Masterarbeit, 2016
131 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Limitationen
2 Grundlagen und theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Innovationen innerhalb der Schumpeter-Theoreme
2.1.1 Radikale und inkrementelle Innovationen
2.1.2 Disruptive Innovationen
2.2 Technologischer Wandel und Paradigmenwechsel
2.2.1 Entstehung eines dominanten Designs
2.2.2 Pfadabhängigkeiten
2.2.3 Die Rolle von Attackern und Incumbents
2.3 Technologiestrategien
2.4 Wissenserwerb durch Kooperationen
3 Zukunftstechnologien der Automobilindustrie
3.1 Paradigmenwechsel im Antriebsbereich des Automobils
3.1.1 Aufbau eines Elektrofahrzeugs
3.1.2 Batterientechnologie
3.1.3 Elektromotor
3.1.4 Leistungselektronik
3.1.5 Hybridantrieb
3.1.6 Kritische Faktoren der Elektromobilität
3.2 Vehicle to Grid
3.3 Automatisiertes Fahren
3.3.1 Stufen der Automatisierung des Automobils
3.3.2 Bedeutende Technologiefelder in der Entwicklung des automatisierten Fahrens
3.3.3 Assistenzsysteme des assistierten und teilautomatisierten Fahrens
3.3.4 Assistenzsysteme des hochautomatisierten und vollautomatisierten Fahrens
3.4 Connected Car
4 Patentanalyse zur Untersuchung des technologischen Wandels
4.1 Grundlagen zur Verwendung von Patentdaten
4.1.1 Die Internationale Patentklassifikation (IPC)
4.1.2 Technologiefeldklassifikation nach Schmoch
4.2 Festlegung der Betrachtungsgruppe
4.3 Bestimmung der Schlüsseltechnologiefelder
4.3.1 Befragung eines Experten
4.3.2 Ableitung der relevanten Technologiefelder
4.3.3 Untersuchung relevanter IPC-Klassen
5 Ergebnisübersicht und Beantwortung der Forschungsfragen
5.1 Beantwortung der Forschungsfrage 2
5.2 Ergebnisse der Patentanalyse
5.2.1 Beantwortung der Forschungsfrage 3
5.2.2 Beantwortung der Forschungsfrage 4
5.2.3 Beantwortung der Forschungsfrage 5
5.2.4 Beantwortung der Forschungsfrage 6
5.3 Exkurs: Revealed Technology Index (RTA)
5.4 Zentrale Aussagen und Ausblick
Ziel der Masterarbeit ist die Untersuchung der Technologiestrategien etablierter Automobilhersteller (Incumbents) im Kontext eines diskontinuierlichen Wandels, fokussiert auf die Bereiche Elektromobilität und automatisiertes Fahren. Basierend auf einer umfangreichen Patentanalyse wird die Technologieposition der Hersteller bewertet, um Kooperationsmuster abzuleiten und zukünftige Entwicklungspfade sowie die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber neuen Markteinsteigern (Attackern) aufzuzeigen.
2.1.2 Disruptive Innovationen
Christensen hat im Jahr 1997, auf Basis des Phänomens der Vielzahl von scheiternden Unternehmen im Kontext technologischer Innovationen, in seinem Werk "The innovator's lemma" eine Unterscheidung der Innovationen in erhaltende und disruptive Innovationen vorgenommen (vgl. Christensen 1997).
Disruptive Innovationen unterbrechen das bisherige Technologiemuster und verdrängen dieses teilweise vollständig. Eine solche Technologie zeichnet sich dadurch aus, dass im Unternehmen vorhandenes Wissen und vorhandene Fähigkeiten nicht ausreichend sind, um mit dem technologischen Fortschritt innerhalb einer Branche bzw. Produktkategorie mitzuhalten. Der Technologiebereich erlebt einen großen Entwicklungsschnitt und dies erfordert von der Unternehmung den Aufbau neuer Kompetenzen oder den Austritt aus dem Kompetenzbereich. (vgl. Burr 2014, S. 180).
