materia medica bestimmte den Standard der medizinischen Pflanzenbeschreibung bis ins 17. Jh. hinein.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert das historische Interesse an Pflanzen, die Entstehung der Kräuterbuchliteratur sowie die wissenschaftliche Relevanz von Herbarien.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die Begriffe Kräuterbuch und Herbarium definiert, voneinander abgegrenzt und botanische Grundbegriffe zur Taxonomie erläutert.
3 Die Entwicklung und Bedeutung von Kräuterbuchliteratur: Das Kapitel behandelt die historische Evolution botanischer Literatur von der Antike über das Mittelalter und die Renaissance bis zur Aufklärung und dem 19. Jahrhundert.
4 Das Herbarium Siegesbeckianum: Hier wird das "Herbarium Siegesbeckianum" sowie das Leben und Wirken dessen Verfassers Johann Georg Siegesbeck und seine wissenschaftlichen Kontakte vorgestellt.
5 Literaturverweise im Herbarium Siegesbeckianum: Dieses Kapitel analysiert systematisch die im Herbarium verwendeten Abbreviaturen und Literaturverweise und löst diese auf.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet das Potenzial für weiterführende historische Untersuchungen im Kontext der botanischen Sammlungsgeschichte.
Kräuterbuch, Herbarium, Botanik, Johann Georg Siegesbeck, Herbarium Siegesbeckianum, Taxonomie, Pflanzenheilkunde, Literaturverweise, Abbreviaturen, Naturbeobachtung, Pflanzensystematik, Wissenschaftsgeschichte, Antike, Mittelalter, Aufklärung.
Die Arbeit untersucht die Geschichte der Kräuterbuchliteratur und die Entwicklung von Herbarien mit einem spezifischen Fokus auf das "Herbarium Siegesbeckianum" des 18. Jahrhunderts.
Zentrale Themen sind die botanische Wissenschaftsgeschichte, die Entwicklung von Ordnungssystemen, die Bedeutung von Pflanzenillustrationen und die Erforschung von Literaturverweisen in historischen Sammlungen.
Das Ziel ist die historische Einordnung der Kräuterbuchliteratur und die wissenschaftliche Analyse und Auflösung der bis dato unentschlüsselten Literaturverweise im Herbarium Siegesbeckianum.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Sichtung von Originalquellen und dem stichpunktartigen Abgleich von Pflanzenbeschreibungen mit historischen Fachwerken zur Identifizierung der Abkürzungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung der Kräuterbuchliteratur und Herbarien (Kapitel 3), die Vorstellung von Johann Georg Siegesbeck und seinem Werk (Kapitel 4) sowie die detaillierte Analyse und Auflösung der Literaturverweise (Kapitel 5).
Kräuterbuch, Herbarium, Botanik, Johann Georg Siegesbeck, Pflanzensystematik und Wissenschaftsgeschichte.
Die Siegesbeckia ist eine Pflanze, die Carl von Linné zu Ehren von Siegesbeck benannte, was ironischerweise im Kontext der wissenschaftlichen Kontroverse zwischen beiden Botanikern steht.
Es handelt sich um ein 15-bändiges, digitalisiertes historisches Werk, das wertvolle Einblicke in die botanische Praxis, das Korrespondenznetzwerk des 18. Jahrhunderts und die Anwendung damaliger Kräuterbuchliteratur bietet.
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