Etablierte Unternehmen sehen in der technologischen Neuerung anfangs kein großes Gewinnpotential und insbesondere im Vergleich zum angestammten Produkt wird von der disruptiven Innvation nur wenig Rentabilität erwartet. Da aus finanzieller Sicht der Anreiz fehlt, werden disruptive Innovationen verstärkt von branchenfremden Unternehmen vorangetrieben (vgl. Christensen und Overdorf 2000, S. 66f.). Nach dem Start der technologischen Neuerung als Nischenprodukt folgen die Festlegung der Produktarchitektur und das Entstehen eines neuen Marktes. In einem nächsten Schritt übernimmt das einstige Nischenprodukt die Dominanz am Markt, was Veränderungen für die angestammte Branchenstruktur mit sich bringt. Das Resultat dieser Entwicklung ist das Scheitern der ehemals marktdominierenden Firmen. Dieses Scheitern geschieht trotz verfügbarer Kompetenzen, da die etablierten Unternehmen den neuen Markt nicht im richtigen Ausmaß und/oder nicht rechtzeitig als strategisch relevant betrachten und darüber hinaus die veränderten Kundenbedürfnisse falsch interpretieren (vgl. Tidd et al. 2005, S. 30f.).
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung des Strukturwandels durch Elektromobilität und automatisiertes Fahren sowie die Zielsetzung und Methodik der Patentanalyse.
2 Grundlagen und theoretischer Bezugsrahmen: Definiert zentrale Begriffe wie radikale und disruptive Innovationen, Paradigmenwechsel, Pfadabhängigkeiten sowie Technologiestrategien und Kooperationsformen.
3 Zukunftstechnologien der Automobilindustrie: Detaillierte Untersuchung der technologischen Grundlagen von E-Mobilität, Vehicle-to-Grid, automatisiertem Fahren und vernetzten Fahrzeugen.
4 Patentanalyse zur Untersuchung des technologischen Wandels: Erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Patentanalyse, inklusive der Festlegung von Patentklassen (IPC) und der Auswahl der relevanten Automobilhersteller.
5 Ergebnisübersicht und Beantwortung der Forschungsfragen: Präsentiert die Analyseergebnisse zu Patentaktivitäten, Kooperationsstrategien und bewertet die technologische Positionierung der untersuchten Unternehmen.
Automobilindustrie, Technologiestrategie, Elektromobilität, Automatisiertes Fahren, Disruption, Paradigmenwechsel, Patentanalyse, Incumbents, Attacker, Wertschöpfung, Innovation, Pfadabhängigkeit, Batterietechnologie, Sensorik, Kooperation.
Die Arbeit untersucht, wie etablierte Automobilhersteller durch Patentstrategien auf den technologischen Umbruch durch E-Mobilität und automatisiertes Fahren reagieren.
Die zentralen Felder sind die Elektrifizierung des Antriebsstrangs, das automatisierte Fahren sowie die Vernetzung von Fahrzeugen (Connected Car).
Das Ziel ist die Erstellung eines Bezugsrahmens zur aktuellen Technologieposition der Hersteller sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen basierend auf Patentdaten.
Die Arbeit kombiniert quantitative Methoden (Patentanalyse) mit qualitativen Ansätzen (Experteninterview).
Der Hauptteil analysiert die Patentaktivitäten von 20 relevanten Automobilherstellern über drei Perioden (2003–2014) zur Ableitung ihrer strategischen Ausrichtung.
Die wichtigsten Begriffe sind Technologiestrategie, Disruption, Patentportfolio, Incumbents, Attacker und Innovationsmanagement.
Da viele Wissensbereiche in der Softwareentwicklung schwer patentierbar sind und die Abgrenzung für eine belastbare Patentanalyse zu komplex und fehleranfällig ist.
Incumbents sind etablierte Hersteller mit Verbrennungsmotor-Historie; Attacker sind neue Akteure, die primär auf reine Elektroantriebe setzen.
Der Autor identifiziert Daimler als einen der federführenden Entwickler und technologisch führenden Hersteller bei Assistenzsystemen mit einer sehr hohen Anzahl an spezialisierten Mitarbeitern.
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